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Resümee

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Part of the Sozialwissenschaftliche Studien book series (SWS, volume 38)

Zusammenfassung

Jungen stellten in den ersten Jahrzehnten der Zwangs- und Fürsorgeerziehung den größten Teil der Fürsorgezöglinge — dieser Umstand hat den Blick auf die Mädchen oftmals verstellt und sie zu einem Nebenthema in der Geschichte der Jugendfürsorge gemacht. Das wird der Bedeutung der Mädchenfürsorge nicht gerecht. In zentralen Fragen war sie der Fürsorge für männliche Jugendliche ein Stück voraus: Sie hatte mit den Klöstern zum Guten Hirten und den Magdalenien ältere Wurzeln, sie kämpfte vehementer für die Aufnahme auch älterer Jugendlicher, sie zeigte sich offener für psychiatrische Debatten und sie verfügte über mehr und besser ausgebildetes Personal. Eine geschlechtsspezifische Perspektive auf die Geschichte der Jugendfürsorge zeigt, dass das ‚Andere’ der Mädchenfürsorge von großem Einfluss auch auf die Jungenfürsorge war und manche ihrer Entwicklungen beschleunigen half. Vor allem in der Frage der Erziehbarkeit und Schutzbedürftigkeit männlicher Jugendlicher hatten die Verweise auf die Erfahrungen mit weiblichen Jugendlichen in den Magdalenien und Klöstern viel bewirkt.

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Referenzen

  1. 1.
    Gräser, S. 163.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

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