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Die Referenda zum Vertrag von Maastricht. Politikmanagement und Legitimation im Europäischen Integrationsprozeß

  • Wolfgang Luthardt
Part of the Zeitschrift für Parlamentsfragen book series (ZPARLS)

Zusammenfassung

Im vorliegenden Beitrag1 geht es um die Referenda, die im Umfeld der Ratifizierung des Vertrages von Maastricht in den Jahren 1992 und 1993 stattgefunden haben2. Des weiteren werden ebenfalls die Referenda beschrieben, die im Jahre 1994 im Rahmen der Erweiterung der Europäischen Union in Österreich, Finnland, Schweden und in Norwegen durchgeführt worden sind. Analytisch beinhaltet der Vertrag von Maastricht eine Strategie, in deren Zentrum die Schlüsselbegriffe Erweiterung und Vertiefung des EG-Integrationsprozesses stehen: Diese Begriffe bilden eine Art „Zauberformel“3, die seit Beginn der sechziger Jahre in der EG-Integrations-Diskussion zirkuliert4. Diese Formel, das heißt ihre Implikationen und ihre Stoßrichtung haben vor allem in den Jahren 1992, 1993 und 1994 im europäischen Kontext für erhebliche Turbulenzen und Unsicherheiten gesorgt.

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Literatur

  1. 1.
    Der Aufsatz beruht mit auf Überlegungen, die der Verfasser im Rahmen des von Prof. Beate Kohler-Koch an der Universität Mannheim am Mannheimer Zentrum für Europäische Studien in Verbindung mit dem Institut für Europäische Politik, Bonn, am 26./27. November 1993 organisierten Arbeitstagung zum Thema,Europäische Integration` vorgetragen hat.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. ferner aus der Sicht des Verfassers: Wolfgang Luthardt, Direkte Demokratie und Europäische Integration. Institutionelle Angleichung zwischen Legitimation und Entscheidungsfindung, in: Schweizerisches Jahrbuch für Politische Wissenschaft, Bd. 32, 1992, Bern 1992, S. 185–204; ders., European Integration and Referendums: Analytical Considerations and Empirical Evidence, in: Alan W. Cafruny/Glenda G. Rosenthal (Hrsg.), The State of the European Community. Vol. 2. The Maastricht Debate and Beyond, Boulder, Colorado 1993, S. 53–71; ders., European Integration and Referendums, in: Thomas Ellwein/Dieter Grimm/Joachim Jens Hesse/Gunnar Folke Schuppert (Hrsg.), Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft, Bd. 6, Baden-Baden 1993/94, S. 209–233.Google Scholar
  3. 3.
    Beate Kohler-Koch, Optionen deutscher Politik in einer veränderten internationalen Umwelt, in: Beate Kohler-Koch (Hrsg.), Staat und Demokratie in Europa, Opladen 1992. S. 47–69, S. 59.Google Scholar
  4. 4.
    In integrationshistorischer Perspektive läßt sich beobachten, daß bisher jedwede Erweiterung bzw. Vertiefung der EG auf teilweise erheblichen Widerstand in den EG-Mitgliedsländern gestoßen ist. „Each time that enlargement of the EC has become an issue… existing members have had to ask themselves whether extension exacted the price of either curtailed ambitions for further integration or even dilution“, Helen Wallace, Widening and Deepening. The EC and the New European Agenda, London 1989, S. V; vgl. auch Wolfgang Wessels, Erweiterung, Vertiefung, Verkleinerung. Vitale Fragen für die Europäische Union, in: Europa-Archiv, Heft 10, 1993, S. 308–316. Dieser Sachverhalt müßte an sich analytisch und empirisch dazu führen, differenzierter an die jeweiligen politischen Turbulenzen heranzugehen.Google Scholar
  5. 5.
