Advertisement

Metalloproteinasen

  • H. -D. Haubeck
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Metalloproteinasen

Englischer Begriff

metalloproteases

Definition

Metalloproteinasen bilden eine große Untergruppe der Proteinasen, die für ihre katalytische Aktivität die Anwesenheit von Metallionen benötigen.

Beschreibung

Ein Drittel aller bekannten Enzyme benötigt für die katalytische Aktivität die Anwesenheit von Metallionen, entweder als festgebundene Metallionen – Co3+, Cu2+, Fe2+, Fe3+, Mn2+, Zn2+ (Metalloenzyme) – oder als schwachgebundene Metallionen – z. B. Mg2+, Ca2+ aus der Lösung (Metallionen-aktivierbare Enzyme). Zu den Metalloproteinasen gehört u. a. die Superfamilie der Zinkproteasen mit den Untergruppen der Gluzincine, Metzincine, Inuzincine und verschiedene Carboxypeptidasegruppen. Die Untergruppe der Metzincine umfasst die Serralysine, Astacine, Matrixine und Adamalysine. Die Gruppe der Matrixine besteht aus den Matrix-Metalloproteinasen (MMP), die für die Degradation und das Remodelling der Extrazellulärmatrix verantwortlich sind und wichtige Funktionen während der Embryonalentwicklung, der Wundheilung, aber auch bei zahlreichen Krankheitsprozessen, z. B. der rheumatoiden Arthritis sowie Tumorwachstum und Metastasierung besitzen. Die Gruppe der Adamalysine umfasst die ADAM und ADAM-TS (Disintegrin-Metalloproteinasen), die in ihrer Metalloproteinasedomäne den MMP ähneln, aber zusätzlich eine Integrin-bindende Disintegrindomäne besitzen. Die ADAM sind ebenfalls an zahlreichen wichtigen biologischen Prozessen beteiligt, z. B. der Freisetzung („shedding“) von Zytokinen und Wachstumsfaktoren und der Zellmigration, aber auch an der Kontrolle von Entzündungsprozessen und des Tumorwachstums.

Literatur

  1. Hooper NM (1994) Families of zinc metalloproteases. FEBS Lett 354:1–6CrossRefPubMedGoogle Scholar
  2. Malemud CJ (2006) Metalloproteinases (MMPs) in health and disease: an overview. Frontiers. Bioscience 11:1696–1701Google Scholar
  3. Stocker W, Grams F, Baumann U et al (1995) The metzincins – topological and sequential relations between the astacins, adamalysins, serralysins, and matrixins (collagenases) define a superfamily of zinc-peptidases. Protein Sci 4:823–840CrossRefPubMedPubMedCentralGoogle Scholar

Copyright information

© © Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.WasserburgDeutschland

Personalised recommendations