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Medienstruktur

  • Matthias KünzlerEmail author
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Medienstrukturen lassen sich als Elemente von Mediensystemen (Medienorganisationen) und deren reziproken sozialen Beziehungen zu Akteuren in vor- und nachgelagerten Märkten definieren. Diese sozialen Beziehungen bilden Muster, die auf eine bestimmte zeitliche Dauer gestellt sind. Mediensystem-Typologien erlauben es, die Komplexität solcher Muster auf einige Variablen zu reduzieren und für eine bestimmte Anzahl an Systemen vergleichbar zu machen.

Schlüsselwörter

Medienstruktur Mediensystem Typologie Politik Marktgrösse Struktur und Handlung 

1 Einleitung

Diskussionen über Medienqualität setzen oft beim Medieninhalt an. Dies ist verständlich, da es sich dabei um das direkt wahrnehmbare Produkt von Medien handelt. Dabei geht oft vergessen, dass Medienstrukturen die Rahmenbedingungen schaffen, die einen erheblichen Einfluss auf die Erarbeitung der Inhalte und damit die Medienqualität haben. Der folgende Beitrag begründet deshalb zunächst die Relevanz der Medienstrukturforschung nach der Herleitung einer entsprechenden Definition. Im zweiten Teil wird die zentrale Frage nach dem Zusammenwirken von Struktur und Handlung aufgeworfen, wobei auf Ansätze fokussiert wird, die zwischen dem strukturdeterminierenden und dem methodologischen Individualismus vermitteln. Im dritten Teil wird schliesslich ein Überblick über verschiedene Mediensystemtypologien, deren Zielsetzungen und Entwicklung gegeben.

2 Konzept und Definition

2.1 Verständnis/Definition

Der Strukturbegriff umfasst mehrere Bedeutungen: 1.) Die Gliederung bzw. der Aufbau eines Gegenstandbereichs (vgl. Töpfl 2011, S. 76), 2.) auf empirischer Basis entdecktes regelmässiges Handeln oder Verhalten (vgl. Boudon und Bourricaud 1992, S. 557) und 3.) „Elemente, aus denen ein Gegenstand […] aufgebaut ist, und die Art und Weise, in der sie zusammenhängen“ (vgl. Lüdtke 2011, S. 660). Je nach Theoriereferenz wird auf unterschiedliche Strukturelemente fokussiert:
  • auf Organisationen, organisierte Gruppen etc. und deren wechselseitige Beziehung (aus der Perspektive von Theorien zu sozialen Systemen)

  • auf Ideen in Form von Deutungs- und Erwartungsstrukturen (in institutionalistischer Perspektive; vgl. Stones 2007, S. 4862)

  • intendierte oder nichtintendierte „Handlungswirkungen“ (Schimank 2016, S. 16) oder Regeln und Ressourcen (vgl. Treibel 2006, S. 259) (in handlungstheoretischer Perspektive).

Diese unterschiedlichen Sichtweisen auf Strukturen lassen sich produktiv zur Definition des Begriffs „Medienstruktur“ nutzen.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass Medienstrukturanalysen bei einer meso- und makroorientierten Sichtweise ansetzen. Dies ist dem in der Kommunikationswissenschaft verbreiteten Verständnis von Medien geschuldet, das Medien mit „Kommunikationsmedien“ bzw. „Medien zweiter Ordnung“ gleichsetzt, die sich dadurch auszeichnen, dass sie sinnhafte Kommunikation zwischen Akteuren auf privater Ebene oder auf verschiedenen Ebenen von Öffentlichkeit herstellen und Bedeutung vermitteln (vgl. Beck 2006, S. 12; Künzler et al. 2013a, b). In diesem Verständnis sind Medien mehr als reine Techniken zum Transport oder zur Speicherung von Inhalten (wie dies z. B. bei der Computerfestplatte oder dem Internet als über Protokolle verbundene computerbasierte Netzwerke der Fall ist). Vielmehr sind (Kommunikations-)Medien durch ihre Kombination von technischen Eigenschaften und Institutionalisierung im Rahmen bestimmter Organisationsformen (z. B. als privat-kommerzielle oder öffentlich-rechtliche Medien) in mannigfaltiger Art und Weise mit den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen verbunden (wie dies z. B. beim Fernsehen, sozialen Netzwerken oder der Presse der Fall ist) (vgl. Saxer 1999, S. 5–6).

