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Die Bedeutung von Virginia Satir für die Arbeit mit Skulpturen

  • Haja (Johann Jakob) MolterEmail author
  • Julia Strecker
Living reference work entry

Zusammenfassung

In diesem Artikel geht es um die Skulpturarbeit, die von Virginia Satir entwickelt, praktiziert und gelehrt wurde. Aufbauend auf ihrer grundlegend wertschätzenden Haltung und mit Blick auf die vier grundlegenden Kommunikationsstile ist die Skulpturarbeit mehr als ein Tool, sie ist eine Haltung, ein ganz wesentliches Medium für die systemische Therapie und Beratung.

In dem Artikel gibt es konkrete Beispiele und am Schluss die Frage, was bleibt: Erlebnisorientierung, Entwicklungs- und Wachstumsorientierung sowie Transformation sind wesentliche Stichworte. Virginia Satir war eine Wegbereiterin für das Öffnen hypothetischer Räume und inspiriert bis heute Generationen von Systemiker*innen auf ihrem Weg!

Schlüsselwörter

Familiendynamik Biografische Spuren Selbstwert und Kommunikation Überlebensmuster Skulpturarbeit Nonverbale Kommunikation Wachstums- und Entwicklungsorientierung Transformation 

„The beginning of new possibilities starts when you have a deep bone-like conviction that there are no fixed permanent sets of roadways in your insides, that they are all capable of being resurfaced, reshaped, reconstructed, bypassed and built anew.“ (Satir 1978, S. 111)

1 Biografische Spuren

Virginia Satir wurde am 26. Juni 1916 in Neillsville in Wisconsin geboren. 1932 begann sie ihr Studium am Milwaukee State Teachers College (jetzt University of Wisconsin-Milwaukee). Sie beendete das Studium mit einem Bachelor – Abschluss. Nach einer Zeit der Tätigkeit als Lehrerin absolvierte Satir eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und begann 1951 in eigener Praxis mit Familien zu arbeiten. In dieser Zeit führte sie auch schon Skulpturarbeit ein (Satir et al. 1992, S. 17–19). Ab 1955 unterrichtete sie das Fach Familiendynamik am Illinois Psychiatric Institute.

Sie setzte sich mit großem Selbstbewusstsein als erste weibliche Pionierin auf dem Gebiet der Familientherapie durch. 1959 wurde sie von Don D. Jackson und Jules Ruskin in das Gründungsteam des Mental Research Institute in Palo Alto bei Stanford (USA) berufen, wo sie die Leitung der Ausbildungsabteilung des Instituts übernahm und das erste familientherapeutische Ausbildungsprogramm in den USA entwickelte. Für den Soziologen Helmut Wilke (2004, S. 13 f.) gehört Virginia Satir mit Gregory Bateson, Paul Watzlawick und Don D. Jackson zu den Vertretern der kommunikationstheoretischen Seite des systemischen Modells. Jürgen Kriz hält Virginia Satir mit Gregory Bateson für „Eine der wesentlichen Ideengeberinnen“ dieses Modells. (Kriz 2017, S. 147)

Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre war Virginia Satir häufig in Deutschland zu Gast, um hier Workshops und Kurse zu geben. „Ihre Kurse waren lebendig, emotional und aktionsorientiert: Wenn jemand eine Frage stellte, sah er/ sie sich unversehens von Virginia eingeladen („Why don’t you come up here?“) und sie baute aus der Frage eine Skulptur oder Rollenspiel.“ (von Schlippe 2014, S. 314).

Viele Therapeut*innen wurden von ihr geprägt und führten ihre entwicklungs- und wachstumsorientierte Arbeit fort.

Zu den Methoden, die heute in vielen Variationen angewandt werden, gehören die Arbeit mit (Familien)skulpturen, die Parts Party und die Methode der Familienrekonstruktion. Wir beschäftigen uns hier vorwiegend mit der Methode Familienskulptur und zeigen ihre Bedeutung für die heutige systemische Praxis auf. Wir machen einen Unterschied zwischen Skulpturen und Aufstellungen. Wesentlich ist das prozesshafte Vorgehen beim Stellen von Skulpturen und nicht das Hineinstellen in eine vorgegebene Ordnung.

