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Ableitung von Händlertypen anhand der Ausgestaltung des Leistungspotentials und der Durchführung des Leistungserstellungsprozesses

  • Marco Schmäh
Part of the Business-to-Business-Marketing book series (BTBM)

Zusammenfassung

Ausgangspunkt des folgenden Kapitels ist die Tatsache, daß Technische Handelsunternehmen in jüngster Zeit durch eine außerordentliche Heterogenität realer Erscheinungsformen gekennzeichnet sind.127 Die wissenschaftliche Methode der Typologisierung128 kann nun herangezogen werden, um diese realen Erscheinungsformen der Handelsunternehmen129 mit Hilfe eines oder mehrer für den Typologisierungszweck geeigneter Merkmale treffend zu charakterisieren bzw. zu ordnen und überschaubar zu machen.130 Nur eine ausführliche Beschreibung und Ordnung — wofür die Typologie geeignet erscheint131 — der in der Realität vorkommenden, unterschiedlichen Handelsunternehmen kann eine fundierte Basis für die Ableitung wissenschaftlicher und ggf. sogar intendierter typenbezogener Handlungsempfehlungen bilden.

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Literatur

  1. 127.
    Vgl. dazu die Untersuchung von Kleinaltenkamp/Schmäh (1995).Google Scholar
  2. 128.
    Zur Typologisierung vgl. ausführlich Tietz (1960) und Knoblich (1969), die eine detaillierte Darstellung der Grundlagen des typologischen Verfahrens geben und die dort angegebene umfangreiche Literatur. Da bei Tietz u.E. bereits ein hinreichender Überblick über die Verwendung von Typen in der Betriebswirtschaftslehre gegeben wird, soll in den folgenden Ausführungen lediglich die wesentlichen Aspekte der Typenbildung betrachtet werden. Dies soll für unsere Zwecke genügen.Google Scholar
  3. 129.
    Zur Erfassung der Typen im Einzelhandel und zur Möglichkeit für die Anwendung der typologischen Methode im Großhandel vgl. Buddeberg(1954), S. 348ff. Zur Typologisierung von Industriebetrieben vgl. Schäfer (1978), S. 308ff. Auch Knoblich — ein Schüler Schäfers — und seine Schüler haben sich mit dem typologischen Ansatz beschäftigt. Zur Konzeption einer betriebswirtschaftlichen Warentypologie vgl. Knoblich (1969), zur Typologisierung von Zulieferuntemehmen vgl. Kolb (1988) und zum produktorientierten Marketing vgl. Schaper (1992).Google Scholar
  4. 130.
    Wenn eine reine Kausalbetrachtung,,…nicht in voller Reinheit möglich ist,… und wenn das Beobachtungsfeld so undurchsichtig ist, daß allgemeine Gesetze die Regelmäßigkeiten einer Gattung nicht genügend scharf zum Ausdruck bringen, dann muß ein tieferes Eindringen in Erscheinungen und Zusammenhänge durch Typenbildung versucht werden“. Kalveram (1960), S. 46.Google Scholar
  5. 131.
    Vgl. Eisfeld (1951), S. 294.Google Scholar
  6. 132.
    Vgl. Beike/Christmann (1974), S. 210.Google Scholar
  7. 134.
    Vgl. Knoblich (1972), S. 142f.Google Scholar
  8. 135.
    Vgl. Knoblich (1972), S. 143.Google Scholar
  9. 136.
    Vgl. Knoblich (1969), S. 27.Google Scholar
  10. 137.
    Vgl. Knoblich (1965), S. 696.Google Scholar
  11. 138.
    Vgl. hierzu ausführlich Knoblich (1969), S. 24ff.Google Scholar
  12. 139.
    Knoblich (1969), S. 25; vgl. auch Knoblich/Beßler (1972), S. 143.Google Scholar
  13. 141 Die von uns gewählte Definition entspricht nahezu derjenigen von Knoblich. Sie unterscheidet sich nur darin, daß wir von `Typ’ sprechen und Knoblich hierfür die Bezeichnung „Typus“ verwendet, vgl. Knoblich (1969), S. 25.Google Scholar
  14. 142.
    Vgl. Knoblich (1969), S. 25;vgl. auch Knoblich (1972), S. 143.Google Scholar
  15. 143.
    Vgl. Buddeberg (1954), S. 351Google Scholar
  16. 144.
    Buddeberg (1954), S. 351Google Scholar
  17. 145.
    Vgl. hierzu Knoblich (1972), S. 146.Google Scholar
  18. 167.
    Zur Diskussion und zur Begründung vgl. ausführlich Knoblich (1969), S. 31ff.Google Scholar
  19. 148.
