Monozyten

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Monozyten

Englischer Begriff

monocyte

Definition

Große mononukleäre Zelle der Hämatopoese mit einem weiten, graublauen Zytoplasmasaum und einem bohnenförmigen bis gelappten grobretikulären Zellkern (s. Abbildung; 1000×, May-Grünwald-Giemsa-Färbung):

Beschreibung

Der Monozyt ist die im peripheren Blut und Knochenmark nachweisbare reife Zellform der Monozytopoese. Er ist eine etwa 20–40 μm große Zelle mit einem großen Kern und viel graublauem Zytoplasma. Das Kernchromatin ist grobretikulär, der Kern meist bohnenförmig oder gelappt. Das Zytoplasma erscheint sehr unruhig mit meist nur vereinzelt nachweisbaren kleinen Granula. Häufig sind auch Vakuolen sichtbar. Der Monozyt hat im peripheren Blut eine sehr kurze Verweildauer und wandert ins Gewebe ab, wo seine endgültige Umwandlung zum gewebespezifischen Makrophagen stattfindet. Der Anteil der Monozyten im Knochenmark beträgt 1,3 % aller kernhaltigen Zellen und 2 % innerhalb der Granulomonopoese. Im peripheren Blut beträgt der Anteil der Monozyten 2–6 % der Gesamtleukozytenzahl (s. a. Monoblast).

Literatur

  1. Boll I (1991) Knochenmark-Zytologie. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 287–291CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und BlutdepotRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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