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Digitale PCR

  • J. Arnemann
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Digitale PCR

Synonym(e)

dPCR

Englischer Begriff

digital PCR

Definition

Die digitale PCR beruht auf einer Auftrennung in zahlreiche parallele Einzel-PCRs, die eine optimierte Quantifizierung von Zielmolekülen und auch seltenen Allelen ermöglichen.

Beschreibung

Die digitale PCR ist eine Alternative zur herkömmlichen quantitativen PCR. Die Basis einer digitalen PCR ist die Verwendung eines nanofluidischen Chip, dessen Kavitäten oder Wells mit den PCR-Reaktionsgemischen (DNA-Probe, Master-Mix, Assay-Reagenzien) beladen werden. Bei der Amplifikation wird die TaqMan-Chemie mit durch Farbstoff markierten Sonden zur Detektion von sequenzspezifischen Zielen verwendet. Da die zu analysierenden DNA- oder cDNA-Moleküle sehr stark verdünnt werden, liegen diese im optimalen Falle als Einzelmoleküle in den Kavitäten vor. In jeder Kavität wird eine individuelle PCR durchgeführt und quantitativ analysiert. Kavitäten ohne DNA sind dabei negativ, während Kavitäten mit mehr als einem DNA-Molekül sehr starke Signale ergeben, die mittels eines Korrekturfaktors heraus gerechnet werden.

Die Verwendung mutationsspezifischer Assays ermöglicht insbesondere im Bereich der Tumorgenetik die Detektion und Quantifizierung seltener Mutationen, auch im Sinne einer MRD-(„minimal residual disease“-)Diagnostik

Literatur

  1. Perkins et al (2017) Droplet-Based Digital PCR: Application in Cancer Research. Adv Clin Chem 79:43–91CrossRefPubMedGoogle Scholar
  2. Pohl G, Shih IM (2004) Principle and applications of digital PCR. Expert Rev Mol Diagn 4(1):41–47CrossRefPubMedGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Abteilung MolekulargenetikLabor Dr. WisplinghoffKölnDeutschland

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