α-Naphthylacetat-Esterase-Reaktion

Living reference work entry
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Zusammenfassung

α-Naphthylacetat-Esterase-Reaktion

Englischer Begriff

α-naphthyl acetate esterase reaction

Definition

Zytochemische Methode zum Nachweis der α-Naphthylacetat-Esterase in Leukozyten.

Physikalisch-chemisches Prinzip

α-Naphthylesterasen spalten im Reaktionsansatz α-Naphthylacetat zu Essigsäure und α-Naphthol. Das α-Naphthol reagiert mit einem Diazoniumsalz zu einem wasserunlöslichen rotbraunen Azofarbstoff.

Einsatzgebiet

Klassifizierung von akuten Leukämien, Differenzierung der monozytären Zellen.

Untersuchungsmaterial

Ausstrichpräparat des peripheren Blutes oder Knochenmarks.

Fehlermöglichkeit

Reaktionslösungen nicht frisch.

Praktikabilität – Automatisierung – Kosten

Handmethode; Färbelösung muss jedes Mal frisch hergestellt werden.

Bewertung – Methodenhierarchie

Die Reaktion zeigt ein rotbraunes diffuses bis granuläres intrazytoplasmatisches Muster. Im peripheren Blut zeigen Monozyten eine starke Aktivität, während Granulozyten negativ sind und Lymphozyten eine punktförmige Aktivität aufweisen. Im Knochenmark zeigen vor allem Monozyten, Makrophagen und Megakaryozyten die stärkste Aktivität, Lymphozyten, Plasmazellen wie auch Myelozyten und Promyelozyten eine schwache Aktivität. Durch Einstellung der Färbelösung sollte so gewählt werden, dass möglichst nur monozytäre Zellen eine deutliche Reaktionsbereitschaft zeigen.

Folgende Abbildung zeigt einen Monozyten mit positiver α-Naphthylacetat-Esterase-Reaktion (peripheres Blut, 1000× May-Grünwald-Giemsa-Färbung).

Literatur

  1. Löffler H. 1998 Zytochemische Methoden. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik, Springer, Berlin, S 195–196Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und BlutdepotRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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