Virginia Satir betonte die große Bedeutung der familiären Kommunikation für das Selbstwerterleben und war eine Expertin im Aktivieren des positiven Potenzials in Menschen. Insofern kann sie als Wegbereiterin ressourcen- und lösungsorientierter Ansätze in der systemischen Therapie gesehen werden.

„Virginia Satir forschte und lehrte gleichzeitig. Und sie war bereit, alles vorzumachen und zu zeigen, was sie tat. Sie hielt nicht einfach nur Vorträge, hinter einem Buch verschanzt oder von einem Vortragspodium herunter. Sie war bereit, nach vorne zu gehen und zu zeigen, was vor sich ging. Sie demonstrierte alles. Sie fasste alles irgendwie in eine sichtbare Form. Zuerst entwarf sie ein Gesamtbild und dann brach sie es runter. Und du konntest sehen, wie sie mit Interaktionen umging. Absolut präsent und sehr großzügig und sehr freigiebig und eine wunderbare, sehr kongruente Lehrerin! Und sie nahm in jedem Menschen auch Gesundes und Hoffnungsvolles wahr. Sie sah, was das Potenzial in den Menschen war, sie erschloss das, was in jedem Menschen an positiven Möglichkeiten schlummerte, das, was man hervorbringen konnte.“ (Jürgens 2017, Interview)

Hier zeigt sich deutlich der Einfluss der humanistischen Psychologie, die Virginia Satirs Werdegang als systemische Familientherapeutin wesentlich beeinflusste.

Diese Bewegung, die in den fünfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstand, war von Aufbruch und Innovation geprägt. Abraham Maslow bezeichnete sie in Abgrenzung zu Psychoanalyse und Behaviorismus als „dritte Kraft“ (Maslow 1973, S. 34). „Anstatt von einer Psychologie der Krankheit, welche den Menschen den Kategorien eines ›Krankheit – Diagnose – Reparatur-Modells‹ unterwirft, spricht die Humanistische Psychologie programmatisch von einer Psychologie der Gesundheit“ (Bach und Molter 1976, S. 29).

In diesem Sinne wurde das Unnahbare, Distanzierte, z. B. die Haltung der Abstinenz wie sie Psychoanalytiker*innen fordern, in der Art und Weise, wie Virginia Menschen begegnete, aufgehoben. Virginia Satir steht für einen menschlichen, wertschätzenden Umgang in der Arbeit mit Menschen. Sätze wie:

„Sei neugierig“, „höre auf deine innere Weisheit“, „sei mutig“, „gehe in Kontakt“, „Du kannst jederzeit Entscheidungen treffen“, „stärke Deinen Selbstwert“, gehörten zu ihren mut- machenden Interventionen.

Nach Satir ist das Gefühl des eigenen Wertes nicht angeboren, sondern es ist erlernt. Und sie betrachtet die Familie als den Ort, wo dieses Gefühl von Wert bzw. Unwert erfahren wird, sie ist die Wiege des Selbstwertes. Sobald ein Mensch zur Welt gekommen ist, wird Kommunikation zu einer der Voraussetzungen, die mitbestimmt, wie man Beziehungen mit anderen eingeht und was man in seiner Umwelt erlebt.

2 Exkurs: Kommunikation und Selbstwert

Für Virginia Satir ist das Selbstwertgefühl der Schlüssel zum Verständnis von vielen Missverständnissen und Problemen in der Kommunikation. Menschen, deren Selbstwert hoch ist, sind in der Lage, den Anforderungen, die Arbeitswelt und Privatleben an sie stellen, in kreativer und konstruktiver Weise gerecht zu werden. Umgekehrt greifen diese Menschen da, wo ihr Selbstwert bedroht oder niedrig ist, viel weniger auf ihre Möglichkeiten und Ressourcen zurück, die sie unter anderen Umständen zur Verfügung haben.