    Zur systematischen Einordnung der EG-Referenda in den weiteren referendumsdemokratischen Kontext vgl. Wolfgang Luthardt, Direkte Demokratie: Ein Vergleich in Westeuropa, Baden-Baden 1994. Ferner vor allem auch aus rechtswissenschaftlicher Sicht die Arbeit von Karsten Bugiel, Volkswille und repräsentative Entscheidung, Baden-Baden 1991.Google Scholar
  6. 6.
    Roger Morgan, Das neue Deutschland in der Europäischen Gemeinschaft, in: Wolfgang Heisenberg (Hrsg.), Die Vereinigung Deutschlands in europäischer Perspektive, Baden-Baden 1992, S. 83–98, S. 87, charakterisiert das — auf die Politische Union — bezogene Problem so: Insge-samt läuft dieses Programm „auf ein,maximalistisches` Projekt für die Zukunft hinaus. Dieses weitreichende Programm wird mit größter Wahrscheinlichkeit nicht in toto von den Regierungskonferenzen gebilligt werden. Nach dem üblichen Widerstandsprozeß seitens einiger, wenn nicht aller Mitgliedstaaten… dürfte eine verwässerte Version der (…) Vorschläge zum Vorschein kommen“.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Adolf Kimmel, Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen: Grundrechte, Staatszielbestimmungen und Verfassungsstrukturen, in: Oscar W. Gabriel (Hrsg.), Die EG-Staaten im Vergleich, Opladen 1992, S. 23–49. Die Verfassungstexte der EG-Mitgliedstaaten sind abgedruckt in Adolf Kimmel (Hrsg.), Die Verfassungen der EG-Mitgliedstaaten. Textausgabe, München 1993 (3. Aufl.).Google Scholar
  8. 8.
    Diese Regelung lautet wie folgt: „Der Bund kann durch Gesetz Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen übertragen“.Google Scholar
  9. 9.
    Diese Regelung und ihre Praxis führte u.a. zur Schwächung der Länderkompetenzen und zu einem Politikphänomen, welches unter dem Begriff der,doppelten Politikverpflechtung` intensiv diskutiert wurde. Vgl. Fritz W. Scharpf Die Politikverpflechtungsfalle, in: Politische Vierteljahresschrift, Heft 2, 1985, S. 323–356; ders., Regionalisierung des europäischen Raumes, in: Ulrich v. Alemann/Rolf G. Heinze/Bodo Hombach (Hrsg.), Die Kraft der Region, Bonn 1990, S. 32–46; Rudolf Hrbek, Doppelte Politikverpflechtung. Deutscher Föderalismus und Europäische Integration, in: Rudolf Hrbek/Uwe Thaysen (Hrsg.), Die deutschen Länder und die Europäischen Gemeinschaften, Baden-Baden 1986, S. 17–36.Google Scholar
  10. 10.
    Der neue EG-Artikel 23 GG grenzt diese Möglichkeit nach wie vor nicht aus, sieht allerdings nunmehr vor, daß die deutschen Bundesländer in den Entscheidungsprozeß in verschiedener Weise einbezogen werden müssen, vgl. Wolfgang Fischer, Die Europäische Union im Grundgesetz: der neue Artikel 23, in: ZParl, 24. Jg. (1993), H. 1, S. 32–48; Udo Di Fabio, Der neue Artikel 23 des Grundgesetzes, in: Der Staat, Heft 2, 1993, S. 191–217.Google Scholar
  11. 11.
    Diese verfahrensrechtlich relevante Unterscheidung impliziert jedoch nicht, daß in der politischen Praxis abgehaltene konsultative Referenda in der Regel keine oder nur eine qualitativ untergeordnete politische Bindungswirkung und Legitimation zukommt. Konsultativen Referenda, die zum Beispiel auf nationalstaatlicher Ebene veranstaltet werden, kommt in der Regel die gleiche Bindungswirkung und Legitimation zu wie etwa institutionell vorgeschriebenen Referenda. Vgl. Luthardt, Direkte Demokratie, a.a.O. (Anm. 5).Google Scholar
  12. 12.
    Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 (Stand 1. April 1989), hrsg. von der Bundeskanzlei, Bern 1989, S. 37f.: „Der Beitritt zu Organisationen für kollektive Sicherheit oder zu supranationalen Gemeinschaften untersteht der Abstimmung des Volkes und der Stände“.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. Luzius Wildhaber, Das Schweizer Nein zu einer Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen, in: Europa-Archiv, Folge 15, 1986, S. 461–468.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Adrian Vatter, Der EWR-Entscheid: Kulturelle Identität, Rationales Kalkül oder struktureller Kontext?, in: Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, Heft 1, 1994, S. 15–42; Leonhard Neidhart, in: Neue Zürcher Zeitung, 6. Januar 1993, S. 15; Raimund E. Germann, in: Neue Zürcher Zeitung, 20. Januar 1993, S. 19; Martin Gollmer, in: EG-Magazin, Nr. 1–2, 1993, S. 51–53. Ferner den Beitrag von Silvano Möckli in diesem Band.Google Scholar
  15. 15.
    Ein typisches Beispiel hierfür war das 1975 unter dem damaligen Labour Premierminister Harold Wilson abgehaltene Referendum über die weitere Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Gemeinschaft gewesen. Vgl. ausführlich David Butler/Uwe Kitzinger, The 1975 Referendum, London 1976; Anthony King, Britain says Yes. The 1975 Referendum on the Common Market, Washington, D.C. 1977.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. hierzu Klaus Busch, Europa im Umbruch, Köln 1994 (3. Aufl.), der diese Problematik zutreffend analysiert hat.Google Scholar
  17. 17.
    Einschlägige Analysen und Einschätzungen finden sich u.a. bei: Otto Schmuck, Der Maastrichter Vertrag zur Europäischen Union, in: Europa-Archiv, Heft 4, 1992, S. 97–106; Wolfgang Wessels, Maastricht: Ergebnisse, Bewertungen und Langzeittrends, in: Integration, Heft 1, 1992, S. 2–16; Peter Bohley, Europäische Einheit, föderatives Prinzip und Währungsunion: Wurde in Maastricht der richtige Weg beschritten?, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 1/93, 1. Januar 1993, S. 34–45; Thomas Oppermann/Claus Dieter Classen, Europäische Union: Erfüllung des Grundgesetzes, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 28/29/93, 9. Juli 1993, S. 11–20; Klaus Busch, Maastrichter Vertrag, EWS-Krise und optimaler Wirtschaftsraum, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Heft 9, 1993, S. 532–543; Karl Eckhart Heinz, Die Europäische Union nach Maastricht, in: Ellwein/Grimm/Hesse/Schuppert (Hrsg.), Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft, Bd. 6, a.a.O., S. 33–53.Google Scholar
  18. 18.
    Lily Gardner Feldman, The EC in the international Arena: A new Activism?, in: Glennon J. Harrison (Hrsg.), Europe and the United States, Armonk, London 1994, S. 141–160, S. 141.Google Scholar
  19. 19.
    Überlegungen aus der Sicht des Präsidenten der EG-Kommission zu diesen Turbulenzen finden sich in: Jacques Delors, Entwicklungsperspektiven der Europäischen Gemeinschaft, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 1/93, 1. Januar 1993, S. 3–9; Jacques Delors, Das neue Europa, München, Wien 1993; Gespräch zwischen Jacques Delors, Pierre Hassner, Jacques Le Goff und Alain Touraine. Was ist eigentlich Europa?, in: Die Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, Heft 3, 1992, S. 246–255.Google Scholar
  20. 20.
    Was wird aus Europa — und wo liegen seine Grenzen? Mit Jacques Delors, dem Präsidenten der EG-Kommission, sprachen Christoph Bertram und Klaus-Peter Schmid, in: Die Zeit, 5. Juni 1992, S. 4–5.Google Scholar
  21. 21.
