Schnüffelstoffe

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Schnüffelstoffe

Englischer Begriff

chemicals for inhalant abuse

Definition

Leichtflüchtige organische Lösungsmittel oder Gase, die zur Erzeugung von Rauschzuständen eingeatmet werden.

Bewertung

Beim „Schnüffeln“ werden leicht zugängliche, billige Produkte des privaten Konsums verwendet, z. B. Klebstoffe, Klebstoffverdünner, Fahrradschlauchkleber, Farb- und Lackverdünner, Nagellack und -entferner, Feuerzeuggas, Propangas (Campingkocher), Sprays, Benzin. Die Produkte enthalten in der Regel eine Mischung verschiedener Bestandteile wie n-Hexan, Cyclohexan, Benzol, Chlorkohlenwasserstoffe (z. B. Chloroform), Alkohole, Ester (z. B. Ethylacetat), Ether (z. B. Diethylether), organische Nitrite (z. B. Isoamylnitrit). Zum Nachweis wird u. a. die gaschromatographische Dampfraumanalyse (Dampfraumanalyse, gaschromatographische) eingesetzt.

Literatur

  1. Gibitz HJ (2009) Inhalant abuse. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 533–555Google Scholar

Copyright information

© © Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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