„Die therapeutische Arbeit Satirs mit Familien war konsequent auf die Stärkung des Selbstwertes und eine gelingende Kommunikation ausgerichtet. Sie arbeitete mit der Innenperspektive Selbstwert und der Perspektive der Interaktion und Kommunikation.“ (Molter und Grabbe 2014, S. 289). Das Konzept „Selbstwert“ führte dazu, dass den Bedürfnissen der einzelnen Familienmitglieder ein wichtiger Einfluss auf die systemische Interaktion zugesprochen wurde. Schwartz (1997, S. 7) hebt hervor: „Um es genau zu sagen, sie war die einzige prominente Familientherapeutin, die über innere Teile im Menschen publiziert hat.“

Für Satir waren anklagendes, beschwichtigendes, rationalisierendes und ausweichendes Kommunizieren die vier häufigsten inkongruenten Kommunikationsformen (s. Abb. 1). Mit Skulpturen zu diesen kommunikativen Haltungen, die hier als Karikaturen abgebildet sind, hat sie versucht auf die Inkongruenz zwischen den kommunizierten Inhalten und den Gefühlen der Personen aufmerksam zu machen.
Abb. 1

Inkongruente Kommunikationsformen nach Satir. (Quelle: Satir et al. 2000, S. 56–68)

Diese vier Kommunikationsformen dienen dem Schutz des Selbstwertes unter Stress.

Wir verstehen die dabei auftretenden Gefühle als Metabotschaften:

Kommunikationsformen

Mögliches dahinter liegendes Thema

Anklagen – ich greife an, um mich zu schützen

Um gesehen und gehört zu werden, muss ich anklagen, um meinen als bedroht erlebten Selbstwert zu bewahren

Beschwichtigen – ich begebe mich in eine dienende Position

Ich muss jeden glücklich machen, um geliebt zu werden. Nur wenn ich anderen den Vorzug gebe, bin, ich etwas wert

Ablenken, Ausweichen (irrelevante Form) – ich vermeide Konfrontation

Egal wie extrem ich mich aufführe, das brauche ich für mein Kontaktbedürfnis, habe aber Angst abgelehnt zu werden

Rationalisieren – ich vermeide Gefühle

Dadurch beweise ich, wie klug ich bin. Eine intellektualisierende Argumentation zeigt sich in meinem Wissen, das von stringenter Logik geprägt ist

Kongruent kommunizieren

Ich bin mir des Kontextes bewusst. Ich äußere meine Bedürfnisse offen, höre anderen zu und bin mit ihnen und mir im Kontakt

Aus heutiger Sicht sind die Kommunikationsstile als Musterbeschreibungen zu verstehen, keinesfalls als Festschreibungen oder Charaktertypen. Die Beschreibungen dieser Kommunikationsstile können an die von Psychoanalyse und Tiefenpsychologie formulierten Abwehrmechanismen (s. z. B. Anna Freud 1984, im Original 1936) erinnern. Wir sehen den Unterschied darin, dass sie nicht als individuelle strategische, sondern als interaktionelle und transaktionale Kommunikation zu verstehen sind. Sie werden als Lösungsversuche verstanden und ihnen können auch positive Komponenten zugeordnet werden.

Die anklagende Form zeigt Durchsetzungsstärke, Direktheit und Offenheit in der Kommunikation, die beschwichtigende Form zeichnet sich aus durch Einfühlungsvermögen und sich selbstzurücknehmendes Verhalten, die irrelevante Form verfügt über Lebendigkeit, Kreativität und Ausdrucksstärke und die rationalisierende Form ist zu klarem Denken, sachlicher Problemlösung bei guter Information und Belesenheit fähig (s. Molter und Grabbe 2014).

Mit dieser Sicht hat Virginia Satir ein bedeutendes, entpathologisierendes Reframing eingeführt: Man kann die inkongruenten Kommunikationsformen als Überlebensmuster von Menschen verstehen, die sich im Stress befinden.

3 Skulpturarbeit in der Tradition Virginia Satirs

3.1 Skulpturarbeit mit Rollenspielern

„1962 war Virginia Satir in Colorado zu einer Versammlung von über tausend Menschen eingeladen, um zu zeigen, wie sie ganze Familien behandelt. Da die Familie absagte, musste sich Virginia kurzfristig ein neues Vorgehen ausdenken. Sie bat einige Teilnehmer, die Rollen von Familienangehörigen zu übernehmen. Damit wurde erstmalig ein Familien-Rollenspiel benutzt, um familientherapeutisches Vorgehen vor einer großen Gruppe ganzheitlich und lebendig darzustellen. Durch dieses Spiel wurde den Rollenspieler*innen – Familienmitgliedern oder Gruppenteilnehmer*innen – ermöglicht, das eigene Familiensystem zu erkennen und besser zu verstehen, wie auch spielerisch Erfahrungen in neuen Verhaltensmustern zu machen. Sie können so auch neue Interaktionsmuster einüben.“ (Jürgens und Salm 1985, S. 429). Um die systembezogene Dynamik im Prozess der Skulpturarbeit mit Rollenspieler*innen zu nutzen, können die Therapeut*innen in der Zusammenarbeit mit den Klient*innen emotionale, motorische, verbale und andere Impulse abfragen. Diese Art der Skulpturarbeit gehört zum Repertoire systemischer Ausbildung und wird vielfach in Fallbesprechungen in Teams und Gruppen angewandt.