    Die folgenden Ausführungen stützen sich im wesentlichen auf Knoblich (1972), S. 144f.Google Scholar
  20. 149.
    Die gelungenen Ausführungen von Knoblich geben hierzu ein passendes Beispiel, vgl. Knoblich (1972), S. 144. Die Kombination der Merkmale Nutzungsdauer und Verderblichkeit eines Produktes mit den Merkmalsausprägungen langlebig und kurzlebig bzw. verderblich und haltbar führen zu einem Produkt, welches gleichzeitig langlebig und verderblich sein sollte!Google Scholar
  21. ° Vgl. Eisfeld (1951), S. 294 und Knoblich (1969), S. 33 und S. 39.Google Scholar
  22. 151.
    Vgl. Knoblich (1969), S. 40.Google Scholar
  23. 152.
    Vgl. Buddeberg (1954), S. 350.Google Scholar
  24. 153.
    Vgl. Knoblich (1972), S. 143ff. sowie Knoblich/Beßler (1985), S. 563; ähnlich auch Knoblich (1969), S. 47.Google Scholar
  25. 154.
    Vgl. Knoblich (1969), S. 49.Google Scholar
  26. 161.
    Die Schaffung eines ersten grundlegenden Sytems der Handelsfunktionen geht auf Oberparleiter zurück, vgl. Oberparleiter (1955).Google Scholar
  27. 162.
    Die ursprüngliche Funktion ist ohne Zweifel die Raumüberbrückungsfunktion (im Original kursiv). Sie ist räumliche Funktion im Sinne einer Transportfunktion (im Original kursiv). Sie überbrückt von Betrieb zu Betrieb…“. Seyffert (1972), S.8. Seyffert sieht also die Aufgabe des Handels in der Realisierung des Gütertausches. Ebenso auch Hax, der den Großhandel in traditioneller Sicht durch die Raumüberbrückung oder Mengentransformation definiert sieht, vgl Hax (1995), S 405.Google Scholar
  28. 163.
    Lampe (1958), S. 30.Google Scholar
  29. 164.
    Vgl. Heinen (1985), S. 130f.Google Scholar
  30. 165.
    Ähnlich auch Reiners,der den Technischen Handel als Großhandelszweig mit vielen Eigenheiten sieht. In diesem Zusammenhang stellt er ebenso heraus, daß es den typischen Technischen Händler nicht gibt, vgl. Reiners (1995), S. 272.Google Scholar
  31. 167.
    Vgl. Knoblich (1972), S. 145f.Google Scholar
  32. 174.
    Altrogge (1979), Sp. 604–618.Google Scholar
  33. 175.
    Vgl. Kleinaltenkamp/Schmäh (1995), S. 33f. Als typischer externer Faktor im Technischen Handel können auch noch Maschinen, Kunststoffprodukte und Schläuche genannt werden, die dem Händler zur Reparatur gegeben werden.Google Scholar
  34. Vgl. Riebel (1965), S. 666ff. Er unterscheidet danach „… ob sich Art, Menge und zeitliche Verteilung der Produktion nach den jeweils vorliegenden Kundenaufträgen richten,… oder ob umgekehrt Art, Menge und zeitliche Verteilung der Produktion aufgrund von Erwartungen autonom festgelegt werden…“. Riebel (1965), S. 666.Google Scholar
  35. 189.
    Zur Nettonutzendifferenz vgl. ausführlich die Diskussion bei Plinke (1995), S. 78ff.Google Scholar
  36. 19°.
    In ihrer Gesamtheit bezeichnet Plinke diese Kosten als Lebenszeitkosten bzw. Life Cycle Cost, vgl. Plinke (1995), S. 79.Google Scholar
  37. 191.
    Vgl. Plinke (1995), S. 79.Google Scholar
  38. 192.
    Die Diskussion des Kundenvorteils wird in Anlehnung an Jacob dargestellt, da hier u.E. der Ansatz von Plinke besonders knapp und prägnant dargestellt wird, vgl. hierzu und im folgenden Jacob (1995), S. 42ff.Google Scholar
  39. 198.
    Zur Produktdifferenzierung durch Dienstleistungen vgl. den gleichlautenden Artikel von Meyer (1994).Google Scholar
  40. 199.
    Als Varianten einer Differenzierungsstrategie unterscheiden Ringlstetter/Kirsch die Differenzierung durch Qualität („besser“), Inkommensurabilität („anders”) und die Differenzierung durch Varietät („individueller“). Unter der „vollentfalteten Differenzierungsstrategie” verstehen sie eine Mischung aus allen drei generischen Optionen. Vgl. Ringlstetter/Kirsch (1991), S. 563ff.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Marco Schmäh
    • 1
  1. 1.LudwigsburgDeutschland

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