Handbuch Jugend und Musik

  • Editors
  • Dieter Baacke

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-7
  2. Die Welt der Musik und die Jugend Eine Einleitung

  3. Kultur, Ausdruck, Tanz, Umgreifendes

    1. Front Matter
      Pages 27-27
    2. Ansgar Jerrentrup
      Pages 59-91
  4. Klassische Musik, Laienmusik

    1. Front Matter
      Pages 115-115
    2. Hans Günther Bastian
      Pages 117-153
    3. Hans-Walter Berg
      Pages 155-172
  5. Vom Wandervogel bis zu alternativen Labels: Jugendszenen — Musikszenen

    1. Front Matter
      Pages 193-193
    2. Sven Kommer
      Pages 195-216
    3. Elke Nolteernsting
      Pages 275-292
    4. Frank Werner
      Pages 305-315
    5. Horst Königstein
      Pages 317-337
  6. Aspekte der Rezeption

    1. Front Matter
      Pages 339-339

About this book

Introduction

11 Eine Subjektivierung des Musikerlebnisses bringt dann die Neuzeit mit sich. Musik er­ freut nach Descartes, wenn ihre mathematische Struktur für den Sinn klar erkennbar ist, ohne einförmig zu sein. Zweck der Musik ist eigentlich die Sinnesfreude, die freilich eine Form mathematischer Erkenntnis (zugleich) ist. Erst mit der Erstehung der Kunstphiloso­ phie und Ästhetik, endgültig im 18. Jahrhundert, gerät Musik in einen neuen Zusammen­ hang. Nun wechselt sie aus dem Bereich der artes liberales, also dem der Wissenschaft und ontologischen Rationalität, in den Kreis der schönen Künste über und wird damit zu einem primär oder ausschließlich ästhetischen Phänomen. Nun wird sie zum Produkt des unbe­ wußt schaffenden Genies. Die bildende Kunst ahmt eher die äußere sichtbare Natur und der Menschen nach; die unsichtbare, innere Natur des Menschen, Gemüt und Leidenschaften, sind nun Inhalt musikalischen Ausdrucks. Damit gehört Musik auch nicht mehr den nach­ ahmenden Künsten an und konstituiert sich als Ausdruckskunst: "Als ihr Gehalt erweisen sich bald nicht mehr die tabellarisch erfaBten bestimmten Affekte, sondern das viel weitere Feld der Empfindungen. Diese werden von der Empfindungstheorie der Leibniz-Schule als ein Kontinuum klarer, aber verworrener Vorstellungen beschrieben (clara et confusa re­ praesentatio)" (ebd. , S. 250). In der Aufklärung zum Ausdrucksorgan der Subjektivität geworden, wird Musik in der Romantik über das Gefühl als Ahnung und Gegenwart des Absoluten interpretiert: Die Seele weitet sich. Diese zwar wirkungsvolle Unbestimmtheit wirft das Problem der Form-Inhalt-Beziehung auf.

Keywords

Erziehung Generation Gesellschaft Interaktive Medien Jugend Jugendkultur Jugendliche Kinder Kultur Musik Schule Sozialismus Sozialpädagogik Struktur Vernunft

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-97331-3
  • Copyright Information VS Verlag für Sozialwissenschaften | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, Wiesbaden 1997
  • Publisher Name VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-8100-1543-3
  • Online ISBN 978-3-322-97331-3
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