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Menschen, die getötet haben

Tiefenhermeneutische Analysen von Tötungsdelinquenten

  • Authors
  • Heidi Möller

Table of contents

  1. Front Matter
    Pages 1-11
  2. Heidi Möller
    Pages 13-14
  3. Heidi Möller
    Pages 15-54
  4. Heidi Möller
    Pages 55-77
  5. Heidi Möller
    Pages 78-100
  6. Heidi Möller
    Pages 101-122
  7. Heidi Möller
    Pages 123-272
  8. Heidi Möller
    Pages 295-296
  9. Heidi Möller
    Pages 297-297
  10. Back Matter
    Pages 298-308

About this book

Introduction

Literaturverzeichnis ............................................................................................. 298 Anhang .................................................................................................................. 304 11 Einleitung Während der fünf Jahre meiner Tätigkeit als Psychologin im nordrhein-westfälischen Strafvollzug habe ich mich trotz vieler Kritik, die ich an institutionellen Zwängen hatte, innerlich recht wohl gefühlt. Die 'grausige' Institution Gefängnis gab mir eine tiefe Sicherheit, und, so verrückt es sich für Außenstehende anhören mag, Gebor­ genheit und Nestwärme. Immer wieder wurde ich gefragt, ob ich keinen anderen Arbeitsplatz gefunden hätte. Nein, ich wollte damals unbedingt dort arbeiten, trotz auf den ersten Blick verlockender Alternativen. Konfrontiert wurde ich, meine Wahl betreffend, mit viel Unverständnis. Fragen wie: "Es muß doch schrecklich sein, in solch einem "Laden" zu arbeiten, ständig konfrontiert mit dem "Ausschuß der Gesellschaft", mit männli­ cher Gewalt und rigidester Hierarchie" waren an der Tagesordnung. Nur Kollegen aus dem Justizbereich kannten ähnliche Empfindungen, sprachen von der "Knastfamilie", und viele bewegten sich auch privat fast ausschließlich in Kollegenkreisen. Das enge Miteinander äußerte sich in so manchen Situationen. Ich brauchte z.B. nur Sätze oder Satzfetzen ins Gespräch zu bringen, und schon wurde ich verstanden. So einfach war die Kommunikation, so leicht war Konsens herzustel­ len. Es war immer eine Freude, Menschen aus dem Strafvollzug kennenzulernen. Noch Jahre nach dem Abschied aus dem Justizdienst sprach ich gern über meine damalige Tätigkeit und habe noch heute konstante Verbindungen zu meinen damali­ gen Kollegen. Die Rückschau auf die Zeit im Strafvollzug war mir Anlaß zu dieser eingehenden Reflexion.

Keywords

Anhang Foucault Gesamtvollstreckungsordnung Gesellschaft Jugendkriminalität Justizvollzug Justizvollzugsanstalt Psychotherapeut Recht Schuld Schuss Sicherheit Stoffe Tagesordnung Vollzug

Bibliographic information

  • DOI https://doi.org/10.1007/978-3-322-90634-2
  • Copyright Information Springer Fachmedien Wiesbaden 1996
  • Publisher Name Vieweg+Teubner Verlag
  • eBook Packages Springer Book Archive
  • Print ISBN 978-3-531-12821-4
  • Online ISBN 978-3-322-90634-2
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