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Grundlagen einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation

  • Matthias R. HastallEmail author
  • Britta Lang
Living reference work entry
Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Hinter dem Konzept der Evidenzbasierung steht im Kern die Forderung, potenziell folgenreiche Aussagen oder Empfehlungen – etwa bezüglich gesundheitlicher Risiken, Präventionsmöglichkeiten oder geeigneter Kommunikationsstrategien – auf Basis der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz zu machen bzw. zu geben. Ein derartiger Anspruch kann aus wissenschaftlicher, professioneller, ethischer und patienten- bzw. klientenorientierter Sicht geboten erscheinen und darüber hinaus rechtlich gefordert sein. Bewegungen in Richtung einer stärkeren Evidenzbasierung, wie sie in den letzten Jahren auch außerhalb gesundheits- und pflegewissenschaftlicher Disziplinen erfolgten, waren jedoch oft auch in gewissem Ausmaß von Missverständnissen, Widerständen und Kontroversen begleitet. Ziel dieses Beitrags ist es, einige Hintergründe, Implikationen und mögliche Ausprägungen einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation vorzustellen. Hierfür wird zunächst der historische Ursprung des Konzepts skizziert, bevor die zentralen Grundpfeiler und mögliche Übertragungen auf den Forschungs- und Anwendungsbereich der Gesundheitskommunikation eruiert werden.

Schlüsselwörter

Evidenzbasierte Gesundheitskommunikation Evidenzbasierung Evidenzbasierte Praxis Evidenzbasierte Gesundheitsinformationen Evidenzbasierte Medizin 

1 Einleitung

Debatten um die Sinnhaftigkeit wissenschaftlich-fundierter Belege für potenziell konsequenzenreiche Entscheidungen und professionelle Empfehlungen gibt und gab es in vielen Wissenschaftsdisziplinen. Derartige Diskussionen sind eng verknüpft mit Fragen nach dem Stellenwert subjektiver Erfahrungen oder der Rolle der Intuition für das eigene Handeln und Entscheiden. Sie tangieren Fragen nach dem Stellenwert bestimmter Forschungsmethoden sowie der durch sie erzielten Befunde, den Folgen der zunehmenden Akademisierung gesundheitsbezogener Berufsfelder oder wahrgenommener Einschränkungen bei der Wahl von Behandlungsmethoden, können darüber hinaus aber auch praktische Implikationen für Abrechnungs-, Finanzierungs- oder Haftungsfragen haben. Ihre politische Brisanz wurde auch deutlich, als die US-Regierung unter Präsident Donald Trump den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention die öffentliche Verwendung von Begriffen wie „evidenzbasiert“ oder „wissenschaftlich basiert“ verbot (Sun und Eilperin 2017). Nach einer kurzen historischen Einordnung wird nachfolgend die Grundidee der Evidenzbasierung skizziert, bevor im Anschluss Möglichkeiten und Grenzen einer Übertragung auf die Gesundheitskommunikation eruiert werden.

