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Siebenunddreissigste Versammlung abgehalten zu Lübeck-Travemünde vom 24. bis 28. September 1968

Wissenschaftlicher und Geschäftlicher Teil

  • H. Kirchhoff
  • K. Thomsen
Conference proceedings

Part of the Verhandlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie book series (VERH.GYNÄKOLOG., volume 37)

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages N2-VIII
  2. Referat Ia

    1. Manfred Pflanz
      Pages 1-8
  3. Referat Ib

  4. Vorträge zum Thema

  5. Freie Vorträge

    1. J. Vujić, V. Dürrigl, V. Čupić, N. Čuturić
      Pages 39-40
    2. E.-J. Hickl, G. Grässel, J. Kugler, J. Fröschl, H. Fendel
      Pages 41-42
    3. V. Unbehaun, G. Jung, E. Kidess
      Pages 53-53
  6. Referat IIa

    1. A. Mitscherlich
      Pages 61-75
  7. Referat IIb

  8. Vorträge zum Thema

  9. Referat IIIa

  10. Referat IIIb

  11. Referat IIIc

  12. Referat IIId

  13. Vorträge zum Thema

About these proceedings

Introduction

1. Die Verwendung von Ovulationshemmern in der ärztlichen Praxis fordert neben genauer Kenntnis der pharmakodynamischen und psycho­ logischen Wirkungen und Nebenwirkungen den Arzt zu einer Stellung­ nahme und Entscheidung in ethischen Fragen heraus. 2. Der Arzt, der aus weltanschaulichen Gründen die Verordnung von Ovulationshemmern verweigert, ohne die philosophischen und theologi­ schen Hintergründe seiner Haltung genauer untersucht zu haben, ver­ fehlt seine ärztliche Aufgabe ebenso wie der Arzt, der Ovulationshemmer ohne genaue Sachkenntnis der oben genannten drei Erfahrungsbereiche leichtfertig verabfolgt. 3. Die Gründe der Moraltheologie, die zur Ablehnung der Ovulations­ hemmer führten, wurzeln in der Vermischung von antikem, teils mytho­ logischem Gedankengut mit einer von der Eschatologie her geprägten Religiösität der Urgemeinde. Die Reglementierung des Geschlechts­ lebens auf dieser Basis beruht demnach auf ideologisch überfremdetem christlichem Gedankengut. Eine zeitgemäße theologische Ethik muß frei sein von jeglicher Diffamierung des menschlichen Sexualtriebes. 4. Eine antikonzeptionelle Methode kann weder sittlich gut noch sittlich böse sein. Auf keinen Fall aber kann die eine Methode (Knaus­ Ogino) sittlich gut und die andere sittlich schlecht sein, denn in ihrer Intentionalität, die letzten Endes für den Akt sittlichen Handeins ent­ scheidend ist, sind sie alle gleich. 5. Ethische Normen für ärztliches Handeln können nicht aus ontischen Strukturen abgelesen werden, sondern nur aus der perichoren Verflochtenheit der pathischen Kategorie mit der ontischen, wie es V. v. WEIZSÄCKER in seiner medizinischen Anthropologie darzustellen versuchte.

Keywords

Diagnose Diagnostik Embryo Empfängnis Fehlgeburt Frauenheilkunde Geburt Geburtshilfe Gynäkologie Kontrazeption Therapie Tumor Untersuchung Uterus Vagina

Authors and affiliations

  • H. Kirchhoff
    • 1
  • K. Thomsen
    • 2
  1. 1.GöttingenDeutschland
  2. 2.HamburgDeutschland

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-662-30526-3
  • Copyright Information J.F. Bergmann-Verlag München 1969
  • Publisher Name J.F. Bergmann-Verlag, Munich
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-662-30527-0
  • Online ISBN 978-3-662-30526-3
  • Buy this book on publisher's site
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