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„Wo sind unsre Lieder, unsre alten Lieder?“ Vom Pfadfinderinnenbund zu den Waldeck-Festivals

  • Irmgard Klönne

Zusammenfassung

Es wird im Frühling 1948 gewesen sein, außer Atem kam ich in die Pforte des Alsterdorfer Krankenhauses in Hamburg gelaufen. Eines der vielen Kinder, mit denen ich täglich zusammen spielte, hatte mich nach längerer Suche endlich gefunden, aufgeregt wegen der verstrichenen Zeit hatte es mich aufgefordert, so schnell ich könne, in die Pforte zu laufen: eine uns unbekannte Frau wünsche unbedingt mit mir zu sprechen. Die Spielgefilde, in denen sich unsere gemischte Kindergesellschaft umhertrieb, waren nicht mit einem Blick zu übersehen, auch wenn sie für uns etwa Sechs- bis Elfjährige einen geographisch und auch sozial-kulturell klar strukturierten Kosmos darstellten. Nicht immer war klar, wer mit wem gerade was spielte und wo diese Gruppe sich die Zeit vertrieb. Auf dem großen Hofgelände, das zu dem Haus gehörte, in dem ich wohnte, waren nur bestimmte Spiele zu spielen, etwa „Kippel-Kappel“, „Ich erkläre den Krieg“ oder auch Hinkespiele und „Räucherlaterne“. Zu anderen Spielen verabredeten wir uns auf einem der nahegelegenen Trümmergrundstücke oder in den dazugehörigen unbewohnten Gärten. Oder wir streunten auf den baumbestandenen Wegen zur Gärtnerei, spielten auch in fest umschriebenen Gebüschen oder im „Tannenwäldchen“.

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Irmgard Klönne

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