2 Historische Einordnung

Impulse erhielten Debatten um die wissenschaftliche Absicherung von Aussagen zumeist, sobald neue wissenschaftliche Methoden oder Erkenntnisse althergebrachtes Handeln infrage stellten. Im Unterschied zur Kommunikationswissenschaft finden sich in der Medizin erste systematische Untersuchungen bereits im späten 17. Jahrhundert (Tröhler 1999). Exemplarisch angeführt sei die vergleichende Studie zur Wirkung von Zitrusfrüchten bei Skorbut durch den englischen Marine-Arzt James Lind im Jahr 1747.1 Im 19. Jahrhundert intensivierten sich die Diskussionen durch Arbeiten von Pierre Alexandre, Charles Louis und Ignaz Semmelweis. Weitere Impulse kamen durch die Gründung großer Krankenhäuser, die zunehmende Verfügbarkeit von Gesundheitsdaten und die Entwicklung neuer statistischer Methoden. Allerdings gab es stets auch eine gut aufgestellte Gegenseite, die den Standpunkt vertrat, dass die Medizin keine Wissenschaft sei und dementsprechend nicht wissenschaftlichen Standards oder methodischen Zwängen unterliege (Böhm 1998; Tröhler 1999).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte schließlich im angelsächsischen Raum eine stärkere Hinwendung zu empirischen Forschungszugängen, während in Frankreich und Deutschland weiterhin Entscheidungen basierend auf Autoritäten („eminenzbasierte Medizin“) und unsystematischen Erfahrungen präferiert wurden. In den 1970er-Jahren wurden die Rufe nach evidenzbasierten Therapieentscheidungen allerdings wieder lauter. Einflussreich waren insbesondere die Schriften von Archibald Cochrane mit Forderungen nach einem systematischeren Umgang mit Literatur und evaluierten Therapien (Cochrane 1972).2 An Intensität gewann die Debatte durch die Erkenntnis, dass medizinisches Wissens oft schon überholt ist, bevor es in der Praxis ankommt (Antman et al. 1992) und dass es Ärztinnen und Ärzten praktisch unmöglich ist, die stetig steigende Informationsflut zu bewältigen. Schätzungen zufolge hätten epidemiologisch erfahrene Allgemeinärzte und -ärztinnen bereits vor zwei Jahrzehnten 157 Stunden Zeit pro Woche benötigt, um die im Bereich „Primary Care“ publizierten Artikel kritisch zu lesen (Alper et al. 2004), verfügten aber lediglich über eine Wochenlesezeit von 45 Minuten (Sackett 2000). Diese Problemlage, der im Wesentlichen also eine Wissenstransfer- bzw. Kommunikationsschwierigkeit zugrunde liegt, führte zur Entwicklung des Konzepts der evidenzbasierten Medizin. Trotz anfänglicher Widerstände gilt das Prinzip der Evidenzbasierung im angloamerikanischen Raum als mittlerweile gut etabliert und weitgehend akzeptiert. Für Deutschland ist hingegen, trotz deutlicher Fortschritte, noch immer ein Rückstand bei der Umsetzung zu konstatieren (vgl. z. B. Baethge 2014; Eichler et al. 2015). Als verbesserungsbedürftig gilt insbesondere die Umsetzung der informierten, partizipativen Entscheidungsfindungen auf Basis evidenzbasierter Gesundheitsinformationen (Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen 2018).

Die überwiegend als positiv eingeschätzten wissenschaftlichen, berufspraktischen und gesundheitsbezogenen Effekte der Evidenzbasierung bewirkten diverse Adaptionen des Konzepts für weitere Wissenschafts- und Anwendungsbereiche. Die evidenzbasierte Gesundheitsversorgung (Evidence-based Health Care) stellt eine Übertragung des Konzepts auf sämtliche Gesundheitsberufe und alle relevanten Aspekte der Gesundheitsversorgung dar, womit sie deutlich über die medizinisch geprägte Ursprungskonzeption für medizinische Einzelfallentscheidungen hinausgeht (Dietsche 2018). Ein Blick in Literaturdatenbanken zeigt darüber hinaus eine hohe Anzahl disziplinspezifischer Adaptionen wie beispielsweise Evidence-based Nursing, Evidence-based Behavioral Medicine, Evidence-based Public Health, Evidence-based Marketing oder auch Evidence-based Health Communication. In pflegerischen und therapeutischen Kontexten vergleichsweise verbreitet ist das leicht abgewandelte Konzept der Evidenzbasierten Praxis (Evidence-based Practice), das etwas stärker auf die Spezifika dieser Bereiche zugeschnitten ist, jedoch weitgehend vergleichbare Ziele und Methoden vorsieht (Mangold 2013). Allerdings wird das Adjektiv „evidenzbasiert“ gelegentlich als Label zur Betonung einer (vermeintlich) größeren Wissenschaftlichkeit bei Publikationen oder Konzepten ergänzt, ohne dass die hierfür geforderten Kriterien (vgl. Abschn. 3) tatsächlich vorliegen. Bezüglich der konkreten Anforderungen reduzierte Verständnisse finden sich auch unter Begriffen wie „evidenzinfomiert“ (evidence-informed), „evidenzbeeinflusst“ (evidence-influenced) oder „evidenzinspiriert“ (evidence-inspired) in der Literatur (Nutley et al. 2007). Dass sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Konzept und den Implikationen einer Evidenzbasierung existieren, zeigen auch die Ergebnisse einer Befragung der Teilnehmerinnen und Teilnehmern der 2. Tagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation (Heinemeier et al. 2018).

