Geschichte der Soziologischen Gesellschaft in Graz

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Zusammenfassung

Die 1908 gegründete und 1935 aufgelöste Soziologische Gesellschaft in Graz (SGG) formierte sich im Freundes- und Schülerkreis von Ludwig Gumplowicz als zweite derartige Vereinigung im deutschen Sprachraum. Vorbild war die im Jahr zuvor konstituierte Wiener Soziologische Gesellschaft, zu der es aber deutliche Unterschiede gab. Kein Ausschussmitglied war soziologisch tätig. Politisch war sie liberal-deutschnational dominiert. Es mangelte an einer universitären Verankerung und an internationalen Beziehungen. Mit ihrer Schriftenreihe „Zeitfragen aus dem Gebiete der Soziologie“ lieferte sie dennoch einen beachtenswerten Beitrag zur soziologischen Literatur. Vor allem aber wirkte sie mit, Graz als einen frühen Ort der Soziologie in Österreich zu etablieren.

Schlüsselwörter

Graz Soziologische Gesellschaft Sektion für Kriegerheimstätten Sektion für Bodenreform Zeitfragen aus dem Gebiete der Soziologie Ludwig Gumplowicz 

Literatur

  1. Acham, Karl. 2011. Wien und Graz als Stätten einer frühen soziologischen Forschungs- und Vereinstätigkeit. In Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften aus Graz. Zwischen empirischer Analyse und normativer Handlungsanweisung: wissenschaftsgeschichtliche Befunde aus drei Jahrzehnten, (Kunst und Wissenschaft aus Graz. 3.), Hrsg. Karl Acham, 409–431. Wien-Köln-Weimar: Böhlau.Google Scholar
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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2016

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für SoziologieUniversität GrazGrazÖsterreich

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