Virginia Satir hatte nahezu ununterbrochen, die Skulptur begleitend, Kontakt zum Protagonisten oder der Protagonistin, der das Bild entwickelte, zu Familienmitgliedern oder zur Gruppe, wenn sie mit Rollenspieler*innen arbeitete. Kommentare, Deutungen, eingestreute Botschaften, Appelle, Anweisungen, Geschichten, Metaphern begleiteten den Prozess. Dabei suchte sie häufig den Körperkontakt zum jeweiligen „Star“, so nannte sie das Familienmitglied, das die Skulptur stellte, indem sie seine Hand hielt – meist locker, zwischendurch leicht drückend, immer jedoch wie selbstverständlich und vertraut. Virginia nutzte alle Modalitäten ihres Verhaltensrepertoires, um mit großem physischen Einsatz, Charisma, seismografischer Sensibilität und unvergleichlich therapeutischer Eleganz den Prozess voranzutreiben.

„Jeder, der Virginia während ihrer Arbeit beobachtete oder selbst als Rollenspieler*in mitwirkte, konnte sich kaum dem Bann der Skulpturbilder entziehen. [...] Die Kraft dieser Standbilder, leibhaftigen Fotos, psychodramatischen Bewegungsabläufe und Familien – „Tänze“ war so stark, dass ich in Therapien und Seminaren noch heute davon zehre.“ (Jürgens 2017, Interview)

Skulpturen sind ein Vehikel, um ein System in Fluss zu bringen, um die Gegenwärtigkeit und Veränderlichkeit der jeweiligen Konstellation im System deutlich zu machen. Bewusst sprechen wir – wie oben schon gesagt – hier von Skulpturen und nicht von Aufstellungen. Das prozesshafte Vorgehen in der Arbeit mit Skulpturen trägt wesentlich zur Bedeutung bei, welche Protagonist*in und Familie erfahren. Auf die Abgrenzung zur Aufstellungsarbeit nach Hellinger gehen wir später ein.

„Virginia Satir betont, dass wir alle nur in momentanen Bildern leben, die sofort verändert werden, wenn wir sie gezeichnet oder aufgestellt haben, das hat eine positive Kraft, die Veränderung ist implizit.“ (Jürgens 2017, Interview)

3.2 Skulpturarbeit mit Familien

Im Folgenden beschreiben wir die Skulpturarbeit mit Familien, die sich aus der Tradition Virginia Satirs herausgebildet hat. Die Beschreibung soll als Orientierung dienen und wir legen Wert darauf, dass die Therapeut*innen sich frei fühlen, ganz im Sinne Virginia Satirs, viele Variationen selbst zu entwickeln.

Ein Beispiel aus unserer Praxis

Eine fünfköpfige Familie meldet sich zur Familientherapie an. Anlass war das Verhältnis der ältesten Tochter, Vera 16 Jahre alt, zu ihren Geschwistern, Ursula 14 Jahre und Paula 10 Jahre alt. In der Eingangsrunde wünschen die Eltern, dass die Geschwister sich wieder besser vertragen. Vera war nach einem langen Klinikaufenthalt, wo sie wegen Anorexie behandelt wurde, wieder in die Familie zurückgekehrt. Nach der Kontaktphase mit allen Familienmitgliedern schlagen wir der Familie vor, mit einer Familienskulptur zu arbeiten.

