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Einleitung und Vorwort zum Handbuch Wissenschaftliche Weiterbildung

  • Wolfgang JütteEmail author
  • Matthias Rohs
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Wissenschaftliche Weiterbildung gewinnt als Handlungs- und Forschungsfeld an Bedeutung. Der einleitende Beitrag skizziert ihren wachsenden programmatischen Stellenwert ungeachtet aller Umsetzungsprobleme durch rechtliche, finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen. Dabei werden die Diskursgemeinschaften, die involvierten Akteure und ihre Forschungsanstrengungen in den Blick genommen. Zugleich wird die Entwicklung und Konzeption des Handbuchs nachgezeichnet, das beansprucht sowohl eine grundlegende Einführung in ein wachsendes Handlungsfeld als auch eine Gegenwartsbeschreibung der Wissenschaftlichen Weiterbildung vornehmlich an Hochschulen zu sein.

Schlüsselwörter

Wissenschaftliche Weiterbildung Einführung Vorwort Hochschulen Hochschulforschung 

1 Wissenschaftliche Weiterbildung als Handlungsfeld

Das Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung ist in Bewegung. Das Hochschulsystem hat seit den Bildungsreformanstrengungen in den 1970er-Jahren eine bedeutende Expansion erfahren. Mit der Tertiarisierung der Gesellschaft und der Programmatik des Lebenslangen Lernens erfuhr die wissenschaftliche Weiterbildung einen Bedeutungszuwachs.

Der wachsenden Nachfrage nach wissenschaftlichen Weiterbildungsangeboten steht ein expandierender Weiterbildungsmarkt gegenüber. Die Hochschulen sind dabei längst nicht alleiniger Anbieter. Neben den Universitäten als klassische Bildungsträger haben sich weitere Anbieter etabliert wie Fachhochschulen, private Business Schools, Corporate Universities, Kammern, Berufsverbände und Akademien. Hinzu kommen auch internationale Angebote aus der ganzen Welt, die durch die Verbreitung und Akzeptanz von Distance Learning auch in den nationalen Märkten an Relevanz gewinnen. Ungeachtet der Konkurrenz steigt der Bedarf an Kooperation und strategischen Allianzen. So führen Hochschulen Studiengänge und wissenschaftliche Veranstaltungen gemeinsam mit externen Partnern durch, aber auch Wirtschaftsunternehmen, wie z. B. Verlage, suchen den Schulterschluss mit akademischen Einrichtungen, um Weiterbildung auf wissenschaftlichem Niveau anzubieten oder die Anrechenbarkeit auf Hochschulabschlüsse zu ermöglichen. Der programmatische Bedeutungszuwachs der Weiterbildung an den Hochschulen in den deutschsprachigen Ländern darf nicht über ihr Nischendasein im Weiterbildungsmarkt hinwegtäuschen.

Es gab kontinuierlich Bemühungen, zu einer Klärung und Systematisierung des Aufgabenfeldes der Wissenschaftlichen Weiterbildung beizutragen. Dies wird dadurch erschwert, dass sie eine hybride Position einnimmt (Seitter 2017), welche sich auch im Definitionsversuch der Kultusministerkonferenz niederschlägt: „Wissenschaftliche Weiterbildung ist die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernen nach Abschluss einer ersten Bildungsphase und in der Regel nach Aufnahme einer Erwerbs- oder Familientätigkeit, wobei das wahrgenommene Weiterbildungsangebot dem fachlichen und didaktischen Niveau der Hochschule entspricht“ (KMK 2001). Mit dieser Definition werden Voraussetzungen und Niveau der Weiterbildung beschrieben, nicht jedoch der Ort bzw. Träger der Weiterbildung, weshalb nicht nur Hochschulen als Anbieter wissenschaftlicher Weiterbildung auftreten können. Andere Bezeichnungen wie „hochschulische“, „universitäre“ „akademische“ oder „postgraduale“ Weiterbildung fokussieren jeweils auf singuläre Kriterien und umfassenden dabei jeweils mehr als das, was im Zentrum der Betrachtung in diesem Handbuch steht: die Schnittmenge einer (mehrheitlich) postgradualen wissenschaftlichen Weiterbildung an Hochschulen (Rohs et al. 2019).

