Labordiagnostik: Plasmaproteine

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Unter dem Begriff Plasmaproteine werden die Proteine des Blutplasmas und der interstitiellen Flüssigkeit verstanden, die unter physiologischen Bedingungen eine konstante Verteilung in beiden Flüssigkeitsräumen haben. Nicht dazu gezählt werden z. B. Enzyme, Hormone oder Gerinnungsfaktoren. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Plasmaproteine überwiegend in den Hepatozyten synthetisiert, modifiziert (häufig zu Glyko-, teilweise zu Lipoproteinen) in Vesikeln des Golgi-Apparates gespeichert und durch Exozytose in den extrazellulären Raum geleitet. Durch verschiedene Prozesse (Diffusion, Pinozytose, interzelluläre Brücken) verteilen sich die Plasmaproteine kontinuierlich von der interstitiellen Flüssigkeit in die Blutbahn und umgekehrt, wobei die Verteilung u. a. vom Molekulargewicht der Proteine abhängig ist.

Literatur

  1. Hallbach J (2011) Klinische Chemie und Hämatologie. Thieme, StuttgartGoogle Scholar

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Klinische Chemie und PathobiochemieOtto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Medizinische FakultätMagdeburgDeutschland

Section editors and affiliations

  • Hendrik Lehnert
    • 1
  1. 1.Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus LübeckLübeckDeutschland

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