    Nicht umsonst tauchten in diesem Zusammenhang in der Diskussion Überlegungen und Mahnungen auf, die dezidiert vor den Gefahren einer möglichen neuen Sonderrolle der erweiterten Bundesrepublik warnten. Vgl. z.B. Edzard Reuter, Alle müssen an einem Strang ziehen, in: Die Zeit, 22. Januar 1993, S. 12: „Erst wenn dieses Werk (das Vertragswerk von Maastricht [Verf.]) endgültig gelungen ist, wird der geschichtliche Alpdruck von uns genommen sein, daß unser Land wieder seine eigenen Wege gehen könnte. Deutschland wird dann ein Land sein, das, bedingt durch seine wirtschaftliche, aber auch seine kulturelle Bedeutung, eine bestimmende Rolle in Europa spielt. Aber es wird ein Land sein, das nur gemeinsam mit starken und selbstbewußten Partnern handeln kann“.Google Scholar
  22. 22.
    Ernst-Otto Czempiel, Die Rolle Deutschlands in der neuen Welt(un)ordnung, in: Gewerkschaftliche Monatshefte, Heft 10, 1992, S. 613, argumentiert, daß auch in diesem Falle sich das deutsch-französische Verhältnis erneut als „Hauptantrieb der europäischen Integration“ erwiesen habe.Google Scholar
  23. 23.
    Zur Diskussion siehe z.B. Beate Kohler-Koch, Deutsche Einigung im Spannungsfeld internationaler Umbrüche, in: Politische Vierteljahresschrift, Heft 4, 1991, S. 605–620; Peter J. Katzenstein, Die Fesselung der deutschen Macht im internationalen System: der Einigungsprozeß 1989–90, in: Bernhard Blanke/Hellmut Wollmann (Hrsg.), Die Alte Bundesrepublik, Opladen 1991, S. 68–80.Google Scholar
  24. 24.
    Kohler-Koch, Optionen deutscher Politik in einer veränderten internationalen Umwelt, a.a.O., S. 59.Google Scholar
  25. 25.
    Bezogen auf die Referenda in Dänemark, Irland und Frankreich im Jahre 1992 meint David Buchan, Europe. The Strange Superpower, Aldershot, Brookfield 1993, S. 2, daß hinter diesen Referenden spezifische Faktoren angelegt seien, die wenig oder nichts mit dem Vertrag von Maastricht selbst zu tun haben würden: „Danish particularism over EC enviromental and social policy, Irish gratitude for EC aid, French ingratitude at recent EC agricultural policy reforms and the widespread unpopularity of President Mitterrand himself“.Google Scholar
  26. 26.
    Gian Enrico Rusconi, Was wird aus Europa? Los von Rom. Die Einheit muß aus den Nationen kommen, in: FAZ, 29. August 1992, S. 25.Google Scholar
  27. 27.
    Maria Eysell/Bernd Henningsen, Dänemark, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 43/92, 16. Oktober 1992, S. 3–11, S. 3–7; Karen Siune, The Danes Said NO to the Maastricht Treaty. The Danish EC Referendum of June 1992, in: Scandinavian Political Studies, Heft 1, 1993, S. 93–103; Anna Michalski/Helen Wallace, The European Community. The Challange of Enlargement, London 1992 (2. Aufl.), S. 67–71; Justin Morris/Juliet Lodge, Appendix: the referendums, in: Juliet Lodge (Hrsg.), The European Community and the Challange of the Future, London 1993 (2. Aufl.), S. 386–395; S. 386f.; Desmond Dinan, Ever Closer Union? An Introduction to the European Community, Houndsmill usw. 1994, S. 184f.Google Scholar
  28. 28.
    Nach Siune, The Danes Said NO, a.a.O., S. 94, S. 98f., war bei den beiden früheren Referenden das zentrale Thema maßgeblich die ökonomische Problematik gewesen. Die Botschaft des früheren Ministerpräsidenten Poul Schlüter bei der Kampagne von 1986: „The Political Union is stone-dead!“ war nach wie vor geläufig und wurde immer wieder in den Massenmedien zitiert. Das Vertragswerk von Maastricht sieht hingegen explizite mit der Forcierung der,Politischen Union’ eine Dimension vor, die sich faktisch qualitativ von der EEA unterscheidet.Google Scholar
  29. 30.
