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Peter Weiss und der Surrealismus

Poetische Verfahrensweisen in der „Ästhetik des Widerstands“

  • Authors
  • Christian Bommert

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-8
  2. Christian Bommert
    Pages 9-29
  3. Christian Bommert
    Pages 30-41
  4. Christian Bommert
    Pages 42-57
  5. Christian Bommert
    Pages 58-76
  6. Christian Bommert
    Pages 77-88
  7. Christian Bommert
    Pages 89-106
  8. Christian Bommert
    Pages 107-129
  9. Christian Bommert
    Pages 130-140
  10. Christian Bommert
    Pages 141-164
  11. Christian Bommert
    Pages 165-175
  12. Back Matter
    Pages 176-196

About this book

Introduction

Wer die künstlerische Entwicklung des Malers, Filmemachers, Dra­ matikers und Schriftstellers Peter Weiss beschreiben will, wird rasch erkennen, warum seine ästhetische Praxis in solchem Maße mit dem Surrealismus korrespondieren konnte. Schon der flüchtige Blick auf das frühe bildkünstlerische Schaffen findet Anhaltspunkte dafür, wa­ rum sich Weiss der Pariser Avantgarde eng verbunden gefühlt haben muß, als er sich ihr später bewußt zuwandte. So kann man vielen Jugend-Bildern bereits den Protest gegen jene technokratische Ra­ tionalität entnehmen, die im Brennpunkt der surrealistischen Kritik stand. Auch die Betonung des Phantastischen oder die mitunter er­ kennbare Vermischung von Traum und Realität deuten auf typische surrealistische KunstmitteL Mit seinen späteren Collagen knüpft er schließlich unübersehbar an die Arbeiten von Max Ernst an. Weiss hat sich auch mit den programmatischen Ansprüchen der Sur­ realisten, für deren Formulierung ihr Wortführer Breton immer wie­ der gesorgt hat, eingehend auseinandergesetzt Deren nähere Be­ trachtung und Weiss' Bezugnahmen erhellen, wie wichtig die Aus­ einandersetzung mit dieser Tradition für seinen Weg in die ästhe­ tische Modeme gewesen ist. Hierbei kommen allerdings Zweifel auf, ob es hilfreich ist, Weiss zu irgendeinem Zeitpunkt seiner Ent­ wicklung (etwa in den fünfziger Jahren) als einen "Künstler" zu be­ schreiben, der potentiell der surrealistischen Gruppe zugehörte. Da­ gegen spricht vor allem die unmittelbare Selbstbezogenheit seiner frühen Äußerungen, denen die gesellschaftliche Perspektive ganz 9 fremd war. Es ist nicht zu verkennen, daß Weiss seinen individu­ ellen Horizont anfänglich nie überschreitet.

Keywords

Kunst Literatur Literaturwissenschaft Peter Weiss Surrealismus

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-663-12290-6
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1991
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12203-8
  • Online ISBN 978-3-663-12290-6
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