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Suszeptibilitätsgen

  • J. Arnemann
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Suszeptibilitätsgen

Englischer Begriff

susceptibility gene

Definition

Unter Suszeptibilitätsgen versteht man ein Gen, das per se bei Geburt keine Krankheit, aber durch eine Kombination von genetischen und Umwelteinflüssen eine erhöhte Erkrankungswahrscheinlichkeit für eine multifaktorielle Erkrankung bedingt.

Beschreibung

Versuche, häufigen Erkrankungen, wie z. B. Krebs, Asthma, Diabetes oder kardiovaskulären Erkrankungen, monogene Erbgänge zuzuordnen, sind in der Vergangenheit erfolglos geblieben, weshalb heutzutage das Konzept der multifaktoriellen Erkrankungen favorisiert wird. Grundlage soll danach eine Kombination aus genetischen Risikofaktoren sowie Umwelt- und Lifestyleeinflüssen sein. Zu den genetischen Risikofaktoren werden u. a. ungewöhnliche DNA-Varianten oder Kopplungsungleichgewichte in Schlüsselgenen für den Erkrankungsprozess gezählt, die in statistischen Erhebungen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine multifaktorielle Erkrankung zeigen. Zur Identifizierung dieser Suszeptibilitätsgene werden im Hochdurchsatz sehr große Kollektive gescreent.

Literatur

  1. McCarthy et al (2003) New methods for finding disease-susceptibility genes: impact and potential. Genome Biol 4:119CrossRefPubMedPubMedCentralGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung MolekulargenetikLabor Dr. WisplinghoffKölnDeutschland

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