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Konzeption der empirischen Untersuchung

  • Thomas Hurlebaus

Zusammenfassung

Die empirische Untersuchung basierte auf Experteninterviews an neun Krankenhäusern, die im Zeitraum von November 2001 bis Juni 2002 durchgeführt wurden. In Abschnitt 1 werden die Ziele der empirischen Untersuchung kurz zusammengefasst. Abschnitt 2 ist dem Untersuchungsdesign der Studie gewidmet.

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Literatur

  1. 1.
    Siehe zur Technik des Experteninterviews LIEBOLD/TRINCZEK (Experteninterview) 2002, MEUSERNAGEL (Expertlnneninterviews) 1991 sowie zu einer Systematisierung alternativer Leitfaden-Interviews FLICK (Forschung) 1999, S. 94 ff. Zum Konzept der Fallstudie vgl. EISENHARDT (Case) 1989, EISENHARDT (Case) 1991 und YIN (Case) 1994.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe Ausführungen auf S. 13.Google Scholar
  3. 3.
    Zur Forderung nach einer stärkeren Theorieorientierung in der empirischen Forschung der Betriebswirtschaftslehre siehe bspw. MARTIN (Forschung) 1989, S. 341 ff.Google Scholar
  4. 4.
    So geht bspw. die in der Soziologie populäre „grounded theory“ von einer induktiven Entwicklung der Theorien aus den Felddaten aus. Auf die Integration bereits bestehender Theorien wird weitgehend verzichtet. Siehe GLASER/STRAUSS (Grounded) 1971, S. 1 ff. und S. 46 f.Google Scholar
  5. 5.
    Zur empirischen Sozialforschung siehe LAMNEK (Qualitative) 1995, LAMNEK (Sozialforschung) 1995 und STRAUSS (Sozialforschung) 1991.Google Scholar
  6. 6.
    Die parallele Entwicklung der theoretischen und empirischen Arbeit spiegelt sich auch in den jeweiligen Schwerpunkten während der Erstellung der Arbeit wieder. Während von Februar 2000 bis Oktober 2001 vorwiegend theoretische Entwicklungen im Vordergrund standen, ist der darauf folgende Zeitraum bis zur Niederschrift der Arbeit durch die Interviewführung, Auswertung und Weiterentwicklung der theoretischen Gestaltungsaussagen geprägt.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe grundlegend zu entsprechenden Forschungsstrategien FLICK (Forschung) 1999, S. 239 ff., LAMNEK (Qualitative) 1995, S. 21 ff., STEINKE (Forschung) 2000 und YIN (Case) 1994, S. 32 ff.Google Scholar
  8. 8.
    Die verfolgten Strategien der Krankenhäuser konnten aufgrund mangelnder Verfügbarkeit entsprechender Informationen nicht als Basis der Auswahlentscheidung dienen. Auf der Basis des StrategieStruktur-Zusammenhangs kann allerdings von einer indirekten Berücksichtigung der Strategie gesprochen werden, da das Kompetenzsystem als Auswahlkriterium diente.Google Scholar
  9. 9.
    Zur Systematisierung der Versorgungsaufträge siehe Ausführungen auf S. 19 ff.Google Scholar
  10. 10.
    KOSIOL (Organisationsforschung) 1959, S. 97, bezeichnet dieses Kriterium als „organisatorisches Niveau“.Google Scholar
  11. 11.
    Diese Vorgehensweise ist am Grundkonzept des „theoretical sampling“ angelehnt. Während beim „statistical sampling” auf der Basis der Testtheorie mit Hilfe bekannter Parameter von der Stichprobe auf die Grundgesamtheit geschlossen und damit eine statistische Repräsentativität der Stichprobenergebnisse angestrebt wird, leiten beim „theoretical sampling“ bewusste Überlegungen die Auswahlentscheidung, die sich an den zu erfassenden Phänomenen orientieren. Beim „theoretical sampling” steht folglich nicht die Verteilung der Merkmale der Grundgesamtheit, sondern eine grundlegende Typologisierung im Vordergrund. Die Anzahl der systematisierten Krankenhäuser wird in Anlehnung an das Konzept der „theoretical saturation“ so festgesetzt, dass eine hinreichende Datenmenge in dem Sinne generiert wird, dass zusätzliche Befragungen an anderen Krankenhäusern zu keinen neuen Erkenntnissen führen. Siehe FLICK (Forschung) 1999, S. 78 ff, GLASER/STRAUSS (Grounded) 1971, S. 45 ff. und S. 61 f., sowie LAMNEK (Sozialforschung) 1995, S. 22.Google Scholar
  12. 12.
    Die Daten sind aus den entsprechenden Jahresberichten der untersuchten Krankenhäuser entnommen.Google Scholar
  13. 13.
