Polyglobulie

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Zusammenfassung

Polyglobulie

Synonym(e)

Erythrozytose

Englischer Begriff

polyglobulism; polycythemia

Definition

Vermehrung der Erythrozyten über die alters- und geschlechtsspezifische obere Referenzbereichsgrenze

Beschreibung

Als Polyglobulie wird eine Vermehrung der Erythrozyten bezeichnet. Diese Vermehrung der Erythrozyten ist meist mit einer gleichzeitigen Vermehrung des Hämoglobin-Gehaltes verbunden. Es können primäre, sekundäre und relative Erythrozytosen unterschieden werden. Primäre Erythrozytosen sind Ausdruck einer autonomen Steigerung der Erythropoese, sekundäre Formen gehen mit einer Erythropoetinerhöhung einher, während relative Formen durch einen Flüssigkeitsverlust (Hämokonzentration) bedingt sind (s. Tabelle).

Einteilung der Erythrozytosen (nach: Heimpel und Prümmer 1991):

Erythrozytose

Ursache

Primäre

Myeloproliferative Erkrankungen:

• Polyzythämia vera

• Essenzielle Thrombozythämie

• Osteomyelofibrose

Nichtneoplastische Formen (selten)

Sekundäre

Arterielle Hypoxie:

• Ventilationsstörung

• Venös-arterieller Shunt

O2-Transportstörung:

• Chronische CO-Intoxikation (Raucher)

• Hämoglobinanomalien mit erhöhter O2-Affinität

Paraneoplastisch

• Nierentumoren und -zysten

• Zerebrale Hämangiome

• Leberzellkarzinome und andere Tumore

Relative

Hämokonzentration

Stress

Literatur

  1. Heimpel H, Prümmer O (1991) Bedeutung und Effizienz der Blutzelldiagnostik. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 26Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie und BlutdepotRegionale Kliniken Holding RKH GmbHLudwigsburgDeutschland

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