Advertisement

Die gegenwärtige Lage der Soziologie und ihre Aufgaben

  • Georges Gurvitch

Zusammenfassung

Die Soziologie ist eine Wissenschaft, die Sprünge macht oder zumindest bei jeder sozialen Krise von einiger Bedeutung Schwankungen unterliegt. Ihre kurze Geschichte lehrt uns dies. Entstanden im Milieu des 19. Jahrhunderts, „des großen ökonomischen, sozialen und geistigen Durcheinanders“ (Comte), das diese nach- und zugleich vorrevolutionäre Epoche charakterisiert, verdankt sie ihre Entstehung nicht allein ihrem offiziellen Vater — Auguste Comte —, sondern gleicherweise seinen beiden großen Gegnern: Proudhon und Marx. Diese drei Gründer der Soziologie setzen darüber hinaus, jeder auf seine Weise, die Bemühungen ihres gemeinsamen Lehrers: Saint-Simon, fort.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. bezüglich der „Reziprozität der Perspektiven“ und der jedem psychischen Phänomen eigentümlichen Spannung zwischen den drei unzertrennlichen Polen des Ich, des Anderen und des Wir meine Schriften: Is the Antithesis of moral Man and immoral Society true?, in: The Philosophical Review, Nr. 52 (November 1943), S. 533–552; Control Social, in: La Sociologie au Vingtième Siècle, hrsg. von Georges Gurvitch & Wilbert E. Moore, Paris 1947, Chap. X; Mass, community, communion, in: Journal of Philosophy, Bd. XXXVIII (1941), S. 485–495, und am ausführlichsten in meinem Buche La Vocation Actuelle de la Sociologie, Paris 1950, S.23–37, 88–95, 112–171.Google Scholar
  2. 2.
    Siehe: Industrialisation et Technocratie, Travaux de la Première Semaine Sociologique, publiés sous la direction de Georges Gurvitch (ed.Armand Colin), Paris 1949; siehe auch mein Buch La Déclaration des Droits Sociaux, Paris 1946, S. 48–57 und meinen Aufsatz Democracy as a Sociological Problem, in: Journal of Legal and Political Sociology, 1942, No.1–2, S.46–71.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. meine ausführlichere Darstellung in La Vocation Actuelle de la Sociologie, Paris 1950, S. 74–81, und ebd. 60–62; zur Bibliographie siehe Fußnote 1, S. 75, daselbst.Google Scholar
  4. 4.
    Siehe meine Übersicht: La Sociologie de la Connaissance, in: L’Année Sociologique, IIIme série, Band I, 1948/49, S. 463–486.Google Scholar
  5. 5.
    Siehe darüber: Sociometry in France and the United States, A Symposion, edited by Georges Gurvitch, New York 1950.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. dazu das zusammenfassende Kapitel III meines Buches: La Vocation actuelle de la Sociologie, „L’Echelle Microsociologique“, S. 98–235.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe dazu: La Vocation Actuelle de la Sociologie, S. 9 ff. und 269–348; vgl. auch in meinen Werken „Eléments de Sociologie Juridique“, Paris 1940, die Seiten 141–242, und „Sociology of Law“, New York and London 1942, die Seiten 199–303.Google Scholar
  8. 8.
    Dieses ist in zwei in Vorbereitung befindlichen Schriften besonders klar herausgestellt: „Les Déterminismes Sociaux et la Liberté Humaine“ und „L’Empirisme Dialectique“.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1951

Authors and Affiliations

  • Georges Gurvitch

There are no affiliations available

Personalised recommendations