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Onkogen

  • J. Arnemann
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Onkogen

Englischer Begriff

oncogene

Definition

Onkogene werden als aktivierte Krebsgene bezeichnet, wenn die Protoonkogen-Vorstufen durch Mutationen, wie beispielsweise Amplifikation, Punktmutation oder chromosomale Translokation, so aktiviert werden, dass z. B. eine Überexpression von Wachstumsfaktoren eine pathogene Proliferation der Zellen bedingt.

Beschreibung

Die Protoonkogene werden gemäß ihrer Funktion in der Literatur in 5 Gruppen zusammengefasst:
  1. 1.

    Wachstumsfaktoren

     
  2. 2.

    Zelloberflächenrezeptoren

     
  3. 3.

    Ausgewählte Gene der Signaltransduktionswege

     
  4. 4.

    Ausgewählte Transkriptionsfaktoren und DNA-bindende Proteine des Zellkerns

     
  5. 5.

    Ausgewählte Cycline und regulatorische Faktoren des Zellzyklus

     

Aktivierende Mutationen, wie z. B. Genamplifikationen oder Punktmutationen, führen zu einer Überexpression der Proteine, damit auch zum Ausfall der entsprechenden zellulären Kontrollfunktionen und zu einer Förderung ungebremsten Tumorwachstums. Bei Chromosomentranslokationen kommt es häufig zu einer Fusion eines Protoonkogens oder relevanter Domänen mit einem konstitutiv exprimierten Promotor, sodass das Protoonkogen unkontrolliert exprimiert wird.

Literatur

  1. Lee EYHP, Muller WJ (2010) Oncogenes and tumor suppressor genes. Cold Spring Harb Perspect Biol 2(10):a003236CrossRefPubMedPubMedCentralGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung MolekulargenetikLabor Dr. WisplinghoffKölnDeutschland

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