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Problemanalyse in Theorie und industrieller Praxis: Bestandsaufnahme und Forschungsbedarf

  • Sven Wenzke
Part of the Forschungs-/Entwicklungs-/Innovations-Management book series (FEIM)

Zusammenfassung

Zu Zeiten des „Wettlaufs zum Mond“ entwickelten sowjetische Ingenieure im Rahmen des LUNA-Programms ein Mondlandefahrzeug (vgl. INVENTION MACHINE 1998b, S. 1–7). Das Fahrzeug sollte die Mondoberfläche fotografieren und die Bilder zur Erde senden. Während der Entwicklungsarbeit stellte sich heraus, daß die bei Start und Landung auftretenden Vibrationen die Glaskörper der Projektionsleuchten am Mondlandefahrzeug zerbrechen ließen. Ein Entwicklerteam präsentierte schließlich nach einigen Monaten intensiver Forschung, Entwicklung, Prototypenbaus und Tests einen Dämpfer, mit dem man die Vibrationen zwischen Leuchtensockel und Glaskörper verringern konnte. Wie das Entwicklerteam im nachhinein jedoch feststellte, hatte man die aufgewandten Ressourcen verschwendet. Man hatte das falsche Problem gelöst. Der Glaskörper einer Glühbirne schützt den Glühfaden vor dem Kontakt mit Sauerstoff und damit vor dem Verbrennen, indem er ein Vakuum ermöglicht. Da auf dem Mond aber kein Sauerstoff anzutreffen ist, der den Glühfaden zerstören könnte, hätte die einfachste Lösung für das Problem in der Entfernung des Glaskörpers bestanden (vgl. INVENTION MACHINE 1998b, S. 1–8).

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

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  • Sven Wenzke

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