Aufgrund dieser Überlegungen werden Medienstrukturen hier als Elemente von Mediensystemen und deren reziproken, sozialen Beziehungen definiert. Die Kernelemente von Medienstrukturen sind damit Medienorganisationen und deren vielfältige Beziehungen zu anderen korporativen Akteuren (hoher formaler Organisationsgrad) und kollektiven Akteuren (geringer formaler Organisationsgrad) in vor- und nachgelagerten Märkten und in anderen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur etc.). Diese Beziehungen von Medienorganisationen zueinander und zu Akteuren aus anderen gesellschaftlichen Bereichen bilden Muster, die auf eine bestimmte zeitliche Dauer gestellt sind (Abb. 1).
Abb. 1

Strukturelemente von Mediensystemen

Erläuterungen: vM: Organisationen in vorgelagerten Märkten wie Mediaagenturen, Druckereien; nM: Organisationen in nachgelagerten Märkten, wie Telekommunikationsunternehmen, Kioske; MO: Medienorganisationen unterschiedlichen Typus (kommerziell, nicht kommerziell etc.), welche publizistische Inhalte für unterschiedliche Mediengattungen herstellen (Print, Rundfunk, Online etc.). Die gestrichelten Linien symbolisieren Interdependenzen zwischen den Akteuren. Auf einer höheren Ebene finden sich internationale Organisationen, die ebenfalls in interdependenter Beziehung zu Mediensystemen stehen, z. B. durch Regelungen wie die „Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste“ AVMD der EU (ein Überblick bietet Puppis 2010, S. 119–165).

2.2 Modelle zur Begründung der Relevanz von Medienstrukturen

Auf die Bedeutung der Medienstrukturforschung haben bereits Paul F. Lazarsfeld und Robert K. Merton Ende der 1940er-Jahren hingewiesen. Sie plädierten dafür, die Wirkung der Existenz von Massenmedien, die Wirkung bestimmter Eigentums- und Organisationsformen von Massenmedien und die Wirkung von Medieninhalten zu untersuchen (vgl. Puppis et al. 2013, S. 11–12). In verschiedenen Modellen wurde diese von Lazarsfeld/Merton postulierte Wirkung von Medienstrukturen begründet; besonders zu erwähnen sind das „Modell zur Identifikation von Journalismus-Systemen“ von Weischenberg und die kommunikationswissenschaftliche Adaption des „Structure-Conduct-Performance“-Modells aus der Industrieökonomie.

In seinem Modell benennt Weischenberg (2004, S. 68–71) die strukturellen Bedingungen, welche das Handeln von Journalistinnen und Journalisten beeinflussen. Diese strukturellen Bedingungen betten die journalistischen Rollenträger wie Zwiebelschalen in mehreren Schichten in den gesellschaftlichen Kontext ein: Die zur Verfügung stehenden Quellen und Darstellungsformen bilden den „Funktionskontext“, dem der „Strukturkontext“ im Sinne ökonomischer und organisatorischer Strukturen folgt. Die äussere Schicht bildet schliesslich der „Normenkontext“ mit historischen, rechtlichen Grundlagen, professionellen, ethischen Standards etc.

Das „Structure-Conduct-Performance“ (SCP, zu Deutsch: Struktur-Verhalten-Ergebnis) Modell bietet einen weiteren Analyserahmen, der von kausalen Zusammenhängen zwischen strukturellen Faktoren und Medienleistungen ausgeht (vgl. Just und Latzer 2003, S. 87–88; Picard und Russi 2012, S. 242–243). In Übertragung des Modells aus der Industrieökonomie auf den Medienbereich (vgl. u. a. McQuail 1992, S. 96; Siegert 2001, S. 12) besagt es, dass politische, wirtschaftliche, kulturelle und technische Faktoren jene gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind, welche die Marktstruktur beeinflussen. Die Markstruktur wirkt sich wiederum auf das Verhalten von Medienorganisationen und das Marktergebnis (Medieninhalte und deren Nutzung) aus. Gleichzeitig kann das Handeln der Medienorganisationen auf die strukturellen Rahmenbedingungen zurückwirken (vgl. „Systemtheorie/Mediensystem“ von Klaus Beck in diesem Band). Eine Übertragung des Modells auf grenzüberschreitende Medienkommunikation legten Altmeppen et al. (2012, S. 47) vor.