Wissenschaftliche Weiterbildung als Aufgabe der Hochschulen hat in den letzten Jahrzehnten einen programmatischen Bedeutungsgewinn erfahren. Der Wandel im Weiterbildungsverhalten und bildungspolitisch induzierte Veränderungen der Hochschulstrukturen führen zu einem steigenden Stellenwert. Entsprechend vielfältig sind ihre organisatorischen Erscheinungsformen. Vor diesem Hintergrund weisen die strategischen Ausrichtungen der einzelnen Hochschulen und die jeweilige organisatorische Einbettung der wissenschaftlichen Weiterbildung bedeutende Unterschiede auf. Dabei stieß ihre Entwicklung immer auch auf wenig förderliche rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen. So kann konstatiert werden: „Wissenschaftliche Weiterbildung in Trägerschaft der Hochschulen konnte sich in der Bundesrepublik Deutschland neben dem Erststudium nicht in dem Maße entwickeln, wie es von den Protagonisten in den 1970er-Jahren erwartet wurde“ (Wittpoth 2005, S. 24). Auch heute noch sind die unklaren rechtlichen Regelungen in diesem Weiterbildungssegment ein Hindernis für die Entwicklung und Positionierung der Einrichtungen.

Zahlreiche bildungspolitische Dokumente und Positionspapiere der letzten Jahrzehnte zeugen vom Versuch, die Weiterbildung an Hochschulen zu stärken. So haben u. a. die Hochschulrektorenkonferenz, die Kultusministerkonferenz und der Wissenschaftsrat zahlreiche Empfehlungen und Handreichungen zur wissenschaftlichen Weiterbildung verfasst. Die gewandelte Bedeutung wissenschaftlicher Weiterbildung fand auch ihren gesetzlichen Niederschlag, insofern sie im Hochschulrahmengesetz und in einzelnen Landeshochschulgesetzen neben Forschung und Lehre als eine der Kernaufgaben der Hochschulen festgeschrieben wurde. Gegenwärtig scheint in dieses hochschulpolitische Feld neue Bewegung zu kommen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels setzte der Wissenschaftsrat (2019) die Forderung nach dem „Ausbau der hochschulischen Weiterbildung“ auf die bildungspolitische Agenda und im Rahmen des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: Offene Hochschulen“ wurde der Aufbau institutioneller Strukturen und eines breiteren Angebots wissenschaftlicher Weiterbildung in den letzten Jahren umfangreich gefördert.

Hochschulen haben sich verstärkt die Frage zu stellen, ob sie über eine angemessene Konzeption zur Weiterbildung verfügen und wie diese in die Hochschulentwicklungsplanung eingebettet ist. Bei diesen strategischen Überlegungen geht es nicht allein um organisatorische und finanzielle Rahmenbedingungen. Vielmehr geht es um eine Neuorientierung ihres Selbstverständnisses und ihre Bereitschaft, durch Ressourcenverlagerungen lebenslange wissenschaftliche Lernprozesse zu fördern. Wissenschaftliche Weiterbildung kann – so die Positionen ihrer zentralen Akteure – zur Hochschulerneuerung beitragen.

Zugleich entwickelt sich die wissenschaftliche Weiterbildung als Berufsfeld. Ihre Expansion lebt stark vom Engagement der involvierten Akteure. Sie leiten zentrale Einrichtungen an Hochschulen oder in Unternehmungen, sie lehren in der Weiterbildung, sie beraten in Fragen der Anerkennung, entscheiden über die strategische Ausrichtung und entwickeln Projekte. Dies verlangt neben der programmatischen Profilierung zunehmend auch eine theoretische Grundlegung und eine wissenschaftliche Fundierung. Es entsteht ein vermehrter Informationsbedarf, sich mit den Spezifika des Aufgabenfelds wie ihrer Organisation, ihren Teilnehmenden, ihren Entwicklungstrends, ihren didaktischen Lehr-Lernarrangements u. a. vertraut zu machen. Zugleich entsteht ein zunehmender Bedarf nach einer stärken Selbstreflexion der eigenen pädagogischen Arbeit im Third Space der Hochschulen.

