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Zusammenfassung

Die Bemühungen um europäische Haftungsregeln für Umweltschäden waren einem Wandel unterworfen. Während sich frühe Ansätze lediglich auf Spezialrisiken und damit auf Haftungsregeln für spezifische, abgegrenzte Umweltschäden bezogen, zeigt sich nunmehr, daß die Europäische Union auf ein umfassendes europäisches Umwelthaftungsrecht abzielt. Dieser Haftungsansatz wirft Probleme auf, die bei Haftungsregeln für bestimmte abgegrenzte Umweltrisiken weitgehend unbeachtet bleiben können. Wird die Haftpflicht nicht auf punktuelle Umweltrisiken begrenzt, so erstrecken sich die Ersatzpflichten notwendigerweise auch auf die Folgen solcher umweltgefährdender Aktivitäten, die bereits durch die bestehende Umweltpolitik gesteuert werden. Das primäre Instrument der europäischen Umweltpolitik ist die Umweltauflagen. Um die Möglichkeiten abzuschätzen, das Umwelthaftungsrecht als europäisches umweltpolitisches Instrument einzusetzen, ist es daher notwendig, seine umweltpolitischen Eigenschaften nicht isoliert, sondern im Kontext bereits bestehender Umweltauflagen zu bewerten. Die Kriterien, nach denen diese Bewertung vorgenommen werden muß, werden wiederum durch die besonderen Rahmenbedingungen in Europa vorgegeben. Als Ziele eines gemeinschaftlichen Umwelthaftungsrechts hat die Europäische Union einerseits die Effektivierung des Vollzugs des gemeinschaftlichen Umweltrechts und andererseits die Steigerung der Effizienz der europäischen Umweltpolitik definiert.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Univerisitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Petra Becker

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