    Siune, The Danes said NO, a.a.O., S. 97f., meint, daß das am meisten entscheidende Argument bei den Gegnern der Verlust der dänischen Souveränität gewesen sei. Acht von zehn bevorzugten die,politische Freiheit’ zugunsten ökonomischer Vorteile, wenn sie gezwungen würden, zu wählen.Google Scholar
  30. 31.
    M. Donald Hancock/B. Guy Peters, The European Community, in: M. Donald Hancock u.a., Politics in Western Europe, Houndsmills, London 1993, S. 461–526; S. 468.Google Scholar
  31. 32.
    Die politische Kampagne fand vom Januar bis zum 2. Juni 1992 statt. Insbesondere in den Massenmedien und dem Fernsehen wurde intensiv über die verschiedenen Aspekte des Vertrages und seine Folgen für Dänemark diskutiert. Jedem dänischen Bürger wurde ferner zum Beispiel ein Exemplar der dänischen Übersetzung des Vertragstextes über die Postämter zugänglich gemacht. Vgl. Siune, The Danes said NO, a.a.O., S. 99.Google Scholar
  32. 33.
    EyselUHenningsen, Dänemark, a.a.O., S. 6.Google Scholar
  33. 34.
    So konnte die dänische Regierung eine option-out-Klausel in Bezug auf die mögliche Beteiligung an der Währungsunion und einer europäischen Militärpolitik sowie im Hinblick auf eine europäische Staatsbürgerschaft und eine EG-weite polizeiliche Zusammenarbeit erreichen. Vgl. zu den Ausnahmen und Abweichungen Morris/Lodge, Appendix: the referendums, a.a.O., S. 388–391.Google Scholar
  34. 35.
    Der neue dänische Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen erklärte dies so: „Das Wort,Union` stößt ab. Es bedeutet für viele eine große Distanz zwischen Kopenhagen und Brüssel“, Interview, in: Die Zeit, 14. Mai 1993, S. 7.Google Scholar
  35. 36.
    Vgl. Michalski/Wallace, The European Community, a.a.O., S. 71; Morris/Lodge, Appendix: the referendums, a.a.O., S. 392f.; Dinan, Ever Closer Union?, a.a.O., S. 185f.Google Scholar
  36. 37.
    Zum Kontext und zum Referendum vgl. Andrew Appleton, Maastricht and the French Party System: Domestic Implications of the Treaty Referendum, in: French Politics and Society, No. 4, 1992, S. 1–18; Francois G. Dreyfus, Letter from France. After the Referendum of 20 September, in: Government and Opposition, Heft 1, 1993, S. 82–86; Byron Criddle, The French Referendum on Maastricht, in: Parliamentary Affairs, Heft 2, 1993, S. 228–238; Alec Stone, Ratifying Maastricht: France Debates European Union, in: French Politics and Society, Heft 1, 1993, S. 70–88; Michalski/Wallace, The European Community, a.a.O., S. 71–74; Morris/Lodge, Appendix: the referendums, a.a.O., S. 393–395; Dinan, Ever Closer Union?, a.a.O., S. 186f.Google Scholar
  37. 38.
    Criddle, The French Referendum, a.a.O., S. 230.Google Scholar
  38. 39.
    Zur Debatte im Senat und zur Entscheidung des Verfassungsgerichts vgl. Appleton, Maastricht and the French Party System, a.a.O.Google Scholar
  39. 40.
    Vgl. Appleton, Maastricht and the French Party System, a.a.O.; Criddle, The French Referendum, a.a.O.; Dreyfus, Letter From France, a.a.O.Google Scholar
  40. 41.
    Vgl. Criddle, The French Referendum,a.a.O.; Dreyfus, Letter From France, a.a.O.; Appleton, Maastricht and the French Party System, a.a.O.Google Scholar
  41. 42.
