Peptid YY

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Peptid YY

Synonym(e)

PYY

Englischer Begriff

peptide YY

Definition

Peptid YY (PYY) gehört mit Neuropeptid Y und pankreatischem Polypeptid zu einer Familie kleiner Polypeptide (36 Aminosäuren), die über G-Protein-vermittelte Rezeptoren (Y1, Y2, Y3, Y4, Y5, Y6) zahlreiche physiologische Wirkungen im zentralen und peripheren Nervensystem ausüben.

Struktur

Peptid aus 36 Aminosäuren.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

PYY wird in endokrinen Zellen des Gastrointestinaltrakts exprimiert und ist kolokalisiert mit GLP-1 (Glucagon-like peptide 1). PYY-immunoreaktive Zellen fehlen im Magen, sind nur wenig präsent in Duodenum und Jejunum, nehmen in Ileum und Kolon an Häufigkeit stark zu und finden sich mit hoher Frequenz im Rektum. Im Gegensatz zu vielen anderen Spezies wurden sie bei Menschen bislang im endokrinen Pankreas nicht gefunden. PYY findet sich außerdem in Nebennierenmark sowie ZNS, in Nervenendigungen im Hypothalamus, in Medulla, Pons und Rückenmark.

Funktion – Pathophysiologie

Peptid YY ist in die Regulation von Sekretion und Motilität des Darms sowie die Regulation des Appetits einbezogen.

Analytik

Radioimmunoassay (RIA).

Referenzbereich – Erwachsene

Abhängig von der jeweiligen Bestimmungsmethode und dem eingesetzten Assay ≤100 pmol/L

Indikation

Verdacht auf endokrine Tumoren des Intestinaltrakts.

Literatur

  1. Stanley S, Wynne K, Bloom S (2004) Gastrointestinal satiety signals. III. Glucagon-like peptide 1, oxyntomodulin, peptide YY and pancreatic polypeptide. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol 286:G693–G697CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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