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Illegale Drogen – Prävalenz, Bedeutung und Implikationen für die Prävention und Gesundheitsförderung

  • Rainer GrecaEmail author
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Pflege – Therapie – Gesundheit book series (SRPTG)

Zusammenfassung

Weltweit nimmt der Kampf gegen Drogenproduktion und -handel zu. Unterschiedliche Untersuchungsergebnisse zeigen aber, dass nach wie vor Angebot und Nachfrage weltweit auf hohem Niveau stagnieren und der Konsum sogar zunimmt. Das gilt auch für die meisten Länder Europas und die Bundesrepublik Deutschland. Nach einer Diskussion des Unterschieds zwischen legalen und illegalen Drogen wird in diesem Artikel die Prävalenz für illegale Drogen in Deutschland nach Altersgruppen, Schulbesuch und Bundesländern dargestellt. Ergänzt werden diese Daten durch Befunde der Kriminalstatistik, von Abwasseranalysen und registrierten Todesfällen aufgrund von Drogenüberdosierung. Fasst man die Untersuchungsbefunde zusammen, so zeigt sich, dass es eine erhebliche Zunahme des illegalen Drogenkonsums bei Kokain, einen deutlichen Zuwachs bei Crystal und Cannabis – die am meisten konsumierte illegale Droge in Deutschland –, dagegen einen Rückgang bei Ecstasy und Heroin gegeben hat. Nach einem Ausblick auf die zahlreichen Präventionsmaßnahmen werden Paradoxien der Drogenpolitik und der Präventionsprogramme beschrieben.

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Authors and Affiliations

  1. 1.Katholische Universität Eichstätt-IngoldstadtIngolstadtDeutschland

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