2 Entwicklung einer Diskursgemeinschaft

Die Etablierung wissenschaftlicher Weiterbildung als Forschungsfeld setzt die Formierung fachlicher Communities voraus. Mit ihrem bildungspolitischen und gesellschaftlichen Bedeutungszuwachs intensiviert sich auch die wissenschaftliche Kommunikation im Feld. Eine zentrale Bedeutung kommt der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium (DGWF) mit ihren jährlichen Konferenzen, thematischen Netzwerken und ihren Veröffentlichungen zu. Seit der Gründung des Arbeitskreises Universitäre Erwachsenenbildung (AUE) – 2003 unbenannt in DGWF – bestanden, vor allem in den 1970er-Jahren, enge Kontakte zur Sektion Erwachsenenbildung innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (Dikau 2014). Dies wurde durch den Umstand gefördert, dass einige Professoren (sic) in der Erwachsenenbildung auch vorherige Erfahrungen in der Wissenschaftlichen Weiterbildung erworben hatten. Wie auch in anderen bildungspolitischen Initiativen der 1970er-Jahre vollzog sich im letzten Jahrzehnt ein bedeutender Generationenwechsel. Dies spiegelt sich in den systematisierenden Beiträgen zur Fachgesellschaft wider (Dikau et al. 1996; Cordes et al. 2002; Hörr und Jütte 2017).

Mittlerweile bildet sich im Feld ein wissenschaftlicher Nachwuchs heraus, der zu Fragestellungen wissenschaftlicher Weiterbildung forscht und sich qualifiziert. Zugleich wurden in den letzten Jahren Professuren ausgeschrieben, die in ihrer Denomination explizit das Feld der „Wissenschaftlichen Weiterbildung“ berücksichtigen. Neue Netzwerke zu Themen wissenschaftlicher Weiterbildung haben sich etabliert.

Das allgemeine Publikationsaufkommen in diesem Bereich hat deutlich zugenommen. Impulse für die Forschung im Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung sind auch projektinduziert. Dies betrifft die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Internationale Vergleichsstudie zur Struktur und Organisation der Weiterbildung (Hanft und Knust 2007) ebenso wie im Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ zahlreiche Ergebnisse publiziert worden – sowohl durch die wissenschaftlichen Begleitung (für die erste Förderungsphase vgl. Cendon et al. 2016; Hanft et al. 2016; Wolter et al. 2016) als auch in den einzelnen Projekten, die sich auch in den vorliegenden Handbuch-Beiträgen widerspiegeln. Darüber hinaus entstehen gestaltungsorientierte Übersichten (vgl. Klenk 2018).

Als Folge differenzieren sich die Publikationssorten aus: eigene Buchreihen zur Hochschulweiterbildung entstehen und einschlägige Fachzeitschriften öffnen sich diesem Problem- und Aufgabenfeld. Insbesondere die von der DGWF herausgegebene Zeitschrift Hochschule und Weiterbildung (ZHWB) hat sich in den letzten Jahren der Aufgabe verschrieben, den fachwissenschaftlichen Austausch zu fördern und zu profilieren.

Handbüchern im Feld der Erziehungswissenschaft, die das aktuelle Wissenschaftswissen dokumentieren, kann eine bedeutende Systematisierungsleistung zugeschrieben werden. Dies zeigen bisherige Standardwerke, wie das Handbuch zur Erwachsenenbildung/Weiterbildung (Tippelt und von Hippel 2018), zur Berufsbildung (Arnold et al. 2019) oder das Handbuch Qualitative Erwachsenen- und Weiterbildungsforschung (Schäffer und Dörner 2012). Dies gilt auch für neu entstehende Diskursfelder wie das Feld des informellen Lernens (Rohs 2015; Harring et al. 2016) oder der Organisationspädagogik (Göhlich et al. 2017).