Wenn das Einverständnis von allen vorliegt, bitten wir in der Regel das Familienmitglied, das nicht so sehr oder am wenigsten im Fokus der Aufmerksamkeit steht, hier die jüngste Schwester Paula, ein Bild ihrer Familie zu stellen, weil diese Familienmitglieder erfahrungsgemäß am wenigsten in das familiäre Geschehen verwickelt sind. Wir leiten mit den Worten ein: „Stell Dir vor, Du bist eine Bildhauerin und fertigst jetzt mit den Personen, die hier sind, ein Standbild an, wenn möglich, bitten wir Dich, so wenig wie möglich dabei zu sprechen und Mama, Papa und Deine Schwestern auf eine Position zu führen, so wie Du Deine Familie im Moment erlebst. Wenn Du den Personen eine Position zugeordnet hast, kannst Du auch die Blickrichtung bestimmen und den Personen Gesten geben, z. B. eine ausgestreckte oder abwehrende Hand. Wenn Du noch eine Person aus der größeren Familie dazustellen möchtest, können wir dazu Gegenstände aus dem Raum benutzen. Zum Schluss bitten wir Dich noch, Dich selbst in das Bild zu stellen.“ Das non – verbale Vorgehen geht auf eine Beobachtung Virginia Satirs zurück, dass ein Austausch ausschließlich auf der verbalen Ebene zu Distanz führen kann und dann wenig Nähe zulässt. (s. Wienands 2003)

Bei der Skulpturarbeit achten wir darauf, dass die anderen Familienmitglieder sich nicht einmischen und betonen, dass jeder aus der Familie wahrscheinlich ein anderes Bild stellen würde und sind jederzeit bereit, wenn nötig, aufmunternde Hilfestellung zu geben.

Paula überlegt einen kurzen Moment und stellt dann folgendes Bild. Sie begann mit Mutter und Vater, die sie dicht neben einander stellte. Im Abstand von ca. 1 m stellte sie Ursula und Vera einander gegenüber. Sie selbst stellte sich vor die Eltern mit Blick zu den beiden Schwestern. Sie vervollständigt das Bild, indem sie ihre Schwestern auffordert, sich mit geballten Fäusten gegenüber zu stehen, die Eltern weist sie an, immer wieder kopfschüttelnd auf ihre Schwestern zu schauen. Sie selbst streckt die Hände in Richtung ihrer Schwestern aus.

Um den Prozess fortzusetzen haben sich unterschiedliche Vorgehensweisen herausgebildet. Man kann jedes Familienmitglied einzeln befragen, wie es ihm auf der Position geht, auf die es durch die Protagonistin gestellt wurde. Dabei sollte man darauf achten, dass von Körperempfindungen und Gefühlen gesprochen wird, die sich im Prozess der Arbeit eingestellt haben, um die rein kognitiven subjektiven „Familienromane“ durch Körperempfindungen und Gefühle mit zusätzlichen Informationen zu bereichern. Der Körper wird zu einer Art „Wahrnehmungsorgan“ (s. Sparrer und Varga von Kibéd 2000) über das man in anderen Kontexten nicht verfügt. Diese Wahrnehmung unterscheidet sich von der Alltagswahrnehmung. Es entsteht ein intuitives Erfassen der Gesamtkonstellation und der eigenen Position darin, und „das dabei entstehende innere Bild ist zugleich sehr fremd und sehr vertraut.“ (Kriz 2017, S. 259). Die körperliche Demonstration innerer Vorgänge erleichtert so den Ausdruck von Gefühlen, Bedürfnissen und Erwartungen. Das „Wahrnehmungsorgan Körper“ wird „zum Integrator von Fühlen und Denken“ (Kriz 2017, S. 185). Das, was nicht ausgesprochen werden kann, findet gleichsam eine Externalisierung im oder am Körper.

Das auf diese Weise präsentierte szenische Bild ermöglichte Satir Rückschlüsse auf Rollen, Regeln und persönliche Grenzen innerhalb der Familie. Unbewusstes wird sichtbar und wird wahrgenommen. Oftmals hat jedes Familienmitglied eine andere Sicht der Dinge. Satir nutzte diese Entdeckung der Unterschiede, um bei den Familien Vertiefung der familiären Beziehungen und wechselseitige Akzeptanz zu fördern.

Im weiteren Verlauf kann man mit der Familie ein Gespräch über das Bild führen.

Bei der Sicht auf Familie stand bei Virginia Satir vor allem die eine Triade zwischen Vater, Mutter und „Symptomkind“ im Vordergrund. Betrachtet man die Familie /das Team/die Gruppe/die Organisation als System, so wird deutlich, dass Veränderungen immer alle Systemmitglieder betreffen.

