Advertisement

Notwendigkeit und Rechtfertigung des Shareholder Value Ansatzes

  • Jürgen Ferstl
Part of the Schriften zur quantitativen Betriebswirtschaftslehre book series (SQBWL)

Zusammenfassung

„Allgemein bezeichnet eine ‘Lücke’ die Differenz zwischen einem angestrebten und einem bereits erreichten Zustand.”247 Im Kontext der Wertsteigerungsanalyse wird i.d.R. zwischen zwei Arten von Lücken differenziert. Zum einen die Abweichung des Markt- oder Börsenwerts MW0 der Unternehmen vom Istwert IW0, zum anderen die Differenz zwischen dem Markt- oder Börsenwert und dem potentiell erreichbaren Sollwert SW0.248 Jede der beiden Wertlücken249 fir sich betrachtet, reflektiert die tatsächlichen Wertsteigerungspotentiale nur unvollständig.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 248.
    Vg1. auch Günther, T., [Controlling], 1997, S. 8; Hachmeister, D., [Unternehmenswertsteigerung], 1995, S. 50. Zur Bedeutung des ist-bzw. Sollwerts vgl. Abschnitt 11. 3.Google Scholar
  2. 249.
    Aufgrund der Verursachung der Wertlücken durch das Fehlverhalten der Unternehmensführung bezeichnet Weber sie auch als Führungslücken, vgl. Weber, B., [Unternehmensbewertung], 1990, S. 33.Google Scholar
  3. 250.
    Diese Wertlücke dürfte allerdings im Modellrahmen, innerhalb dessen der DCF-Ansatz entwickelt wurde, überhaupt nicht bestehen. Der DCF-Wert strebt eine Objektivierung der Bewertung durch einen vollkommenen Kapitalmarkt an, vgl. Schildbach, T., [Funktionenlehre], 1998, S. 319.Google Scholar
  4. 251.
    Für Schätzungen der Höhe der Gesamtwertlücken in britischen Unternehmen vgl. z.B. Young, D./Sutcliffe, B., [Gaps], 1989, S. 21.Google Scholar
  5. 253.
    Zu den Grundzügen der Investor Relations vgl. Günther, T./Otterbein, S., [Gestaltung], 1996, S. 389–417.Google Scholar
  6. 255.
    Vgl. dazu die Zerlegung in kurzfristige und langfristige Wertsteigerungspotentiale bei Hachmeister, D., [Unternehmenswertsteigerung], 1995, S. 53.Google Scholar
  7. 257.
    Zum Begriff der Synergie als spezielle Wertquelle bei Akquisitionen vgl. z.B. Gerpott, T. J., [Unternehmensakquisitionen], 1993, S. 78–84.Google Scholar
  8. 288.
    Zum Vergleich zwischen dem RoI und dem internen Zinssatz einer Zahlungsreihe vgl. bereits Solomon, E., [Return], 1966, S. 232–244.Google Scholar
  9. 282.
    Siegert spricht gar von einer „betriebswirtschaftlichen Unschärfe-Relation“, Siegert, T., [Shareholder-Value], 1995, S. 587.Google Scholar
  10. 283.
    So z.B. Informationen über geforderte Mindestrentabilitäten, langfristig erzielte Rentabilitäten, Entwicklungsziele strategischer Geschäftsfelder, zukünftige und geleistete Dividendenzahlungen und Aktienkursentwicklung, vgl. Küting, K./Hütten, C./Lorson,P., [Shareholder-Value], 1995a, S. 1809.Google Scholar
  11. 284.
    Vgl. Küting, K./Hütten, C./Lorson,P., [Shareholder-Value], 1995a, S. 1805. Für den Vorschlag, die Struktur des internen Berichtswesens auf die externe Rechnungslegung zu übertragen, um den Adressaten des Geschäftsberichts einen besseren Einblick in die Entscheidungsbasis des Managements zu gewähren vgl. Fey, G./Gelhausen, W., [Berichtswesen], 1996, S. 9. Zur Nutzbarkeit bisheriger Rechnungslegungsdaten im Shareholder Value-Konzept vgl. Kühnberger, M., [Rechnungslegung], 1998, S. 306–310.Google Scholar
  12. 295.
    Vgl. Manne, H. G., [Market], 1965, S. 110–120. Der Markt für Unternehmenskontrolle kann als Teil des Arbeitsmarkts für Manager interpretiert werden, vgl. Jensen, M. C., [Takeovers], 1988, S. 23.Google Scholar
  13. 296.
    Vgl. Günther, T., [Controlling], 1997, S. 33–41. Zu den Vor-und Nachteilen einer dauerhaften Übernahmedrohung vgl. Shleifer, A.Nishny, R. W., [Maximization], 1988, S. 15–18.Google Scholar
  14. 298.
    Vgl. insbesondere Bühner, R., [Raider], 1990, S. 36–41. Zu den Regulierungen des Markts für Unternehmenskontrolle vgl. Wenger, E., [Unternehmenskontrolle], 1995, Sp. 1412f.Google Scholar
