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EU-Russland-Beziehungen Russland

  • Stefan MeisterEmail author
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Zusammenfassung

Die Russland-Politik der Europäischen Union (EU) nach dem Ende des Kalten Krieges zielte darauf, innere Reformen sowie eine Modernisierung des Landes zu unterstützen und dessen Integration mit der EU zu fördern. Diese Politik ist gescheitert; für Moskau ist die EU kein Modell mehr, sondern im Moment eher ein strategischer Gegner. Trotz enger wirtschaftlicher und energiepolitischer Interdependenz gibt es eine geo- und sicherheitspolitische Konkurrenz zwischen der EU und Russland. Das auf die EU-Ebene übertragene deutsche Modell eines politischen Wandels durch ökonomische Annäherung hat nicht zu regionaler Sicherheit und Stabilität geführt. Mit dem Ukraine-Konflikt hat sich die Russland-Politik der EU von Transformationshilfe hin zu Selbstschutz gewandelt. Russland ist bereit, zum Erhalt seiner Einflusssphäre militärisch in der gemeinsamen Nachbarschaft einzugreifen. Damit einher geht ein Paradigmenwechsel in den EU-Russland-Beziehungen weg von einer Dominanz der Wirtschaft über die Politik hin zu einer Versicherheitlichung aller Bereiche.

Schlüsselwörter

Eurasische Wirtschaftsunion Europäische Nachbarschaftspolitik Europäische Sicherheitsordnung Geopolitik Russland-Ukraine-Konflikt 

Weiterführende Literatur und Dokumente

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Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Heinrich Böll StiftungTiflisGeorgien

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