Nach Satir bestehen die grundlegenden Komponenten für das Funktionieren eines Systems in einem positiven Selbstwert der Einzelnen, in einer direkten Kommunikation zwischen den Systemmitgliedern als auch in flexiblen Regeln, die zudem entsprechend der sich verändernden Herausforderungen im Lebenszyklus von Familien zur Diskussion stehen dürfen.

In der Beratung werden dem System diese verschiedenen Komponenten, ihr Zusammenspiel und ihre Auswirkungen auf das System transparent gemacht. Virginia Satir betont, dass für sie die Entwicklung eines gesunden Umgangs mit Konflikten gegenüber der Arbeit an den Symptomen im Vordergrund steht, da Menschen mit einem guten Selbstwert in der Lage sind neuen Problemen konstruktiv zu begegnen und somit auch keine Symptome mehr zeigen müssen, da diese ihre Funktion verloren haben.

„Es geht somit in der Beratung nicht um die „direkte“ Beseitigung des Symptoms, sondern im Gegenteil darum, den Prozess der zur Entstehung des Symptoms beigetragen hat, zu verändern und somit das Symptom aufzulösen (Baldwin und Satir 1984, S. 135). „So sah sie z. B. eine Mutter nicht als „krankmachende Verursacherin“, sondern als zum System zugehörig an und daher wichtig für eine konstruktive Lösung.“ (Molter und Grabbe 2014, S. 285)

Als weitere Variation kann man Veränderungswünsche abfragen, „was könnte ein nächster Schritt sein“ oder die Familie bitten, noch einmal in die von der Protagonistin gestellten Skulptur zu gehen und dann durch Bewegung ein Bild zu entwickeln, wo es allen etwas besser geht.

Auch können die Therapeut*innen selbst ein Bild von der Familie stellen und so ihre Hypothesen visualisieren und neue Perspektiven in das Familienleben einführen und zu Veränderungsschritten einladen. Man kann auch aus der Skulptur heraus, Wünsche und Erwartungen an einzelne Familienmitglieder thematisieren lassen und diese auf Moderationskarten festhalten.

3.3 Nutzen und Vorteile der Skulpturarbeit

Der besondere Reiz der Skulpturarbeit liegt u. E. in der hohen Flexibilität, die entsteht, wenn man in Familien und anderen Systemen mit Skulpturen arbeitet. Man kann die Skulpturarbeit dem Prozess des „Stars“ überlassen, ohne einzugreifen, man kann auch die Skulptur jederzeit stoppen, Anregungen geben und mögliche Veränderungen vorschlagen. Man kann ein anderes Familienmitglied sein „Wunschbild“ stellen lassen oder falls die Zeit es erlaubt, weitere Bilder von anderen Familienmitgliedern stellen lassen. In Abgrenzung zur Aufstellungsarbeit nach Hellinger stellen Familienmitglieder die Skulptur und nicht die Familientherapeut*innen. Wir behalten uns allerdings die Freiheit vor, mit Familien auch unsere Bilder des Status Quo oder möglicher Lösungen als Visualisierung von Hypothesen zu stellen.

In diesen Prozessen zeigen sich viele Einzelheiten im Verhalten der Klient*innen untereinander, die im verbalen Gespräch nicht sicht- und hörbar werden. Es entsteht oft eine humorvolle Atmosphäre, manchmal auch unfreiwillige Komik (s. Müller 1992). Unsere Erfahrung zeigt, wenn man dabei die einzelnen Familienmitglieder respektvoll behandelt, können sich auch bei schwierigen Konstellationen Entspannung und Leichtigkeit einstellen und einen Veränderungsprozess inadäquater Kommunikationsmuster einläuten.

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich Erfahrungen aus Vergangenheit und Gegenwart synchron einstellen und so in dem Bild neue Verbindungen sichtbar werden. Eine besondere Herausforderung liegt für die anleitende Person darin, die mögliche Überdeterminierung – ein Bild sagt mehr als 1000 Worte – auszuhalten und nicht gegen die Deutungshoheit der Familie anzukämpfen und zu starr an dem Bild festzuhalten und dabei den Prozess außeracht zu lassen. Wie schon beschrieben ist unbedingt an dem Bild als „Momentaufnahme“ festzuhalten. Der Prozess ist gleichsam nur für einen kleinen Moment „eingefroren“.

