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Normalbereich

Living reference work entry
Part of the Springer Reference Medizin book series (SRM)

Zusammenfassung

Normalbereich

Englischer Begriff

normal range

Definition

Verteilung einer Messgröße in einer Population von gesunden Personen.

Beschreibung

Da die Formulierung des Normalbereichs die Schätzung der Verteilung der Messgröße in der Population von gesunden „normalen“ Personen auf der Basis einer Stichprobe voraussetzt, handelt es sich um ein statistisches Problem. Häufig entspricht der Normalbereich dem „Referenzbereich“ (s. Referenzbereich, biologischer) für gesunde „normale“ Personen.

Die meisten Sammlungen von Normalbereichen sagen nichts über die Auswahl der Probanden, die Bedingungen der Probenentnahmen, die angewandten Analysemethoden und deren Zuverlässigkeit und die Anzahl der Probanden sowie die statistische Analysemethodik aus.

Als Voraussetzungen für die Ermittlung von Normalbereichen gelten ein geeignetes statistisches Modell, eine repräsentative Stichprobe, die Standardisierung der Rahmenbedingungen sowie die bekannte und ausreichende Zuverlässigkeit der Analyse.

Aufgrund der o. g. Mängel wurde das Normalwert-Konzept weitestgehend durch das Referenzwertkonzept abgelöst.

Literatur

  1. Stamm D, Büttner J (1995) Beurteilung klinisch-chemischer Analysenergebnisse. In: Greiling H, Gressner AM (Hrsg) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Aufl. Schattauer Verlag, Sstuttgart/New YorkGoogle Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2018

Authors and Affiliations

  1. 1.Landeskriminalamt NiedersachsenDezernat 53 „Chemie“HannoverDeutschland
  2. 2.HannoverDeutschland

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