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Handbuch Filmanalyse

Part of the series Springer Reference Geisteswissenschaften pp 1-17

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Mise en Scène

Zusammenfassung

Es existieren verschiedene Verwendungsweisen des Begriffs Mise en Scène, die in diesem Beitrag zunächst unterschieden und erläutert werden. Anschließend geht der Autor anhand eines engeren Begriffsverständnisses auf den Beitrag der Mise en Scène zur Bildkomposition und zur Narration, sowie auf autothematische Konstruktionen und auf das Verhältnis zum Nachbarkonzept der Découpage ein. Verstanden wird Mise en Scène dabei als Organisation jener Parameter, die die profilmische Situation visuell strukturieren: Dekor, Lichtsetzung, Kostümierungen und Choreografie der Darsteller. Die Mise en Scène entfaltet ihre Wirkung allerdings erst im weiteren Zusammenhang mit anderen Gestaltungsebenen (Découpage, Montage, Sounddesign etc.). Das Konzept der Mise en Scène ist so im emphatischen Sinn ein analytisches: Im Sinne der Analyse der Gesamtwirkung eines Films oder eines andersartigen audiovisuellen Werkes werden einzelne Aspekte isoliert, um sie genauer zu erfassen und sie in ihrer Wechselwirkung miteinander und ihrem Zusammenspiel mit anderen Ebenen untersuchen zu können – also die reale Synthese der Elemente konzeptuell zu entfalten.

Schlüsselwörter

Ästhetik Bildkomposition Choreografie Découpage Regie