    Herausragende Ausnahmen waren der Vorstandsvorsitzende des Automobil-Konzerns Peugeot, Jacques Calvet und Pierre Suard, der Vorstandsvorsitzende des Eisenbahn-und Fernmeldekonzerns Alcatel Alsthom, vgl. Ludwig Siegele, in: Die Zeit, 18. September 1992, S. 44.Google Scholar
  42. 43.
    Karl fetter, in: FAZ, 19. September 1992, S. 13.Google Scholar
  43. 44.
    Vgl. Johan P. Olsen, Modernization Programs in Perspective: Institutional Analysis of Organizational Change, in: Governance, Heft 2, 1991, S. 125–149; Johan R Olsen, Political Science and Organizational Theory, in: Roland Czada/Adrienne Windhof -Héritier (Hrsg.), Political Choice. Institutions, Rules and the Limits of Rationality, Frankfurt, Boulder 1991, S. 87–120; Johan P. Olsen, Analyzing Institutional Dynamics, in: Staatswissenschaften und Staatspraxis, Heft 2, 1992, S. 247–271.Google Scholar
  44. 45.
    Vgl. zum theoretischen Problem Fritz W. Scharpf, Versuch über Demokratie im verhandelnden Staat, in: Roland Czada/Manfred G. Schmidt (Hrsg.), Verhandlungsdemokratie, Interessenvermittlung, Regierbarkeit. Festschrift für Gerhard Lehmbruch, Opladen 1993, S. 25–50.Google Scholar
  45. 46.
    Fritz W. Scharpf, Legitimationsprobleme der Globalisierung. Regieren in Verhandlungssystemen, in: Carl Böhret/Göttrik Wewer (Hrsg.), Regieren im 21. Jahrhundert — zwischen Globalisierung und Regionalisierung. Festgabe für Hans-Hermann Hartwich zum 65. Geburtstag, Op-laden 1993, S. 165–185, S. 169.Google Scholar
  46. 47.
    Vgl. ausführlicher zu den seit 1972 erstmals stattgefundenen EG-Referenda meine in Anmerkung 2 aufgeführten Analysen. Vor dem Hintergrund dieser Analysen läßt sich die Bemerkung von Ralf Dahrendorf Europa im Herbst 1992. Betrachtungen über die notwendige Überprüfung des Projekts Europa, in: NZZ-Folio, Nr. 10, 1992, (Die EG — Modell und Wirklichkeit), S. 51–55, S. 51, daß das erste dänische Maastricht-Referendum vom Juni 1992 „einen unverhofften Stimmungsumschwung fast in ganz Europa in Gang“ setzte, nicht bestätigen.Google Scholar
  47. 48.
    Franz Urban Pappi, Konfliktlinien, in: Manfred G. Schmidt (Hrsg.), Die Westlichen Länder, München 1992, S. 191–199.Google Scholar
  48. 49.
    Zu den Einstellungen der Bevölkerung gegenüber der EG vgl. Oskar Niedermayer, Bevölkerungsorientierungen gegenüber dem politischen System der Europäischen Gemeinschaft, in: Rudolf Wildenmann (Hrsg.), Staatswerdung Europas?, Baden-Baden 1991, S. 321–353; Winfried Schulz/Jay G. Blumler, Die Bedeutung der Kampagnen für das Europa-Engagement der Bürger, in: Oskar Niedermayer/Hermann Schmitt (Hrsg.), Wahlen und Europäische Einigung, Opladen 1994, S. 199–223.Google Scholar
  49. 50.
    Analytisch anregend zum Problem der,institutionellen Dynamik’: Volker Schneider/Raymund Werle, Vom Regime zum korporativen Akteur. Zur institutionellen Dynamik der Europäischen Gemeinschaft, in: Beate Kohler-Koch (Hrsg.), Regime in den internationalen Beziehungen, Baden-Baden 1989, S. 409–434.Google Scholar
  50. 51.
