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Retikulozytenreifung

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Retikulozytenreifung

Englischer Begriff

reticulocyte maturity

Definition

Einteilung der Retikulozyten in Abhängigkeit ihres Nukleinsäuregehalts in 4 Reifestadien (I–IV).

Beschreibung

Der relative Reifungsgrad der Retikulozyten (Retikulozyt) im peripheren Blut kann durch die semiquantitative Bestimmung der Menge an nachweisbaren präzipitierten Nukleinsäuren im Einzelretikulozyten erfolgen. Dabei ist die nachweisbare Menge umso größer, je jünger der Retikulozyt ist. In der von Heilmeyer beschriebenen Einteilung werden die Retikulozyten in insgesamt 4 Reifestadien eingeteilt:
  • I: Retikulum besteht aus dichten Klumpen

  • II: locker organisiertes Retikulum

  • III: diffus organisiertes Retikulum

  • IV: einige verstreute retikuläre Granula

Die Abbildung zeigt die Retikulozytenreifung nach Heilmeyer. Dargestellt sind verschiedene Reifungsstadien: 1 Stadium II: locker organisiertes Retikulum; 2 Stadium III: diffus organisiertes Retikulum; 3 Stadium IV: einige verstreute retikuläre Granula (1000×, Brillantkresylblaufärbung):

Literatur

  1. Heilmeyer L, Westhäuser R (1932) Reifungsstudien an überlebenden Retikulozyten in vitro und ihre Bedeutung für die Schätzung der täglichen Hämoglobinbildung in vivo. Z Klin Med 121:361–365Google Scholar
  2. Thomas L (1998) Retikulozyten. In: Thomas L (Hrsg) Labor und Diagnose, 5. Aufl. TH Books, Frankfurt, S 495–498Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und BlutdepotRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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