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Einleitung

  • Christoph Emminghaus
Chapter

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion politischer Parteien in nicht konsolidierten Demokratien Afrikas und fragt umgekehrt nach der Reichweite der internationalen Parteienforschung für den afrikanischen Kontext. Obgleich die Analyse politischer Parteien und Parteiensysteme zum Kern politikwissenschaftlicher Forschung gehört, trägt die Arbeit über weite Strekken einen explorativen Charakter. Diese Diskrepanz resultiert direkt aus der regionalen Spezifizierung auf Afrika. So hat die internationale Parteienforschung die dortigen Entwicklungen bislang lediglich am Rande rezipiert. Ihre zentralen Theorien, Typologien und Definitionen wurden weder unter Berücksichtigung afrikanischer Parteiensysteme entwickelt noch nachträglich auf ihre Reichweite für diesen Kontext hin getestet. Auch das erste Interesse der Afrikaforschung an politischen Parteien währte nur kurz. Nachdem die Unabhängigkeit zahlreicher afrikanischer Staaten von einem Forschungshöhepunkt begleitet wurde, hat das Interesse an politischer Repräsentation in Afrika mit dem Aufkommen von Einparteisystemen und Militärherrschaften deutlich nachgelassen. Auch der Wiederaufstieg von Mehrparteiensystemen in den Neunzigerjahren hat bislang keine Renaissance der Parteienforschung zu Afrika ausgelöst. Indem in dieser Arbeit versucht wird, die Entwicklung und Funktionen afrikanischer Parteiensysteme aus der internationalen Parteienforschung heraus zu erklären, wird dieses Spannungsverhältnis aufgegriffen. In diesem Sinne versteht sich die Arbeit als exemplarische Analyse der Reichweite politikwissenschaftlicher Theoriebildung für den afrikanischen Kontext.

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Christoph Emminghaus
    • 1
  1. 1.HamburgDeutschland

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