  15. 306.
    Der Marktwert eines Stroms von Zahlungen entspricht dem Preis, zu dem man den Strom kaufen kann, vgl. Franke, G./Hax, H., [Finanzwirtschaft], 1994, S. 157.Google Scholar
  16. 316.
    Stimmt die Zahl der Wertpapiere mit linear unabhängigen Erträgen mit der Zahl der Umweltzustände Überein, so kann vom Abschluß zustandsabhängiger Verträge abgesehen werden, vgl. Arrow, K. J., [Securities], 1964, S. 92.Google Scholar
  17. 325.
    Vgl. Donaldson, T./Preston, L. E., [Stakeholder], 1995, S. 66. Nach Meinung von Freeman wird aber auch gar nicht angestrebt, eine geschlossene Theorie zu finden, denn „’Stakeholder theory’ is thus a genre of stories about how we could live“, Freeman, R. E., [Stakeholder], 1994, S. 413.Google Scholar
  18. 332.
    Für den deutschen Sprachraum vgl. Kreikebaum, H., [Unternehmensplanung], 1993, S. 166–169; Bea, F. X./Haas, J., [Management], 1995, S. 90–92; Welge, M. K./Al-Laham, A., [Planung], 1992, S. 51–57. In der anglo-amerikanischen Literatur vgl. Mintzberg, H., [Rise] 1994, S. 141–144; Carroll, A., [Society], 1996; Alkhafaji, A. F., [Governance], 1989; Gardner, J. R./Rachlin, R./Sweeny, H. W. A., [Handbook], 1986; Freeman, R. E., [Strategic], 1984; Mitroff, I. I., [Stakeholders], 1983; Ansoff, I., [Strategy], 1965. Ohne den Begriff „Stakeholder“ zu erwähnen, identifiziert auch PORTER zumindest Kunden und Lieferanten als entscheidende Wettbewerbskräfte, vgl. Porter, M. E., [Wettbewerbsvorteile], 1989, S. 23 und 26.Google Scholar
  19. 335.
    Der Begriff „Stakeholder’ geht auf ein internes Papier des Stanford Research Institute aus dem Jahr 1963 zurück, vgl. Freeman, R. E., [Strategic], 1984, S. 31.Google Scholar
  20. 339.
    Vgl. Dyllick, T., [Anspruchsgruppen-Konzept], 1984, S. 74–78; Achleitner, P., [Strategien], 1985, S. 76; Janisch, M., [Anspruchsgruppenmanagement], 1992, S. 116. Weiterhin findet sich die Bezeichnung als „Interessensgruppen“, vgl. Liebl, F., [Frühaufklärung], 1996, S. 96.Google Scholar
  21. 359.
    Vgl. z.B. Eberhardt, S., [Untemehmensführung], 1998 S. 171f.; vgl. zu weiteren Klassifizierungsmöglichkeiten Carroll, A., [Society], 1996, S. 76–78; Savage, G. T./Nix, T. W.Mlhitehead, C. J./Blair, J. D., [Strategies], 1991, S. 62. Zur Kritik am Begriff des öffentlichen Interesses vgl. Steinmann, H./Gerum, E., [Reform], 1979, S. 57–60.Google Scholar
  22. 368.
    Vgl. z.B. Richter, F., [Konzeption], 1999, S. 4; Busse von Colbe, W., [Shareholder], 1997, S. 289. Zur Beurteilung dieser Art der Langfristbetrachtung möchte man nur mit Keynes erwidern: „[…] in the long run we are all dead“, Keynes, J. M., [Tract], 1923, S. 65.Google Scholar
  23. 369.
    Vgl. Franke, G./Hax, H., [Finanzwirtschaft], 1994, S. 2f.; Jensen, M. C., [Control], 1991, S. 21; Ballwieser, W., [Shareholder], 1994, S. 1390; Wilbert, P. O., [Shareholder], 1997, S. 139; Steiner, M./Tebroke, H.-J., [Shareholder-Value-Konzepte], 1998, S. 322; Baetge, J., [Gesellschafterorientierung], 1998, S. 115; Gaugler, E., [Unternehmensführung], 1999, S. 183. Kritisch bzgl. der Einbeziehung von Stakeholderinteressen ins Handlungskalkül des Vorstandes in Form von Nebenbedingungen vgl. Werder, A. v., [Shareholder], 1998, S. 74f.Google Scholar
  24. 372.
    Vgl. z.B. Rappaport, A., [Shareholder], 1999, S. B. Dieser Begründungsansatz wird auch als Zahlungsfähigkeits-Argument bezeichnet, vgl. Schmid, S., [Shareholder-Value-Orientierung], 1998, S. 230f.Google Scholar
  25. 375.
    Vgl. Rappaport, A., [Shareholder], 1999, S. 8f. Ähnlich auch Arbeitskreis „Finanzierung“ der Schmalenbach-Gesellschaft, [Unternehmenssteuerung], 1996, S. 545.Google Scholar
  26. 378.
    Ähnlich Schwetzler, der einen nicht näher umschriebenen Marktmechanismus beschwört, der eine Übervorteilung der Stakeholder verhindert, vgl. Schwetzler, B., [Aktienoptionsprogramme], 1997, S. 6.Google Scholar
