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Quincke-Schliff

  • W. G. Guder
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Quincke-Schliff

Definition

Nach Heinrich I. Quincke (1842–1922), Internist in Kiel, benannter schräger Anschliff von Nadeln zur Gewinnung von Liquor (Liquor-Gewinnung), die heute weitgehend durch sog. atraumatische Nadeln ersetzt sind. Bei der Blutentnahme hat sich der Schliff jedoch international in verschiedenen Varianten durchgesetzt.

Beschreibung

Um ein leichtes und schonendes Durchstechen der Haut bei Injektionen und Probengewinnung im Liquorraum zu ermöglichen, schlug Quincke vor, die Nadeln mit einem ansteigenden Schliff zu versehen, der ein schmerzfreies Eindringen in die Haut und den Liquorraum ermöglichen sollte. Die häufigere Verletzung von Gefäßen machte jedoch die Verwendung der Nadeln nachteilig im Vergleich mit später erfundenen atraumatischen Nadeln, bei denen die Öffnung der Nadel von der Spitze entfernt ist (Sprotte-Nadel; Liquor-Gewinnung).

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  • W. G. Guder
    • 1
  1. 1.MünchenDeutschland

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