2.3 Struktur und Handlung

Die Berücksichtigung der Wirkung von Verhalten und Ergebnis auf die Marktstruktur durch die Revision des ursprünglichen SCP-Modells aus der Ökonomie (vgl. Ramstad 1997, S. 46) verweist auf die grundlegende Frage in der Beschäftigung mit Medienstrukturen bzw. soziale Strukturen: Inwiefern prägen Medien- und soziale Strukturen das Akteurshandeln und inwiefern wirkt Akteurshandeln auf ebendiese Strukturen zurück?

Zunächst lassen sich diese Fragen mit zwei gegensätzlichen paradigmatischen Ansichten beantworten: Strukturen determinieren Akteurshandeln, indem sie eine emergente Ebene bilden, die sich dem Handeln zumindest in Teilen entzieht. Oder: Strukturen sind das Ergebnis reinen Akteurshandelns, im Sinne des methodologischen Individualismus (vgl. Stones 2007, S. 4861).

Seit einiger Zeit sind weitere Ansätze entstanden, die zwischen diesen beiden Paradigmen zu vermitteln versuchen. Zwei davon haben in der deutschsprachigen Kommunikationswissenschaft besondere Beachtung gefunden: Schimanks Modell der Akteur-Struktur-Dynamik und Giddens Strukturationstheorie.

Schimank (2016, S. 204–206) bietet über seine Konzeptualisierung von sozialen Strukturen als Beziehungsmuster die Grundlage zur Beschreibung und Erklärung des Zusammenspiels von Struktur und Handlung. Solche Beziehungsmuster manifestieren sich in
  • Deutungsstrukturen, die das Wollen von Akteuren umfassen und z. B. aus Berufs-, alltagsweltlichem Wissen, Werten, Leitbildern etc. bestehen;

  • Erwartungsstrukturen, welche das Sollen von Akteuren bestimmen, wobei es sich dabei um formalisierte Rechtsvorschriften oder nichtformalisierte soziale Regeln handeln kann;

  • Konstellationsstrukturen, die das Können von Akteuren beeinflussen und u. a. den Zugang zu bestimmten Ressourcen, Zusammenwirken mit anderen Akteuren etc. umfassen.

Dieses Modell ermöglicht es, Regeln und Normen, Deutungen, Ideen sowie Akteurskonstellationen inklusive Ressourcenverteilung und die Interdependenzen zwischen diesen Dimensionen von Strukturen zu analysieren.

Das explizite Ziel von Giddens (1997, S. 41) Strukturationstheorie ist es, die erwähnten gegensätzlichen paradigmatischen Sichtweisen auf Strukturen zu überwinden. Er versucht zu begründen, dass Strukturen menschliches Handeln ermöglichen und begrenzen, gleichzeitig aber durch Akteurshandeln produziert und reproduziert werden (vgl. Wyss 2016, S. 267). Giddens versteht Strukturen als Regeln und Ressourcen, die unter Rückgriff auf bestimmte Modalitäten mit dem Handeln als Kommunikation von Sinn und Bedeutung, moralischer Bindung und Sanktion sowie Anwendung und Mobilisierung von Machtmitteln verbunden sind (vgl. Lamla 2001, S. 288). Damit bietet Giddens einen Interpretationsrahmen, der sich auf konkrete Handlungsfelder wie Journalismus und PR anwenden lässt (vgl. u. a. Wyss 2016, S. 273; Szyska 2013, S. 265–268).