Grenzen der Skulpturarbeit sehen wir darin, wenn man keine Einladung ausspricht und eine evtl, Ablehnung übergeht. Besonders wichtig ist dabei zu beachten, dass eine Skulptur nur eine Metapher bleibt, eine Konstruktion einer wahrgenommenen Situation durch eine Person (s. Lakoff und Johnson 2003). Freiwilligkeit ist unbedingt zu achten. Wenn Familienmitglieder sich unbehaglich fühlen, geben wir Raum das Unbehagen zu besprechen oder bieten etwas anderes an.

4 Virginia Satirs Haltung und Beziehung zu den Klient*innen

Virginia Satirs familientherapeutischer Arbeit liegt Annahme zugrunde, dass sich Menschen im Lauf ihres Lebens unaufhörlich verändern und weiterentwickeln können. Wenn Probleme den Kontakt zu dieser Fähigkeit verstellen, ist es die Aufgabe von Therapeut*innen und Berater*innen, diese Verbindung wiederherzustellen und den Menschen somit die Möglichkeit zu geben, aus ihrem gesamten, von Geburt an vorhandenem Potenzial zu schöpfen.

Diese Annahme führt zu einer Veränderung in der Beziehung zwischen Therapeut*innen oder Berater*innen und Klient*innen. Es handelt sich nicht um eine hierarchische Expert*innen – Lai*innen – Beziehung, sondern vielmehr um eine gleichberechtigte Beziehung ohne hierarchische Ordnung, in der auch alle Klient*innen unabhängig von ihrem Alters- oder gesellschaftlichen Status gleichwertig sind. Das zeigt sich z. B. in Satirs Arbeit mit Podesten, die helfen sollen Kontakt auf Augenhöhe bei unterschiedlich großen Menschen, vor allem bei Kindern herzustellen.

Satir arbeitete mit einem systemischen Verständnis von zwischenmenschlichen Beziehungen, welches besagt, dass kein Mensch isoliert existieren kann und die Erfahrungen, die er oder sie im Laufe ihres Lebens macht, auch die Einstellungen und Gefühle und somit das jeweilige Verhalten beeinflussen. Die diesen Verhaltens- und Einstellungsmustern zugrundeliegenden persönlichen Identitäten und Problembewältigungsstrategien werden im Kindesalter und folglich in der Familie gelegt.

Sowohl bei Skulpturen, die von Familienmitgliedern gestellt wurden als auch bei der szenischen Darstellung ihrer Wahrnehmung im Präsentieren eines Familienbildes war Satir der non – verbale Anteil dieser Methode sehr wichtig, da sie die Beobachtung gemacht hatte, dass ein ausschließlich auf der verbalen Ebene geführter Austausch Distanz aufrechterhalten und Nähe abwehren kann, dass außerdem bestimmte Prozesse in Bezug auf Einstellungen und Wünsche über die Skulpturarbeit leichter initiiert werden können. Die Gestik und Mimik wurden ebenso mit einbezogen.

Mit den während der Skulpturarbeit aufgetretenen „Aha-Erlebnissen“ wurde dann im weiteren Prozess gearbeitet. Virginia Satir war es ein Ziel, mit Hilfe dieser Methode die Familie dabei zu unterstützen, ein positives Beziehungsmuster, bei welchem alle Familienmitglieder ihre Individualität entfalten können, zu erlangen.

5 Abgrenzung zu Hellinger

An dieser Stelle soll deutlich werden, dass die Skulpturarbeit in der Tradition von Virginia Satir sich fundamental von dem Vorgehen der sog. Aufstellungen nach Hellinger unterscheidet.

Im Gegensatz zu Hellinger sehen wir Virginia Satir fest in den Grundannahmen Systemischen Denken und Handelns verankert. Wir zitieren aus der Stellungnahme der Systemischen Gesellschaft vom Juli 2004, in der die Abgrenzung so begründet wird:
„[...] sondern auch viele seiner Aussagen und Vorgehensweisen explizit als unvereinbar mit grundlegenden Prämissen systemischer Therapie anzusehen sind, etwa
  • die Vernachlässigung von Auftragsklärung und Anliegenorientierung

  • die Verwendung mystifizierender und selbstimmunisierender Beschreibungen („etwas Größeres“, „in den Dienst genommen“ u. ä.),

  • die Nutzung uneingeschränkt generalisierter Formulierungen und dogmatischer Deu -tungen („immer, wenn“, „schlimme Wirkung“, „mit dem Tode bestraft“, „der einzige Weg“, „das Recht verwirkt“ u. ä.).

