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Trauma, Zeit und Erzählung

Zur filmischen Repräsentation KZ-Überlebender
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Zusammenfassung

Gegen Ende seines Holocaust-Films wechselt Steven Spielberg in die Jetztzeit hinüber, wo die authentischen Schindler-Juden neben ihre Darsteller treten und sich alle am Grab von Oskar Schindler versammeln, um seiner zu gedenken. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wurden, als das Epos in den Kinos lief, Millionen von Zuschauern von ihren Emotionen überwältigt. Hollywood hatte wieder einmal gesiegt. Die Tränen flossen — nicht zuletzt, weil die erzählte Geschichte durch den Übergang ins Dokumentarische mit dem Authentizitätsprädikat geadelt wurde. Es gibt sie also auch in Wirklichkeit, die glücklich Geretteten, sie haben Kinder und Kindeskinder gezeugt. Die Nachkommenschaft sei inzwischen auf sechstausend angewachsen, rechnet der Film vor. Zweitausend mehr, als heute in Polen leben.

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Literatur

  1. 7.
    Vgl. Leo Eitinger: KZ-Haft und psychische Traumatisierung, in: Psyche, 44. Jg. (1990), S. 118–132.Google Scholar
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    In Israel wurde den Überlebenden materiell geholfen, doch die Abwehr vor der Konfrontation mit der Holocaust-Erfahrung auf seiten der Gesellschaft, der Psychiater und Psychoanalytiker behinderte die Erkenntnis, daß Traumatisierung und Lagererfahrung zusammengehören (vgl. Zahava Solomon: Jüdische Überlebende in Israel und im Ausland, in: Mittelweg 36, Heft 2/1996, S. 23–37).Google Scholar
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    Vgl. Theodor W. Adorno: Negative Dialektik, in: ders.: Gesammelte Schriften, Bd. 6, Frankfurt/M. 1973, S. 7–412, hier: S. 359.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1999

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