    Experten werden nach dem hier zugrunde liegenden Verständnis über ihr Wissen definiert, das sich in der hierarchischen Position und der ausgefüllten Funktion manifestiert. So stellen MEUSER/NAGEL (Expertenwissen), 1994, S. 180 fest: „Das entsprechende Expertenwissen resultiert aus der praktischen Wahrnehmung von bestimmten Funktionen; insofern ist es spezialisiertes Sonderwissen. Und es ist nur solchen Personen verfügbar, die diese spezifischen Funktion innehaben bzw. einmal innehatten, eventuell noch denjenigen, die sich im Dunstkreis der Funktionsträger bewegen.“Google Scholar
  14. 14.
    Quantitative Forschungsansätze, die insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren prägend waren und mit dem situativen Ansatz der Organisationstheorie ihre Weiterentwicklung fanden, werden dem Forschungsanliegen nicht vollständig gerecht. Zur Verbreitung und Anwendung der qualitativen Methode in der Organisationsforschung siehe STRODTHOLZ/KOHL (Organisationsforschung) 2002.Google Scholar
  15. 15.
    Siehe zum Konzept der Argumentationsrationalität grundlegend V. WERDER (Argumentationsrationa lität) 1994 und zu einer kurzen Zusammenfassung V. WERDER (Begründung) 1998.Google Scholar
  16. 16.
    Nach dem Kriterium der Validität ist sicherzustellen, dass die Untersuchung selbst dem theoretisch gemeinten Objektbereich entspricht. Nach dem Kriterium der Reliabilität sollen wiederholte Untersuchungen — nach dem gleichen Design — zu denselben Ergebnissen führen. Siehe zu den Gütekriterien der Testtheorie DIEKMANN (Sozialforschung) 2001. Ohne den weiteren Ausführungen vorwegzugreifen, liegt das Hauptproblem der empirischen Organisationsforschung in der Reliablität, da die Ergebnisse im hohen Maße durch die situativen Bedingungen im Erhebungszeitpunkt geprägt sind, die sich im Zeitablauf ändern. Eine spätere Untersuchung führt damit zwangsläufig zu anderen Ergebnissen.Google Scholar
  17. 17.
    Siehe LAMNEK (Sozialforschung) 1995, S. 6. Als Methoden kommen sowohl quantitative als auch qualitative, als Techniken Interviews, Inhaltsanalyse von Dokumenten, teilnehmende Beobachtung usw. in Frage.Google Scholar
  18. 18.
    Zu standardisierten, halbstandardisierten und nicht standardisierten Interviews siehe LAMNEK (Sozialforschung) 1995, S. 39 ff.Google Scholar
  19. 19.
    Die Anonymität wird dadurch gesichert, dass zum einen die grundlegenden Merkmale der Krankenhäu ser verschlüsselt werden (Tab. 5 auf S. 340, Abb. 73 auf S. 348, Abb. 74 auf S. 353, Abb. 75 auf S. 354 und Abb. 76 auf S. 364), zum anderen von den ausgewerteten Expertenaussagen kein Rückschluss auf die Interviewpartner möglich istGoogle Scholar
  20. 20.
    Zur Transkription siehe grundlegend KOWAL/O’CONNELL (Transkription) 2000Google Scholar
  21. 21.
    Dieses Verfahren wird in der qualitativen Sozialforschung auch als kommunikative Validierung bezeichnet. Vgl. MAYRING (Sozialforschung) 1990, S. 105 f. Rund 43 Prozent der ursprünglichen Interviewprotokolle konnten aufgrund der zahlreich eingegangenen Anmerkungen angepasst werden.Google Scholar
  22. 22.
    Die ursprüngliche Seitenzahl pro Fallstudie betrug rund 90 Seiten, die sich aus den genehmigten Interviewprotokollen, den transkribierten Interviews sowie sonstigen Aufzeichnungen je Krankenhaus zusammensetzten.Google Scholar
  23. 23.
    Zur Kodierung in der qualitativen Sozialforschung siehe STRAUSS (Sozialforschung) 1991, S. 94 ff.Google Scholar
  24. 24.
    Siehe zur komparativen Vorgehensweise bei der Fallstudienauswertung EISENHARDT (Case) 1989, S. 539 ff., und YIN (Case) 1994, S. 106 ff.Google Scholar
  25. 25.
    Die Aussagen werden mit Verweis auf den Interviewpartner und der entsprechenden Seitenzahl in der Fallstudie wiedergegeben. Der Interviewpartner wird mit dem Bezeichnung des Krankenhauses (A-I) und der Bezeichnung der Berufsgruppe (1–4) wiedergegeben, wobei „1“ die ärztliche Berufsgruppe, „2” die pflegerische, „3“ die kaufmännische und „4” die sonstigen Berufsgruppen kennzeichnet. Der Verweis „Al auf S. 10“ bzw. „(Al, S. I0)” bspw. bedeutet, dass die Aussage in der Fallstudie des Krankenhauses A beim ärztlichen Interviewprotokoll auf der Seite 10 enthalten ist.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Thomas Hurlebaus

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