Der Vorteil dieser Theorien zur Überwindung des Dualismus von Struktur und Handeln besteht zum einen darin, dass sie Kategorien liefern, die es erlauben, den Zusammenhang zwischen Makro-, Meso- und Mikroebene empirisch zu analysieren (sogenannter Makro-, Mikro-Link) (vgl. Puppis et al. 2013, S. 23). Zum anderen erklären diese Ansätze auf einer theoretischen Ebene, wie durch Akteurshandeln Strukturen entstehen, sich verändern und sich auf das Handeln zurückwirken. Dies ist insbesondere für die Analyse des Wandels von Medienstrukturen von grosser Relevanz (vgl. Seufert 2013).

Zu betonen ist, dass Medienstrukturen nie statisch sind. Veränderungen bei den Medienorganisationen und deren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern auch die Strukturelemente, deren Beziehungen zueinander und deren Beziehungen zur Umwelt. Damit führt der Medienwandel zu einer Veränderung von Medieninhalten und damit den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leistungen der Medien (vgl. Studer et al. 2013, S. 32–34).

3 Typologien von Medienstrukturen

3.1 Abgrenzung von Medienstrukturen

Die Beschäftigung mit Medienstrukturen findet in den unterschiedlichen Teildisziplinen Medienpolitik und -recht, Medienökonomie, Mediengeschichte und politische Kommunikation statt; ein eigentlicher disziplinärer Ort fehlt jedoch (vgl. Puppis et al. 2013, S. 25). Dies dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass Medienstrukturen in vielfältige politische, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen eingebettet sind, die als Einzelaspekte von den entsprechenden Teildisziplinen bearbeitet werden. Eine integrative Sichtweise auf Medienstrukturen findet sich am ehesten in Analysen von Mediensystemen einzelner Länder (z. B. Beck 2012; Plasser und Pallaver 2017; Künzler 2013; Hetzer 2015) und in der komparativen Medienforschung (vgl. z. B. Schneider und Schütz 2004; Esser und Pfetsch 2003; Hagenah et al. 2015; Thomaß 2013).

Solche Medienstrukturanalyen grenzen ihren Gegenstand oft auf Nationalstaaten ein. Analysen von Strukturen der globalen Kommunikation oder nationenübergreifenden Kulturräumen sind hingegen rar (als eine der wenigen Ausnahmen vgl. Berghofer 2017), obwohl sich Journalismuskulturen, Rezeptionsformen und Diasporas entwickeln, die transnational sind (vgl. Couldry und Hepp 2012, S. 249, 254–255).

Dennoch hat die Abgrenzung von Medienstrukturen entlang nationalstaatlicher Grenzen nach wie vor seine Berechtigung: Politische Kommunikation spielt sich zu einem grossen Teil in diesem Raum ab. Der Geltungsbereich von medien-, kultur- und wirtschaftspolitischen Regulierungen erstreckt sich oft auf diese Grenzen; dementsprechend diffundieren internationale Regulierungen (z. B. durch EU oder den Europarat) und transnationale kulturelle Muster auf der nationalen Ebene auf ihre spezifische Art und Weise (vgl. Hardy 2012, S. 197).

Zudem ist gerade die komparative Medienstrukturforschung geeignet, Strukturmerkmale eines Mediensystems zu kontextualisieren, Kausalitäten und transkulturelle Muster zu entdecken oder zu prüfen; die eigene Perspektive und unhinterfragte normative Annahmen in Frage zu stellen oder Annahmen über Mediensysteme in Form von Quasi-Experimenten vor unterschiedlichem strukturellen Hintergrund zu testen (vgl. Thomaß 2013, S. 29–30).

3.2 Zielsetzungen und Entwicklung von Medienstruktur-Typologien

Analysen von Medienstrukturen bilden die empirische Grundlage von Strukturvergleichen. Eine zentrale methodologische Zielsetzung solcher Vergleiche ist die Bildung von Klassifikationen und Typologien. Voraussetzung dafür ist es, die Komplexität von Medienstrukturen auf einige Variablen zu reduzieren und die Ausprägungen dieser Variablen für eine bestimmte Anzahl an Mediensystemen zu vergleichen. Dadurch lassen sich Mediensystem-Typologien und Modelle bilden (vgl. Esser und Hanitzsch 2012, S. 4–5).

