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Glucagon-like peptide 1

  • R. Tauber
  • F. H. Perschel
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Glucagon-like peptide 1

Englischer Begriff

Glucagon-like peptide 1

Definition

Glucagon-like peptide 1 (GLP 1) ist ein intestinales Peptidhormon, das mit Glucagon-like peptide 2 und Glukagon aus einer gemeinsamen Vorstufe (Proglukagon) gebildet wird.

Beschreibung

GLP 1 entsteht aus Prä-Proglukagon, das im ZNS, den L-Zellen des Dünndarms und im Pankreas gebildet wird. Im Pankreas wird Glukagon freigesetzt, während der Anteil, der GLP 1 und GLP 2 enthält, als großes, inaktives Peptid sezerniert wird. Im Darm und im ZNS hingegen verbleibt die Glukagonsequenz in einem größeren Peptid (Glicentin), während GLP 1 und GLP 2 freigesetzt und sezerniert werden. Die Freisetzung von GLP 1 aus dem Dünndarm erfolgt 5–30 Minuten nach Nahrungsaufnahme entsprechend der zugeführten Kalorienmenge. Steigende GLP 1-Konzentration im Plasma führt zu postprandialem Sättigungsgefühl sowie zu einer Hemmung der Magensäuresekretion und -motilität. Es gibt Hinweise darauf, dass verminderte GLP 1-Sekretion zu der Entstehung von Übergewicht beiträgt und GLP 1 für einen therapeutischen Ansatz geeignet ist.

Literatur

  1. Stanley S, Wynne K, Bloom S (2004) Gastrointestinal satiety signals. III. Glucagon-like peptide 1, oxyntomodulin, peptide YY and pancreatic polypeptide. Am J Physiol Gastrointest Liver Physiol 286:G693–G697CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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