3 Zur Konzeption des Handbuchs

Es hat immer wieder Versuche gegeben, Forschungsbedarfe in der wissenschaftlichen Weiterbildung zu identifizieren (Jütte 2005; Jütte et al. 2019). Es liegt in der Natur der Sache, dass es sich hierbei immer nur um Zwischenschritte handeln kann. Das vorliegende Handbuch ist bisher das einzige seiner Art, das versucht, eine systematische Darstellung des Feldes der wissenschaftlichen Weiterbildung zu entwickeln. Damit werden die durch Forschung gewonnenen „inselartigen“ Kenntnisstände systematisiert. Die Beiträge nennen und ordnen vorhandenes Forschungswissen und identifizieren Desiderate. Zugleich weist das Handbuch in seiner Konzeption einen einführenden Charakter auf. Es richtet sich auch an Personen, die sich über professionelles Handeln in einem wachsenden Feld informieren möchten. Die versammelten Beiträge spiegeln den „state of the art“, zeigen aktuelle Entwicklungsverläufe auf und geben Hinweise für die qualitative Gestaltung eines wachsendes Handlungsfeldes.

Das vorliegende Handbuch ist Teil der oben skizzierten Diskursgemeinschaft, insofern die Autorinnen und Autoren mit ihrer Expertise in diesem Forschungsfeld verankert sind. Dabei wird vorrangig eine erziehungswissenschaftliche Perspektive eingenommen, die auch auf Erkenntnisse und Fragen der Weiterbildungs- und Hochschulforschung zurückgreift. Die Auswahl der Inhalte und ihre Anordnung erfolgt in sieben Themenfelder.

Im ersten Teil Geschichte, Formen und Strukturen werden grundsätzliche Entwicklungslinien präsentiert. Dies beginnt mit der Vergewisserung der geschichtlichen Entwicklung bis zur Gegenwart (Andrä Wolter, Erich Schäfer). Aufgrund des pfadabhängigen Verlaufs unterscheiden sich dabei der Grad der Institutionalisierung und der Ausdifferenzierung in verschiedenen Ländern (Karl Weber). Neben den unterschiedlichen Systembezügen spielen für die Konstitution der wissenschaftlichen Weiterbildung auch verschiedene disziplinäre Bezüge eine Rolle (Rolf Arnold). Diese Heterogenität setzt sich auch auf der Ebene der konkreten Ausgestaltung fort. Dies betrifft sowohl die Ziele und Aufgaben (Burkhard Lehmann) als auch die Organisationsformen an Hochschulen (Karin Dollhausen, Susanne Lattke). Als gemeinsamer Anspruch aus konzeptionell-programmatischer Perspektive gilt dabei die „Wissenschaftlichkeit“ (Peter Tremp). Abgerundet wird diese Rubrik durch eine bildungsökonomische Betrachtung der positiven Wirkungen im Sinne von Nutzen und Erträge (Dieter Timmermann, Stefan Hummelsheim) und einer Betrachtung zum Status der Professionalisierung der wissenschaftlichen Weiterbildung (Markus Walber, Kirsten Meyer).

Im zweiten Teil wird das Themenfeld der Bildungspolitik und Hochschulentwicklung ausgeleuchtet. Dazu werden zunächst Fragen der strukturellen Durchlässigkeit diskutiert (Walburga Katharina Freitag). Danach erfolgt eine Auseinandersetzung zum Verhältnis von wissenschaftlicher Weiterbildung und Region (Matthias Rohs, Bastian Steinmüller). Mit der Bedeutungszunahme werden auch Fragen der Governance zentral (Christian J. Schmid, Uwe Wilkesmann), die einen Bedarf an Daten zum Status und zur Entwicklung dieses Feldes nach sich ziehen (Sarah Widany, Andrä Wolter, Karin Dollhausen).