  27. 384.
    Vgl. auch Bernhardt, W., [Shareholder], 1998, S. 5. In Gewerkschaftskreisen gilt aber auch die Devise „Shareholder Value bedroht Mitbestimmungsinteressen“, Küller, H.-D., [Gewerkschaftssicht], 1997, S. 518.Google Scholar
  28. 397.
    Zu den Begriffen des erfolgs-und verständigungsorientierten Handelns vgl. Steinmann, H./Schreyögg, G., [Management], 1990, S. 68–72. Vgl. auch Kirsch, W./Knyphausen, D. z., [Organisationen], 1993, S. 221–233.Google Scholar
  29. 398.
    Zur Diskussion der institutionellen Verankerung des Stakeholder-Gedankens vgl. Evan, W. M./Freeman, R. E., [Stakeholder], 1988, S. 104f.Google Scholar
  30. 406.
    Friedman, M., [Kapitalismus], 1976, S. 176. Für eine fast wortgleiche Formulierung bezogen auf die Steigerung des Shareholder Value vgl. Rappaport, A., [Shareholder], 1999, S. 6.Google Scholar
  31. 407.
    Zum Begriff Stakeholder Value vgl. Janisch, M., [Anspruchsgruppenmanagement], 1992, S. 116, FN 2. Janisch wählt diesen Begriff bewußt, um mit der alliterierenden Ähnlichkeit zum Ausdruck „Shareholder Value“ auch die konzeptionelle Nähe ihres Vorschlags des Anspruchsgruppenmanagements zum Shareholder Value-Ansatz von Rappaport zum Ausdruck zu bringen. Nicht zuletzt definiert sie auch umfassende anspruchsgruppenspezifische WertsteigerungsNetzwerke. Kritisch gegenüber dem begrifflichen Gegensatzpaar „Shareholder vs. Stakeholder” aufgrund der unterschiedlichen Interessen der Gruppierungen vgl. Sihler, H., [Stakeholder], 1997, S. 84.Google Scholar
  32. 413.
    Unternehmen, die diese Wertsteigerungspotentiale nicht ausschöpfen, werden häufig Ziele von Übernahmen, vgl. Morck, R./Shleifer, A.Nishny, R. W., [Mechanisms], 1989, S. 842f.Google Scholar
  33. 422.
    Vgl. Sihler, H., [Stakeholder], 1997, S. 87. Anders dagegen von Werder, der zwischen der Befriedigung der Interessen der Eigentümer und der Interessen anderer Bezugsgruppen eine Analogie zum Prinzip der kommunizierenden Röhren sieht, vgl. Werder, A. v., [Shareholder], 1998, S. 75.Google Scholar
  34. 424.
    Vgl. Saliger, E., [Entscheidungstheorie], 1993, S. 31–39; kritisch zur Unternehmensbewertung bei Mehrfachzielen vgl. Ballwieser, W., [Unternehmensbewertung], 1993, S. 173f.Google Scholar
  35. 425.
    Zur Problematik der Forderung nach Redundanzfreiheit des Zielkatalogs in der Unternehmensbewertung vgl. Hafner, R., [Grenzpreisermittlung], 1989, S. 99–102.Google Scholar
  36. 427.
    Zur AHP im Rahmen der strategischen Unternehmensbewertung vgl. Dirrigl, H., [Anwendungsbereiche], 1994, S. 420–422 und mit einem Beispiel Hafner, R., [Grenzpreisermittlung], 1989, S. 127–138.Google Scholar
  37. 445.
    Werder, A. v., [Shareholder], 1998, S. 77. Gegenstand dieser Diskussion ist somit keinesfalls der Versuch „den Anleger-individuellen Erklärungsansatz des Value-Prinzips gegen das verbandsrechtliche Konzept des deutschen Aktiengesetzes auszuspielen“, Hommelhoff, P., [Corporate], 1997, S. 18. Zum Begriff des Formalziels vgl. Kosiol, E., [Unternehmung], 1966, S. 212f.Google Scholar
  38. 456.
    Der Begriff geht allerdings auf den damals schärfsten Widersacher Rathenaus, Fritz haussmann, zurück, vgl. Haussmann, F., [Aktienrecht], 1928.Google Scholar
  39. 459.
    Der Leerformelcharakter des Untemehmensinteresses führt zu unterschiedlichsten Einschätzungen im juristischen Schrifttum. So bezeichnen ihn manche Vertreter als Ei des Kolumbus, andere dagegen beklagen ihn, vgl. Mülbert, P. O., [Shareholder], 1997, S. 166.Google Scholar
  40. 461.
    Zur Abwägung zwischen den Zielen der Unternehmens-und der Einkommenserhaltung vgl. Jaensch, G. H., [Gewinnüberlegungen], 1995, S. 340–342.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Jürgen Ferstl

There are no affiliations available

Personalised recommendations