Die gegenwärtig am häufigsten verwendeten Klassifikationen und Typologien von Mediensystemen basieren auf Strukturvariablen, die entweder das Verhältnis von Medien zur Politik beschreiben oder das Verhältnis von Medien zur Wirtschaft (insbesondere Grösse der Heimmärkte).

Die Medienstrukturforschung hat in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Werke mit unterschiedlichen Typologien hervorgebracht und diese laufend verfeinert – obwohl davon eher eine kleine Anzahl an Werken eine breite Verwendung gefunden haben. In Anbetracht der grossen Vielfalt an Ansätzen ist die Aufarbeitung des Forschungsstands durch Thomaß und Kleinsteuber (2013) sowie Esser und Hanitzsch (2012) äusserst wertvoll. Ihrer Einfachheit wegen soll die thematisch-chronologische Unterteilung des Forschungsstands in vier Paradigmen durch Esser und Hanitzsch (2012, S. 8–9) synoptisch wiedergegeben werden:
  1. 1.)

    „The U.S. and the Rest“: Dieses Paradigma war in den 1950er- und 1960er-Jahren dominant. Es hat Mediensysteme und ihre Strukturen entlang des West-Ost-Konflikts unterteilt und normativ bewertet, wobei oft eine US-zentristische Position eingenommen wurde.

     
  2. 2.)

    „The North and the South“: Die Ungleichheiten der globalen Kommunikationsflüsse und ungleiche Berücksichtigung der verschiedenen Weltregionen rückte ab den 1970er-Jahren in den Fokus der Forschung. Von besonderer Bedeutung in diesen Diskussionen war die Kontroverse in der UNESCO um die „New World Information and Communication Order“ (NWICO).

     
  3. 3.)

    „The West and the West“: Vor dem Hintergrund der beschleunigten Integration im Rahmen der EU und der Liberalisierung der Rundfunkmärkte interessierte der Vergleich von Medienstrukturen und deren Wandel in den 1980er- und 1990er-Jahren vor allem in den europäischen Ländern.

     
  4. 4.)

    „The West and the Global“: Die Analyse von Strukturen auf globaler Ebene ist seit den 1990er-Jahren wieder verstärkt in den Blickpunkt der Forschung geraten. Vermehrt wurden die Medienstrukturen asiatischer, lateinamerikanischer und afrikanischer Länder untersucht und bspw. in Typologien von Journalismuskulturen (vgl. Hanitzsch et al. 2011) oder Mediensystemen (vgl. Blum 2014) berücksichtigt.

     

3.3 Typologie nach dem Verhältnis von Medien und Politik

Eine weitverbreitete Variante ist die Typologie von Mediensystemen entlang des Verhältnisses von Politik und Medien. Solche Typologien basieren auf der von Siebert et al. (1956, S. 1–2) erstmals formulierten Grundannahme, „the press always takes on the form and coloration of the social and political structures within which it operates“. Darin wurden die strukturellen Verbindungen der Medien zum politischen System auf Basis der Variablen politische Werte, professionelle Ethik und Geschichte analytisch in den Blick genommen. Obwohl die „vier Theorien“ die Rivalität des Ost-West-Konflikts widerspiegeln, wurden sie in den kommenden Jahrzehnten weiterentwickelt (z. B. von Jarren und Meier 2002, S. 103) oder gaben den Anstoss zur Entwicklung anderer Modelle (ein guter Überblick bieten Christians et al. 2009, S. 7–13).

