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Methaqualon

  • C. Vidal
  • W. -R. Külpmann
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Methaqualon

Englischer Begriff

methaqualone

Definition

Hypnotikum, inzwischen nicht mehr als Humanarzneimittel in Deutschland zugelassen.

Molmasse

250,30 g.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Methaqualon wird peroral appliziert und im Fettgewebe eingelagert. Beim Abbau entstehen verschiedene Hydroxylierungsprodukte, die langsam renal eliminiert werden.

Halbwertszeit

10–40 Stunden (Plasma).

Funktion – Pathophysiologie

Bei Intoxikation Krämpfe, evtl. Hyperthermie, Koma. Methaqualon hat ein hohes Suchtpotenzial. Missbrauch als Aphrodisiakum.

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Plasma (P), Urin.

Indikation

Verdacht auf Methaqualonmissbrauch bzw. -intoxikation.

Interpretation

Wegen des seltenen Gebrauchs ist zurzeit die generelle Prüfung auf Methaqualon im Rahmen des Drogenscreenings nicht erforderlich.

Therapeutischer Bereich (S, P): 1–3 mg/L; toxisch: >3–5 mg/L; komatös/letal: >5–10 mg/L.

Literatur

  1. König H, Käferstein H (2009) Hypnotics and sedatives. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 367–391Google Scholar

Copyright information

© © Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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