Im dritten Teil rücken Angebote und Bedarfe (Bernhard Christmann) in den Mittelpunkt, die weitgehend nur eine geringe Standardisierung aufweisen. Zugleich gehören die Angebotsentwicklung und Programmplanung (Jutta Reich-Claassen) zu den zentralen Aufgaben der in der Weiterbildung Tätigen. Das Fernstudium stellt dabei ein von der Zielgruppe oft präferiertes Format dar (Olaf Zawacki-Richter, Joachim Stöter), welches sich durch digitale Medien in den Möglichkeiten ständig erweitert. Dabei sind grundsätzlich die Bedarfe der Adressatinnen und Adressaten zu klären und in entsprechende Angebote zu übersetzen (Wolfgang Seitter).

Im vierten Teil wird die Vielfalt der Zielgruppen und Teilnehmenden in Blick genommen. Neben einem Überblick über die verschiedenen Zielgruppen (Anita Schwikal, Jessica Neureuther) geht es auch um Fragen der Forschung zu Teilnehmenden und Adressaten (Claudia Lobe). Bei der Frage nach Zielgruppen geht es nicht allein um ihre Gewinnung, sondern Fragen der institutionellen Öffnung (Stefan Pohlmann, Gabriele Vierzigmann) werden tangiert.

Im fünften Teil Lehren und Lernen erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Didaktik der wissenschaftlichen Weiterbildung (Mandy Schiefner-Rohs), ebenso wie mit Fragen der Anerkennung und Anrechnung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen (Nico Sturm) und der Beratung (Carola Iller). Digitale Medien (Matthias Rohs, Christian Weber) haben dabei nicht nur Einfluss auf die unmittelbaren Lehr-/Lernprozesse, sondern auch auf das Bildungsmanagement und die Administration.

Im sechsten Teil Management und Personalentwicklung geht es zunächst um die rechtlichen Grundlagen (Ursula Bade-Becker). Sie bilden einen Rahmen für die Finanzierung und die unterschiedlichen Geschäftsmodelle (Markus Lermen, Helmut Vogt). Heterogene Qualitätsanforderungen verlangen dabei ein professionelles Managementhandeln (Annika Maschwitz, Andrea Broens). Kooperationen sind zentrale Charakteristika der wissenschaftlichen Weiterbildung (Franziska Sweers). Ebenso werden die vielfältigen Akteursgruppen mit ihren unterschiedlichen Tätigkeiten in den Blick genommen (Maria Kondratjuk).

Im abschließenden siebten Teil Internationale Entwicklungen erfolgt zunächst eine Auseinandersetzung mit grenzüberschreitenden Bewegungen und des internationalen Wissenstransfers (Wolfgang Jütte). Ausländische Wirklichkeiten werden anhand von Entwicklungen in Österreich (Elke Gornik) und in der Schweiz (Therese E. Zimmermann) dargestellt.

Wenngleich versucht wird, die zentralen Wissensbestände aus Sicht der Wissenschaft und der Weiterbildungspraxis zu berücksichtigen, konnten keinesfalls alle Phänomene in einem vielgestaltigen Aufgabenfeld abgedeckt werden und insofern gibt es zwangsläufig thematische Lücken. Aber da der kumulative Aufbau von Wissen im Feld weiter voranschreitet und sich weiter ausdifferenziert, wird eine spätere Aktualisierung diese Veränderungen fortschreiben können.

Wir danken den Autorinnen und Autoren, die ihre Expertise eingebracht haben und sich auf die Herausforderung eines grundlegenden Überblicks über das Forschungs- und Praxisfeld der wissenschaftlichen Weiterbildung eingelassen haben.

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Universität BielefeldBielefeldDeutschland
  2. 2.Technische Universität KaiserslauternKaiserslauternDeutschland

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