  • der Einsatz potenziell demütigender Interventionen und Unterwerfungsrituale

  • die angeblich zwingende Verknüpfung der Interventionen mit bestimmten Formen des Menschen- und Weltbildes (etwa in Bezug auf Genderfragen, Elternschaft, Inzest, Bi- Nationalität, Ausländer u. a.)

  • die Vorstellung, über eine Wahrheit verfügen zu können, an der eine Person mehr teil- haftig ist als eine andere.

Dies führt zu der Verwendung verabsolutierender Beschreibungsformen und impliziert, dass keine partnerschaftliche Kooperationsbeziehung angestrebt wird.“ (s. auch Molter et al. 2005)

6 Bedeutung Virginia Satirs für die systemische Praxis: das bleibt!

Schlippe und Schweitzer schreiben in ihrem „Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung“ (1998, S. 164): „Die Technik der Familienskulptur gehört zu den interessantesten, erlebnisintensivierenden Methoden, die die Familientherapie entwickelt hat.“

Skulpturen sprechen offenbar etwas an, was für viele Menschen etwas von ihrem Inneren ausdrückt. Die Skulpturarbeit nach Virginia Satir hatte großen Einfluss auf die systemische Praxis. Ihr Ansatz geht jedoch weit über die Arbeit mit Skulpturen hinaus und kann durch folgende Kernaussagen charakterisiert werden:
  • Erlebnisorientierung: Klient*innen konnten ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapiesitzung visualisieren und nacherleben. „Dadurch wurde es möglich, zu den individuellen Innenperspektiven der Klient*innen und den Außenperspektiven von Therapeut*innen eine neue Qualität von Innenperspektive hinzuzufügen.“ (Molter und Grabbe 2014, S. 287). Veränderungsimpulse und Lösungsalternativen können so im Planspiel durchgespielt und wechselwirkend in ihrer Bedeutung überprüft werden.

  • Entwicklungs- und Wachstumsorientierung: Der Fokus liegt auf Gesundheit und persönlichem Wachstum jedes einzelnen. Anstatt die pathologische Sichtweise in den Vordergrund zu stellen, sollte jedem ermöglicht werden, Optionen zu entwickeln und sich mit den Wahlmöglichkeiten zu beschäftigen. Je entschiedener Menschen Ja und Nein sagen können, umso ausgeglichener ist ihr Selbstwert.

  • Transformation: Besonders hervorzuheben ist, dass in der Therapie mit dem intrapsychischen und interaktionalen System gearbeitet wird. Ein energetischer Impuls kann eine Veränderung auslösen, die als Transformationsprozess gesehen wird. Eine Veränderung im interaktionalen System kann das psychische System verändern und umgekehrt (s. Banmen und Maki-Banmen 2012). Dabei hatte Satir mit im Blick, dass Veränderung Phasen der Instabilität durchlaufen kann.

Explizit wird das z. B. deutlich in ihrem Modell „Fünf Schritte der bewussten Veränderung“. Dabei erarbeitet sie mit Klient*innen, dass eine Phase von Instabilität eintreten kann. Mögliche Turbulenzen, Zweifel, Ängste und Irritationen werden vorausgesagt und damit entdramatisiert. (s. Molter und Grabbe 2014)

Arist von Schlippe, einer der führenden Vertreter*innen systemischen Denken und Handelns kommt zu folgendem Urteil:

„Satirs Arbeit ist oft als nicht ‚systemisch‘ kritisiert worden. Ich vermute, die Kritiker*innen wussten nicht gut Bescheid. Virginia bot keine auf hohem Abstraktionsniveau ausgefeilte Erkenntnistheorie, doch dafür eine gelebte: das Denken in ökologischen Zusammenhängen, das Öffnen hypothetischer Räume, das kreative Spiel mit Möglichkeiten, der Ansatz, gewaltlose Zugänge zu Veränderungspotenzialen zu schaffen, all das ist systemisch und darüber hinaus (oder deswegen?) auch spirituell“ (von Schlippe 1998, S. 132).

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Praxis MolterDüsseldorfDeutschland
  2. 2.Dr. Julia Strecker Paarberatung KölnKölnDeutschland

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