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Das LIEBOT-Projekt

  • Oliver BendelEmail author
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Part of the Springer Reference Geisteswissenschaften book series (SPREFGEIST)

Zusammenfassung

Das LÜGENBOT-Projekt baut auf dem GOODBOT-Projekt auf. In diesem wurden sieben Metaregeln formuliert. Eine davon lautete, dass der Chatbot, eine moralische Maschine, nicht lügen soll, außer in Ausnahmefällen. Der LÜGENBOT (LIEBOT) sollte dagegen systematisch lügen; die Metaregel wurde also ins Gegenteil verkehrt und zur Richtschnur der unmoralischen Maschine. Diese kann zu den Münchhausen-Maschinen gezählt werden, also zu Programmen und Systemen, die natürlichsprachliche Fähigkeiten haben und die Unwahrheit sagen. Der LÜGENBOT nimmt einzelne Aussagen, die er für wahr hält, aus verschiedenen Quellen, und manipuliert sie mittels unterschiedlicher Strategien mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Zudem gibt es, mit Blick auf zwei Themen, einige Lügen, Halbwahrheiten und Verdrehungen, die in einer eigenen Wissensbasis abgelegt sind. Aus dem LÜGENBOT-Projekt sind Erkenntnisse hervorgegangen, die dabei helfen können, verlässliche und vertrauenswürdige Maschinen mit natürlichsprachlichen Fähigkeiten zu bauen, seien es Chatbots, seien es Sprachassistenten. Grundsätzlich wurde aus der Maschinenethik heraus ein Artefakt geschaffen, das unter mehreren Gesichtspunkten erforscht werden kann.

Schlüsselwörter

Maschinenethik Chatbot Moralische Maschine Unmoralische Maschine Lügenbot Münchhausen-Maschinen 

Literatur

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Authors and Affiliations

  1. 1.Hochschule für WirtschaftFachhochschule NordwestschweizWindischSchweiz

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