Davon inspiriert sind auch die „Three Models of Media and Politics“ von Hallin/Mancini (2004), welche trotz aller Kritik (z. B. von Humphreys 2012) seit einer Dekade wohl zu den am häufigsten verwendeten und diskutierten Modellen der vergleichenden Medienstrukturforschung zählen. Auf Grundlage von Strukturvariablen zum Verhältnis von Medien und Politik sowie Markt-/Mediensystemvariablen werden das „demokratisch-korporatistische“, das „liberale“ und das „polarisiert-plurale“ Modell gebildet. Sie erlauben es, die Mediensysteme der westlichen Welt danach zu unterteilen, inwiefern ihre Strukturen zu einem ausgeprägten öffentlichen Mediensektor (demokratisch-korporatistisches Modell), einem vorwiegendem Marktsystem (liberales Modell) oder zu einem dirigistischen System mit hohem Staatseinfluss (polarisiert pluralistisch) tendieren (vgl. Hallin und Mancini 2004, S. 67–68). Zur Berücksichtigung des Transformationsprozesses in den ostmittel- und osteuropäischen Staaten hat Tenscher (2007, S. 6) das „transformatorische bzw. osteuropäische“ Modell als viertes Modell vorgeschlagen. Die Mediensysteme in Transformationsländern und in „semi-demokratischen Herrschaftsordnungen“ hat Töpfl (2011, S. 241) in weitere Typen unterteilt: Er unterscheidet Mediensysteme „ohne massgebliche Defizite“, „mit strukturellen Defekten“, mit „prozessualen Defekten“ sowie „mit strukturellen und prozessualen Defekten“ (vgl. Töpfl 2011, S. 258–259).

Eine weitergehende Typisierung, die versucht, nicht nur die Strukturen von Mediensystemen der westlichen und europäischen Welt, sondern aller Weltregionen zu berücksichtigen, legte Blum (2014) vor. Er ergänzt das „liberale“, „Public-Service“- und „Klientel“-Modell, die Ähnlichkeiten zu den drei Modellen von Hallin/Mancini aufweisen, um das „Schock-Modell“ für formale Demokratien mit hohem Regierungseinfluss und grosser Kontrolle des Staates über die Medien, um das „Patrioten-Modell“ für autoritäre Regierungssysteme mit entsprechend engen Verbindungen von Staat, politischen Strömungen und Medien sowie um das „Kommando-Modell“ mit totalitären Regierungssystemen, bei dem die Medien Sprachrohr der politischen Führung sind (vgl. Blum 2014, S. 383–392).

3.4 Typologie nach dem Verhältnis von Medien und Marktgrösse

Eine weitere oft verwendete Typologie von Mediensystemen ist jene der Variable ‚Grösse eines Heimmarkts‘. Die Marktgrösse lässt sich über unterschiedliche Indikatoren bestimmten:
  • absoluten Indikatoren wie Anzahl Einwohner, geografische Grösse, Grösse des Bruttosozialprodukts (sogenannter „absolute approach“)

  • Grössenunterschied zwischen zwei oder mehreren Nachbarländern („relational appproach“)

  • subjektive Empfindung von Kleinheit respektive Grösse („attributive approach“).

In der Publizistikwissenschaft wird in der Regel mit dem absoluten Indikator „Anzahl Einwohner“ gearbeitet. Dieser erlaubt es, die medienökonomischen Auswirkungen eines kleinen Heimmarkts auf die Medienstruktur zu untersuchen. Länder mit maximal 18 Millionen Einwohnern werden deshalb unabhängig von ihrer Fläche als Kleinstaat definiert. Selten werden davon noch kleinere Länder (weniger als 100.000 Einwohner) mit der Bezeichnung „Mikrostaaten“ abgegrenzt.

Die Auswirkungen der Kleinstaatlichkeit auf die Medienstruktur wurden in einer Reihe von älteren und neueren Studien aufgearbeitet und lassen sich summarisch wie folgt zusammenfassen (vgl. insbesondere Puppis und D’Haenens 2009; Siegert 2006; Bonfadelli und Meier 1994; Trappel 1991; Kleinsteuber 1990):
  • Ressourceknappheit: Die kleinen Rezipienten-, Werbe- und Ereignismärkte verstärken den Effekt der im Medienbereich ausgeprägten Fixkostendegression. Die relativ hohen Produktionskosten lassen sich auf eine verhältnismässig geringere Anzahl von Mediennutzern verteilen, was die kontinuierliche Versorgung mit einheimischen Medienprodukten verteuert und Medienkonzentration begünstigt.

  • Hohe ausländische Medienpräsenz, Spill-Over-Effekt und Auslandsorientierung: Ausländische Medieninhalte werden in Kleinstaaten in viel höherem Ausmass genutzt als in grossen Ländern, v. a. wegen des Einstrahlens von ausländischen Rundfunkprogrammen infolge geografischer Nähe (Spill-Over). Dies führt auch inhaltlich zu einer verstärkten Orientierung an den grossen Nachbarstaaten; eine Annahme, die auf europäische Kleinstaaten bezogen von den wenigen dazu vorhandenen empirischen Studien eher bestätigt worden ist (vgl. Bauer et al. 2009; Lischer 2014, S. 214; in teilweisem Widerspruch Greyer et al. 2015, S. 437).