3 Evidenzbasierung als Konzept

Das primär für medizinische Einzelfallentscheidungen konzipierte Ursprungskonzept der evidenzbasierten Medizin wird oft definiert als „der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten“ (Siebert et al. 2008, S. 266 in Anlehnung an Sackett et al. 1996). Hauptzielgruppe dieser Ursprungskonzeption waren Ärztinnen und Ärzte, die bei anstehenden Einzelfallentscheidungen bezüglich der Behandlung individueller Patientinnen und Patienten durch abgesichertes medizinisches Wissen unterstützt werden sollten. Auch wenn die Evidenzbasierung bis heute oft auf den Aspekt der adäquaten wissenschaftlichen Fundierung reduziert wird, fordern so gut wie alle modernen Konzeptionen (vgl. z. B. Djulbegovic und Guyatt 2017; Rubin und Bellamy 2012) eine Integration von drei Perspektiven: der besten wissenschaftlichen Evidenz der einschlägigen Forschung, der Expertise der jeweiligen Expertinnen und Experten (z. B. Ärztinnen und Ärzte, Pfleger und Pflegerinnen) und der Präferenzen der jeweiligen Zielgruppe. Dass eine solche Integration nur gelingen kann, wenn die begleitenden Kommunikationsprozesse erfolgreich sind, ist vermutlich selbstevident; allerdings finden sich weder im Ursprungskonzept noch in den verbreiteten Adaptionen wie der evidenzbasierten Praxis nennenswerte Hinweise zur konkreten kommunikativen Ausgestaltung.

3.1 Sichtung und Aufbereitung des Forschungsstandes

Um den Praktikerinnen und Praktikern des medizinischen Bereichs einen schnellen Rückgriff auf verdichtete und vorbewerte Übersichten zum wissenschaftlichen Literaturstand zu ermöglichen, forciert das Konzept die Entwicklung von Evidenzsynthesen, also systematischen Zusammenfassungen des Forschungsstandes wie beispielsweise „Evidence Maps“ oder systematischen Reviews. Ein bedeutsamer Nebenaspekt dieser systematischen Aufarbeitungen besteht darin, dass bestehende Forschungslücken direkt erkennbar werden (Schmucker et al. 2013).

Auf der Basis solcher Evidenzsynthesen können wissenschaftlich abgesicherte Empfehlungen oder Leitlinien für Praktikerinnen und Praktiker erstellt werden, die unterschiedlich verbindlich sein können. Für den Anwendungsbereich der Gesundheitskommunikation existiert bereits die Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation (Lühnen et al. 2017a; vgl. auch den zugehörigen Leitlinienreport von Lühnen et al. 2017b), die auf der Basis einer Literatursynthese zu 21 Leitlinienfragen konkrete Empfehlungen z. B. zur Darstellung von Häufigkeiten von Risiken, Nutzen oder Schaden oder zum Einsatz von Grafiken oder Narrativen gibt. Allerdings ist anzumerken, dass der Forschungsstand der kommunikationswissenschaftlichen Gesundheitskommunikation in ihr wenig berücksichtigt ist.

Die Bewegung der Evidenzbasierung möchte Praktikerinnen und Praktiker insbesondere befähigen, eigene Sichtungen des Forschungsstands vorzunehmen, insofern zu einem konkreten Praxisproblem noch keine Evidenzsynthese existiert. Hierfür ist ein präziser Weg vorgesehen, der u. a. die konkrete Definition der zu beantwortenden Frage (mit Präzisierung von Grundgesamtheit, Interventionsstrategie, Vergleichsgruppen und Zielgrößen), eine umfassende systematische Literaturrecherche in allen relevanten Quellen und eine kritische Bewertung der Qualität der als relevant identifizierten Literatur umfasst. Für sämtliche Schritte existieren dezidierte Anleitungen sowie diverse Arbeitsmaterialien (vgl. z. B. Mangold 2013; Rubin und Bellamy 2012).

3.2 Bewertung von Studien und Hierarchie von Evidenzarten

Die für Evidenzsynthesen essenzielle kritische Bewertung von Studienergebnissen erfolgt auf der Basis einer Stufenpyramide, welche die Robustheit von Erkenntnissen gegen systematische Ergebnisverzerrung abbildet. Ein Beispiel für eine solche Evidenzpyramide ist in Abb. 1 dargestellt. An der Spitze der Forschungsdesigns stehen randomisierte kontrollierte Studien (engl.: randomized controlled trial, RCT). Ist es nicht möglich, für eine Fragestellung relevante RCTs bzw. Meta-Analysen über einschlägige RCTs zu identifizieren, gilt die nächst niedrigere Evidenzstufe als beste verfügbare Evidenz, selbstverständlich unter Berücksichtigung und transparenter Diskussion ihrer methodischen Limitationen.
Abb. 1

Beispiel für eine Evidenzpyramide (nach Haring 2018, S. 59)

