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Magensaft

  • R. Tauber
  • F. H. Perschel
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Magensaft

Synonym(e)

Magensekret

Englischer Begriff

gastric juice; stomach secrete

Definition

Als Magensaft wird das wässrige und stark saure Sekret der hauptsächlich im Fundus gelegenen Magendrüsen bezeichnet.

Beschreibung

Magensaft wird in einer Menge von 1–3 L pro Tag gebildet und weist einen pH von 1,0–1,5 auf. Er enthält HCl, Proteinasen und Schleim, der den Intrinsic Factor enthält. Die quantitative Zusammensetzung der Hauptbestandteile ist in der folgenden Tabelle aufgeführt:

Bestandteil (Untersuchung)

Referenzbereich

Ammoniak

0,1–17 mmol/L im Nüchternsekret

Bei Patienten mit perforiertem Duodenalulkus: Konzentrationen von 2,5–16 mmol/L

Calcium

1,0–2,3 mmol/L

Chlorid

77,5–159 mmol/L

Freie Säure

≤115 mmol/L

Gesamtprotein

2,0–3,5 g/L, erhöhtes Gesamtprotein beim Ménétrier-Syndrom, z. B. 15 g/L unter Basalbedingungen

Das Elektropherogramm entspricht dem der Serumprotein-Elektrophorese

Kalium

6,5–16,5 mmol/L

Magnesium

0,25–1,5 mmol/L

Muzin

0,5–15 g/L

Natrium

18,5–69,9 mmol/L

Pepsin I–II

Männer: 19 kU/24 h (38 °C)

Frauen: 29 kU/24 h (38 °C)

Phosphat anorganisch

0,19–5,8 mmol/L

Literatur

  1. Thomas L (2012) Magensaft. In: Thomas L (Hrsg) Labor und Diagnose. Indikation und Bewertung von Laborbefunden für die medizinische Diagnostik, 8. Aufl. TH-Books, Frankfurt am Main, S 2188Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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