  • Verletzlichkeit zum einen in der Medienpolitik: Unternehmen können Medienregulierungen durch die hohe ausländische Medienpräsenz teilweise umgehen. Ein Beispiel dafür sind „Werbefenster“ auf ausländischen Fernsehsendern, die spezifische Werbung für das Zielland ausstrahlen. Dadurch ist der Auf- oder Ausbau bspw. von privaten Fernsehsendern in einigen Ländern gehindert worden (vgl. Künzler 2013, S. 34–35) oder Werberegulierungen wurden von den Entwicklungen in den Nachbarländern beeinflusst (vgl. Puppis et al. 2012, S. 72). Zum anderen kann Verletzlichkeit sich auch unternehmenspolitisch auswirken: Die Chance der Übernahme von Medienunternehmen durch globale Konzerne ist erhöht oder sie dominieren bestimmte Wirtschaftsbereiche (vgl. Siegert 2006, S. 196). Im Onlinebereich spielt dieser Effekt global und auch in grossen nationalen Märkten: Schätzungen gehen davon aus, dass der Marktanteil von Alphabet und Facebook beinahe zwei Drittel des globalen, digitalen Werbemarkts beträgt (vgl. Vorkötter 2017, S. 40; Henkel 2018).

  • Tendenz zu medienpolitischem Interventionismus: Die kleinen Heimmärkte schränken die Möglichkeiten ein, Medienvielfalt durch Wettbewerb zwischen verschiedenen Medienunternehmen zu erreichen. Deshalb tendieren kleine Länder zur Unterstützung einer eigenständigen Medienkultur eher zu einer interventionistischen Medienpolitik, welche u. a. in der Begünstigung von Medienkonzentration, Medienförderung oder Aufrechterhaltung öffentlicher Rundfunkmonopole besteht (vgl. Puppis 2009, S. 14–15).

4 Fazit

Medienstrukturen lassen sich als Medienorganisationen und deren vielfältigen Beziehungen zu unterschiedlichen Akteuren in vor- und nachgelagerten Märkten und anderen gesellschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Politik, Kultur etc.) definieren. Deren soziale Beziehungen bilden Muster, die über einen gewissen Zeitraum auf Dauer gestellt sind und die Rahmenbedingungen für die Produktion von Medieninhalten schaffen. Medienstruktur und Handeln der Medienschaffenden ist jedoch weniger als paradigmatischer Gegensatz zwischen dem Primat von struktureller Emergenz oder methodologischem Individualismus aufzufassen, sondern eher als Zusammenspiel: Strukturen entstehen durch Akteurshandeln, Strukturen wirken aber wiederum auf Handeln zurück, u. a. indem sie Handeln ermöglichen.

Die tendenzielle Meso- und Makroorientierung der Medienstrukturforschung führt dazu, dass vielfältige politische, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden, weshalb ein eigenständiger disziplinärer Ort für diese Forschung fehlt. Mediensystemtypologien erlauben es jedoch, die Komplexität dieser Interdependenzen zwischen Medienorganisationen und Akteuren aus dem Bereich ihrer gesellschaftlichen Umwelt auf wenige Variablen zu reduzieren und dadurch erst vergleichbar zu machen. Die meisten Typologien werden auf Grundlage von Variablen gebildet, die entweder das Verhältnis von Politik und Medien oder die Marktgrösse berücksichtigen. Erfolgsversprechende Weiterentwicklungen der Medienstrukturforschung dürften im verstärkten Einbezug unterschiedlicher Formen von Onlinekommunikation, der Analyse des Strukturwandels und dessen Auswirkungen auf Leistungen und Qualität des Journalismus liegen.

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Authors and Affiliations

  1. 1.IMP – Institut für Multimedia ProductionHochschule für Technik und Wirtschaft HTW ChurChurSchweiz

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