Auf welchen Studienpool zurückgegriffen werden kann, hängt stark vom jeweiligen Fachgebiet ab und bedeutet häufig, dass für bestimmte Fragen noch nicht ausreichend Befunde mit dem höchsten Evidenzlevel vorliegen. Hier ist jede Fachdisziplin gefordert, ihre eigene Methodik auszubilden, wie sich beispielsweise eindrucksvoll in der Bildungsforschung an der Debatte um die 800 Meta-Analysen und ca. 50.000 Einzelstudien umfassende Synthese von John Hattie zum Lernerfolg zeigt (Hattie 2008). Überhaupt kommt angesichts der Informationsflut systematischen Übersichtsarbeiten wie den oben genannten Evidenzsynthesen immer größere Bedeutung zu, da sie den Rückgriff auf die zahllosen Einzelstudien ersparen. Bei der kritischen Bewertung der Studien können auch Publikationsleitlinien helfen, mit denen sich die Vollständigkeit und transparente Darstellung von Untersuchungen überprüfen lässt. Eine Sammlung internationaler Reporting-Standards für quantitative wie qualitative Forschungsberichte stellt beispielsweise die Informationsplattform des EQUATOR-Network (www.equator-network.org) zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für qualitative wie quantitative Forschungsarbeiten Risk-of-Bias-Instrumente, um eine Abschätzung zu erlauben, inwieweit Studienergebnisse aufgrund systematischer Fehler verzerrt sind (Dixon-Woods et al. 2006; Higgins et al. 2011).

4 Möglichkeiten einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation

Forderungen nach einer stärker evidenzbasierten Gesundheitskommunikation haben in den letzten Jahren zugenommen (vgl. z. B. Kreps 2012; Reifegerste und Hastall 2014; Stehr et al. 2018). Einen Rahmen für einen umfassenderen Austausch der diesbezüglichen Positionen der Vertreterinnen und Vertreter der deutschsprachigen Gesundheitskommunikation bot bereits die zweite Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Gesundheitskommunikation, die im November 2017 unter dem Titel „Evidenzinformierte | Evidenzbasierte Gesundheitskommunikation“ in Erfurt stattfand (vgl. Stehr et al. 2018). Eine Beschäftigung mit der Thematik erscheint auch sinnvoll, um anschlussfähig an medizinisch-pflegewissenschaftliche Nachbardisziplinen zu bleiben und zu eruieren, inwieweit eine Orientierung an vergleichbaren Standards möglich und sinnvoll ist. Für die Gesundheitskommunikation bietet sich zudem die Chance, die Relevanz ihres Forschungsfeldes sichtbarer zu machen. Da die Art der Kommunikation einen starken Einfluss auf das Gesundheitsverhalten wie den Gesundheitszustand haben kann (z. B. Zolnierek und Dimatteo 2009; vgl. auch den Beitrag von Rothenfluh und Schulz, Kap. „Arzt-Patient-Kommunikation“ in diesem Band) und eine Reihe negativer Effekte von Gesundheitskommunikation dokumentiert sind (vgl. hierzu z. B. den Beitrag von Meitz und Kalch, Kap. „Risiken und Nebenwirkungen: Nicht-intendierte Medienwirkungen im Gesundheitsbereich“ in diesem Band), stellt sich zudem die Frage nach Qualitätssicherungsmechanismen sowie danach, inwieweit eine Nicht-Orientierung an der besten verfügbaren Evidenz ethisch vertretbar wäre (Reifegerste und Hastall 2014).

Damit „evidenzbasiert“ kein willkürliches oder substanzloses Label bleibt, sollte stets präzisiert werden, was darunter konkret verstanden wird: Wie könnte eine Gesundheitskommunikation aussehen, die das Gütesiegel „evidenzbasiert“ verdient? An welche bestehenden Konzeptionen oder Forderungen könnte man sich anlehnen? Welche fachspezifischen Besonderheiten im Vergleich zu Umsetzungen in Disziplinen wie z. B. Medizin, Gesundheitswissenschaften, Pflegewissenschaften, Marketing oder Pädagogik verdienen eine Berücksichtigung? Diese Diskussion ist erst ansatzweise geführt worden, deswegen werden einige mögliche Elemente einer Evidenzbasierung nachfolgend kurz skizziert.

4.1 Evidenzsynthesen, Meta-Analysen und Reviews

Der Fokus auf systematische Zusammenfassungen des Forschungsstandes zu bestimmten Fragestellungen gilt als konstituierendes Element der Evidenzbasierung und wäre mutmaßlich auch ein zentraler Baustein einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation. Derartige Evidenzsynthesen helfen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern genauso wie Praktikern und Praktikerinnen, schnell einen Überblick über die Forschungslandschaft, bestehende Forschungslücken und die Konsistenz bzw. Heterogenität der Befunde zu erhalten. Für die Gesundheitskommunikation wäre zu diskutieren, inwieweit Adaptionen der existierenden Tools nötig sind, um den fachrelevanten Informationsquellen, Fragestellungen und Begrifflichkeiten besser gerecht zu werden. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach der Informationsplattform, auf der entsprechende Aufbereitungen des Forschungsstandes dokumentiert und abrufbar sind.

