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Forschungslinien

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Part of the DUV : Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Die Gerontologie untersucht, was sich im Leben alter Menschen ändert. 1903 führt Metchnikoff den Begriff als „study of aging“ oder „scientific study of old age“ ein (Metchnikoff 1903, 297f.). Dennoch fehlt bis heute eine exakte Grenzziehung (Achenbaum, Levin 1989). Wissenschaftler verschiedenster Provinienz haben sich der Alters- wie Alternsproblematik angenommen. Im Zeitverlauf setzten sie unterschiedliche Schwerpunkte. Auch aktuelle Gegenstandsbestimmungen kennzeichnen die Interdisziplinarität des Fachs. „Gerontologie beschäftigt sich mit der Beschreibung, Erklärung und Modifikation von körperlichen, psychischen, sozialen, historischen und kulturellen Aspekten des Alterns und des Alters, einschließlich der Analyse von alternsrelevanten und alternskonstituierenden Umwelten und sozialen Institutionen.“ (Baltes, Baltes 1992, 8; Kastenbaum 1987, 288).

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Literatur

  1. 2.
    Der Umweltbegriff wird hier in einem systemtheoretischen Sinne verwandt und bezieht sich sowohl auf physiologische, psychologische als auch auf die soziale Umwelt des handelnden Akteurs.Google Scholar
  2. 3.
    Wohlwill (1973, 204ff.) unterscheidet zwischen den Modelltypen “synchronous progression”, “horizontal declage, convergent”, “horizontal declage, divergent”, “reciprocal interaction” und “disequilibration-stabilization”, deren Entwicklungsabfolge zunehmend deterministische Zusammen¬hänge einschränkt und im letzten Fall lediglich probabilistisch modelliert ist.Google Scholar
  3. 4.
    Das Konzept der pragmatischen auch als synthetisch bezeichneten Intelligenz bietet durchaus An-knüpfungspunkte zu den qualitativen Intelligenzstadien: „We hope that the forceful consideration of synthesized intelligence will permit us increasingly to understand those aspects of adult intellectual functioning that scholars such as Erikson, Gruber, Labouvie-Vief and Dörner see as related to the highest forms of intellectual maturity and productivity.“ ( Dittmann-Kohli, Baltes 1990, 58 ).Google Scholar
  4. 5.
    Interessant dazu auch die Beiträge eines Symposiums über gerontologische Theorie 1993Google Scholar
  5. 6.
    Revisiting the Kansas City Study of Adult Life: Roots of the Disengagement Model in Social Ge-rontology“ in: The Gerontologist, 34, 753ff..Google Scholar
  6. 7.
    Kohorte ist definiert als „aggregate of individuals who were born (or who entered a particular s y-stem) in the same time interval and who age together“ (Riley, Johnson, Foner 1972, 9).Google Scholar
  7. 8.
    Bei dem Längsschnittdesign einer Kohortenanalyse unterscheidet man zwischen einem Intra-und einem Inter-Kohorten-Vergleich. Bei ersterem sind die untersuchten Versuchspersonen zu verschie¬denen Meßzeitpunkten dieselben. Beim Inter-Kohorten-Vergleich werden hingegen Mitglieder ver¬schiedener Kohorten untersucht, die aber zu den jeweiligen Meßzeitpunkten den gleichen zeitlichen Abstand zu dem die Kohorte definierenden Ereignis haben.“ (Schnell, Hill, Esser 1992, 262f.).Google Scholar
  8. 9.
    Die soziologische Lebenslaufforschung, im folgenden werden Lebenslauf und Lebensverlauf syn¬onym verwendet, ist von dem psychologischen Konzept der Lebensspanne folgendermaßen abzugren¬zen: “Life span refers to duration of life; life-span characteristics are closely related to age and largely invariant across time and place. In contrast, the life course reflects the intersection of social and hist o¬rical factors with personal biography.” (George 1993, 358).Google Scholar
  9. 10.
    Diese begriffliche Trennlinie ist zwar weder theoretisch noch empirisch konsequent zu ziehen, denn der individuelle Akteur als analytische Einheit der Lebenslauf-wie der Biografieforschung re¬flektiert sowohl objektive als auch subjektive Einflußgrößen.Google Scholar
  10. 11.
    Genauere Ausführungen zum statistischen Modell in Teil B Kapitel II. 2.1.1.Google Scholar
  11. 12.
    Wir wollen von einer „Klasse“ reden, wo 1. einer Mehrzahl von Menschen eine spezifische ur¬sächliche Komponente ihrer Lebenschancen gemeinsam ist, soweit 2. diese Komponente lediglich durch ökonomische Güterbesitz-und Erwerbsinteressen und zwar 3. unter der Bedingung des (Güter¬oder Arbeits-)Markts dargestellt wird („Klassenlage”). Es ist die allerelementarste ökonomische Tat¬sache, daß die Art, wie die Verfügung über sachlichen Besitz innerhalb einer sich auf dem Markt zum Zweck des Tauschs begegnenden und konkurrierenden Menschenvielheit verteilt ist, schon für sich allein spezifische Lebenschancen schafft. (…) „Besitz“ und „Besitzlosigkeit” sind daher die Grun d¬kategorien aller Klassenlagen.” (Weber 1922/1985, 531f.).Google Scholar
  12. 13.
    Max Webers Ausführungen zum Stand und zur Lebensführung dienen allen Lebensstilforscher als klassische Vorlage.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1998

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