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Carbohydrate antigen 27-29

  • S. Holdenrieder
  • P. Stieber
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Carbohydrate antigen 27-29

Englischer Begriff

carbohydrate antigen 27-29

Definition

Carbohydrate antigen 27-29 ist ein 300 kDa schweres muzinöses Glykoprotein namens MUC-1. Das gleiche Muzin wird auch von Carbohydrate antigen 15-3-Assays erkannt.

Struktur

Carbohydrate antigen 27-29 ist ein hochmolekulares Kohlenhydratantigen der Milchfettkügelchen-Muzin-Familie, das mittels des monoklonalen Antikörpers B27-29 detektiert wird.

Molmasse

300 kDa.

Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination

Immunhistologisch wird CA 27-29 von Mammakarzinomen exprimiert, ebenso von normalem Brustdrüsengewebe. Außerdem fand es sich in Adenomen und Karzinomen des Kolons sowie bei Adenokarzinomen anderer Genese.

Funktion – Pathophysiologie

CA 27-29 kann wie alle Muzinmarker zur Therapiekontrolle und Nachsorge des Mammakarzinoms eingesetzt werden. Wegen nicht vorhandener Komplementarität zu CA 15-3 und MCA (Mucin-like cancer associated antigen) ist eine Kombination nicht sinnvoll. Als Zweitmarker empfiehlt sich CEA (Carcinoembryonales Antigen).

Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen

Plasma, Serum, Liquor, Aszites, Pleurapunktat.

Konventionelle Einheit

U/mL (kU/L).

Referenzbereich – Erwachsene

<25 kU/L (methodenabhängig).

Indikation

Therapiekontrolle und Nachsorge beim Mammakarzinom (mit CEA).

Interpretation

Neben dem Mammakarzinom kann CA 27-29 auch bei anderen Karzinomen des Kolons, des Magens, der Leber, der Lunge, des Kopf-Hals-Bereichs, des Ovars, der Prostata sowie bei Non-Hodgkin-Lymphomen erhöht sein.

Hinsichtlich benigner Erkrankungen sind gutartige Lebererkrankungen herauszuheben. Auch bei Mastopathien, benignen pulmonalen, gastrointestinalen und gynäkologischen Erkrankungen können erhöhte Werte gefunden werden.

Diagnostische Wertigkeit

Mammakarzinom: Therapiemonitoring, Rezidiverkennung (mit CEA).

Literatur

  1. Stieber P, Heinemann V (2008) Sinnvoller Einsatz von Tumormarkern. J Lab Med 32:339–360Google Scholar
  2. Sturgeon CM, Duffy MJ, Stenman UH et al (2008) National Academy of Clinical Biochemistry laboratory medicine practice guidelines for use of tumor markers in testicular, prostate, colorectal, breast, and ovarian cancers. Clin Chem 54:e11–e79CrossRefPubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für LaboratoriumsmedizinDeutsches Herzzentrum MünchenMünchenDeutschland
  2. 2.Institut für klinische ChemieKlinikum der Universität München (LMU)MünchenDeutschland

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