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Nationale Parlamente

  • Valentin KreilingerEmail author
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Zusammenfassung

Der EU-Integrationsprozess wirkt sich auf die politischen Systeme der Mitgliedstaaten und die Rolle ihrer Parlamente im politischen Entscheidungsprozess aus. Daher wurde auf nationaler und europäischer Ebene eine Reihe von Instrumenten und Organen geschaffen, damit die nationalen Parlamente für eine wirksame demokratische Kontrolle europäischer Entscheidungen sorgen können. So entstanden, überwiegend in den 1990er-Jahren, in den nationalen Parlamenten Ausschüsse für europäische Angelegenheiten. Im Vertrag von Lissabon (2009) erhielten die nationalen Parlamente dann unter anderem spezifische Rechte, um die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips durch die Europäische Kommission zu kontrollieren. Außerdem finden bereits seit Jahren regelmäßig interparlamentarische Konferenzen und Treffen statt, die dem Informations- und Meinungsaustausch mit dem Europäischen Parlament dienen. Die nationalen Parlamente wurden somit zu eigenständigen Akteuren im EU-Mehrebenensystem.

Schlüsselwörter

Demokratie EU-Mitgliedstaaten Frühwarnmechanismus Interparlamentarische Zusammenarbeit Subsidiaritätskontrolle 

Weiterführende Literatur und Dokumente

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Centre for European Affairs at the Hertie School of GovernanceJacques Delors Institute BerlinBerlinDeutschland

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