Disaccharidasen

Living reference work entry
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Zusammenfassung

Disaccharidasen

Englischer Begriff

Disaccharidases

Definition

Glykohydrolasen der intestinalen Bürstensaummembran, die die Hydrolyse von Disacchariden katalysieren und die Enzyme Laktase, Sukrase-Isomaltase, Maltase und Trehalase umfassen.

Beschreibung

Disaccharide der Nahrung (Laktose und Sukrose) und Endstufen des Stärkeabbaus werden durch mehrere Glykohydrolasen der intestinalen Bürstensaummembran, insbesondere des Duodenums und des Jejunums zu ihren Monosaccharidbestandteilen abgebaut. Hierbei hydrolysiert Laktase Laktose zu Glukose und Galaktose, Sukrase-Isomaltase Sukrose zu Glukose und Fruktose und Trehalase Trehalose zu Glukose. Isomaltase spaltet zusätzlich die α(1–6)glykosidische Bindung von α-Grenzdextrinen. Maltase spaltet die α(1–4)glykosidische Bindung in Oligosacchariden mit bis zu 9 Glukoseresten. Disaccharidasen werden in Krypt- wie Villuszellen der intestinalen Mukosa gebildet. Ihre Expression wird posttranslational im Zuge ihrer intrazellulären Prozessierung reguliert. Sukrase-Isomaltase besteht aus 2 Untereinheiten mit jeweils unterschiedlicher katalytischer Aktivität.

Literatur

  1. Semenza G, Auricchio S (1995) Small-intestinal dissacharidases. In: Scriver CR, Beaudet AL, Sly WS et al (Hrsg) The metabolic and molecular basis of inherited disease, Bd III. McGraw-Hill, New York, S 4451–4480Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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