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Methionin

  • A. C. Sewell
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Methionin

Synonym(e)

Met

Englischer Begriff

methionine

Definition

Essenzielle, schwefelhaltige, proteinogene α-Aminosäure. Erst im Jahr 1922 von J. H. Müller (Columbia University, New York) isoliert und von seinem Kollegen Odake in Japan im Jahr 1925 als Methionin bezeichnet.

Struktur

Aminosäuren.

Molmasse

149,2 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Met kann vom menschlichen Organismus nicht synthetisiert und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Im Rahmen der Proteinbiosynthese ist Met ein Starter und somit die erste Aminosäure in jedem entstehenden Protein. Met wird zu S-Adenosylmethionin umgesetzt, ein wichtiger Methylgruppendonator. Met kann aus Homocystein zurückgewonnen werden.

Funktion – Pathophysiologie

Überschüssiges Met wird abgebaut, dadurch wird der Schwefel zur Schwefelsäure oxidiert, wodurch der pH-Wert des Urins absinkt. Dieser Mechanismus kann die Wirkung von Antibiotika optimieren, Bakterienwachstum hemmen und eine Neubildung von Nierensteinen verhindern. Eine Zugabe von Met in Futtermitteln kann die Legeleistung von Legehennen erhöhen.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Serum, Plasma, Liquor, Urin, Trockenblut.

Analytik

Aminosäuren.

Referenzbereich – Erwachsene

Aminosäuren.

Indikation

Hepatopathien, Homocystinurie, MTHFR-Mangel.

Literatur

  1. Degussa und das liebe Vieh – die Erfolgsgeschichte des Methionin. www.degussa-geschichte.de
  2. Duran M (2008) Amino acids. In: Blau N, Duran M, Gibson KM (Hrsg) Laboratory guide to the methods in biochemical genetics. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 53–90CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2017

Authors and Affiliations

  1. 1.IngelheimDeutschland

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