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Theodor W. Adorno und die Kultursoziologie

  • Stefan Müller-Doohm
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Zusammenfassung

Kultur als eigenständige Sphäre des Geistigen, der das authentische Kunstwerk angehört, ist eine historische Errungenschaft der bürgerlichen Gesellschaft und transformiert sich mit dieser im Zuge der Industrialisierung und Kapitalisierung. Kultur wird in der universalen Tauschgesellschaft zur Ware und zugleich Gegenstand der Administration. Adornos Analyse der kulturindustriellen Massenproduktion deckt auf, dass der Kulturkonsum ausschließlich dem Amüsement dient: „Was man den Gebrauchswert in der Rezeption der Kulturgüter nennen könnte, wird durch den Tauschwert ersetzt, anstelle des Genusses tritt Dabeisein und Bescheidwissen, Prestigegewinn anstelle der Kennerschaft. Der Konsument wird zur Ideologie der Vergnügungsindustrie, deren Institutionen er nicht entrinnen kann.“(Adorno 1997d, GS Bd. 3, S. 181).

Schlüsselwörter

Kultur Gesellschaft Kritik Kulturindustrie Massenmedien 

Literatur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SozialwissenschaftenCarl von Ossietzky Universität OldenburgOldenburgDeutschland

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