Enteropeptidase

Living reference work entry
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Zusammenfassung

Enteropeptidase

Synonym(e)

Enterokinase

Englischer Begriff

Enteropeptidase

Definition

Enteropeptidase (EC 3.4.21.9) ist eine Serinproteinase der intestinalen Bürstensaummembran, die Trypsinogen proteolytisch zu Trypsin aktiviert.

Beschreibung

Enteropeptidase ist eine heterodimere Serinproteinase, die in den Enterozyten des Duodenums und des proximalen Jejunums exprimiert wird und in der Bürstensaummembran lokalisiert ist. Enteropeptidase aktiviert spezifisch Trypsinogen zu Trypsin durch Abspaltung eines N-terminalen Aktivierungspeptids. Durch die Aktivierung von Trypsin ist Enteropeptidase essenziell für die Aktivierung von Zymogenen (s. Zymogene) – inaktive Vorstufen von Proteinasen, Peptidasen und Phospholipase A2 – des Pankreas. Hereditärer Mangel an Enteropeptidase führt zu schwerer Malabsorption mit Diarrhoe, Erbrechen und Wachstumsretardierung.

Literatur

  1. Lu D, Sadler JE (1998) Enteropeptidase. In: Barrett AJ, Rawlings ND, Woessner JFJ (Hrsg) Handbook of proteolytic enzymes. Academic, London, S 50–54Google Scholar

Copyright information

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Authors and Affiliations

  1. 1.Institut für Laboratoriumsmedizin, Klinische Chemie und PathobiochemieCharité – Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-KlinikumBerlinDeutschland

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