    Wolfgang Wessels, Staat und (westeuropäische) Integration, in: Michael Kreile (Hrsg.), Die Integration Europas, Opladen 1992, S. 36–61.Google Scholar
  51. 52.
    Wilfried Loth, Der Weg nach Europa, Göttingen 1990, S. 139.Google Scholar
  52. 53.
    Wilfried Loth, Die Europäische Gemeinschaft — Entstehung und Entwicklung, in: Cord Jakobeit/Alparslan Yenal (Hrsg.), Gesamteuropa, Bonn 1993, S. 18–33.Google Scholar
  53. 54.
    Beate Kohler-Koch, Interessen und Integration. Die Rolle organisierter Interessen im westeuropäischen Integrationsprozeß, in: Kreile (Hrsg.), Die Integration Europas, a.a.O., S. 83; dies., Strategische Optionen für Europa, Stellungnahme zur Anhörung der SPD-Fraktion „Besser leben mit Europa? Chancen einer europäischen Verfassung“, Bonn, 27. Mai 1993.Google Scholar
  54. 55.
    Bengt Beutler/Roland Bieber/törn Pipkorn/Jochen Streil, Die Europäische Union, Baden-Baden 1994 (4. Aufl.), S. 74, verweisen in diesem Kontext darauf, daß der im Vertrag von Maastricht enthaltene Vertrag über die Politische Union ein besonderes „Spannungsverhältnis zwischen mitgliedstaatlicher Autonomie und ihrer Einbindung in die Union“ in Bewegung gesetzt hat, welches unter anderem in einer neuen Zuordnung der Gemeinschaftsverträge zueinander besteht.Google Scholar
  55. 56.
    Peter Graf Kielmannsegg, Ein Maß für die Größe des Staates. Europa fehlt die Zustimmung der Bürger, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Dezember 1992, S. 35; Die beiden Europa und die Unvermeidlichkeit der Politik. Ein Gespräch mit Reinhard Koselleck, in: Neue Zürcher Zeitung, 9./10. Oktober 1993, S. 65–66.Google Scholar
  56. 57.
    Vgl. zum Beispiel Dieter Grimm, Der Mangel an europäischer Demokratie, in: Der Spiegel, Nr. 43, 1992, S. 57–59; ders., Mit einer Aufwertung des Europa-Parlaments ist es nicht getan. — Das Demokratiedefizit der EG hat strukturelle Ursachen —, in: Ellwein/Grimm/Hesse/Schuppert (Hrsg.), Jahrbuch zur Staats-und Verwaltungswissenschaft, Bd. 6, a.a.O., S. 13–18; Fritz W. Scharpf, Europäisches Demokratiedefizit und deutscher Föderalismus, in: Ebda, S. 165–178; Peter M. Huber, Die Rolle des Demokratieprinzips im europäischen Integrationsprozeß, in: Ebda., S. 179–208; Oskar Niedermayer, Europäisches Parlament und öffentliche Meinung, in: Niedermayer/Schmitt (Hrsg.), Wahlen und Europäische Einigung, a.a.O., S. 29–44.Google Scholar
  57. 58.
    Vgl. Beate Kohler-Koch, Die Welt regieren ohne Weltregierung, in:Wewer/Bähret (Hrsg.), Regieren im 21. Jahrhundert, a.a.O., S. 109–141, S. 129–132; dies., Regionalization and the Future of International Governance, paper, Symposium „European Integration — South Asian Cooperation“, Colombo, January 22/23, 1994. — Zum Problem der EG als,internationaler korporativer Akteur` vgl. analytisch anregend Patrick Kenis/Volker Schneider, The EC as an international corporate actor: Two case studies in economic diplomacy, in: European Journal of Political Research, Bd. 15, 1987, S. 437–457.Google Scholar
  58. 59.
    Wolfgang Streeck, Vielfalt und Interdepenz, in: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Heft 3, 1987, S. 471–495, S. 487.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1995

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  • Wolfgang Luthardt

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