4.2 Erstellung und Bereitstellung von Empfehlungen und Leitlinien

Auf der Basis aussagekräftiger Evidenzsynthesen lassen sich in einem weiteren Schritt Empfehlungen oder Leitlinien für bestimmte Formen, Anwendungsfälle oder Zielgruppekonstellationen der Gesundheitskommunikation erstellen. Solche oftmals durch Fachgremien verabschiedeten Dokumente dienen dazu, Kommunizierenden im Gesundheitsbereich eine mehr oder weniger verbindliche Hilfestellung an die Hand zu geben, um besser (i. S. v. empirisch abgesicherter) zu kommunizieren. Der praktische Wert prägnanter Empfehlungen oder konkreter Leitlinien ist nicht zu unterschätzen, da Praktikerinnen und Praktiker den komplexen und teilweise widersprüchlichen Forschungsstand kaum überblicken können. Dass es einen Bedarf an entsprechenden Aufbereitungen sowie größere Forschungslücken gibt, zeigt die erste Fassung der Leitlinie evidenzbasierte Gesundheitsinformation (Lühnen et al. 2017a).

4.3 Explikation des Evidenzgrads von Aussagen oder Empfehlungen

Ein weiteres grundlegendes Element der Evidenzbasierung besteht darin, den Evidenzgrad von Aussagen, Empfehlungen oder Befunden transparent zu kommunizieren. Das beträfe insbesondere Aussagen bezüglich geeigneter oder ungeeigneter Kommunikationsstrategien, etwa bei der Beratung von Institutionen oder in den Schlussfolgerungen einschlägiger Publikationen. So ist es derzeit nicht unüblich, bei wissenschaftlichen Vorträgen oder Publikationen der Befunde einer Einzelstudie am Ende eine generalisierende Aussage dazu zu treffen, inwieweit die Ergebnisse für oder gegen den Einsatz der untersuchten Strategie sprechen. Für Praktikerinnen oder Praktikerinnen ist eine solche Aussage, die allein vor dem Hintergrund des individuellen methodischen Vorgehens und der jeweils spezifischen Stärken und Limitationen erfolgt, allerdings missverständlich, da die Einordnung der Befunde in den gesamten Forschungsstand fehlt. So kann eine Einzelstudie beispielsweise durchaus für den Einsatz von Furchtappellen in einer spezifischen Konstellation sprechen; ein Blick auf den Gesamtforschungsstand (vgl. hierzu den Beitrag von Ort, Kap. „Furchtappelle in der Gesundheitskommunikation“ in diesem Band) könnte hingegen ein deutlich differenzierteres Bild ergeben und verdeutlichen, dass eher unklar ist, inwieweit vergleichbare Effekte bei anderen Gesundheitsrisiken, Kommunikationsmaterialien, Zielgruppen oder erhobenen Variablen (z. B. negative Effekte) zu erwarten sind. Analog zu Forderungen an Gesundheitsjournalistinnen und -journalisten sowie Mediziner und Medizinerinnen nach einer möglichst unmissverständlichen Berichterstattung oder Kommunikation wäre für die Gesundheitskommunikation zu diskutieren, inwieweit Änderungen oder Ergänzungen bei Reporting-Standards zu Einzelstudien sinnvoll sind.

4.4 Berücksichtigung gesundheitsbezogener Evidenzlagen

Kommunikationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sowie -praktikerinnen und -praktiker haben selten eine umfassende medizinische Expertise, was dazu führen kann, dass der Evidenzgrad der in eigenen Arbeiten kommunizierten medizinischen Empfehlungen kritisch hinterfragbar ist. Ein weiterer Baustein einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation könnte daher in einer stärkeren Berücksichtigung des evidenzbasierten medizinischen, pflegewissenschaftlichen usw. Wissens bei der Erstellung eigener Kommunikationsprodukte wie etwa Kampagnenmotive oder der Entwicklung von Stimulusmaterial für Studien liegen. Aus medizinischer Sicht kann es z. B. fragwürdig sein, undifferenziert für bestimmte Vorsorge-Checks oder Präventionsangebote zu werben; auch weichen Darstellungen von Krankheitsbildern, Prävalenzraten sowie vom Nutzen und den Risiken bestimmter Behandlungsoptionen bisweilen deutlich von den evidenzbasierten Standards hierfür (Albrecht et al. 2014; Lühnen et al. 2017a; Mühlhauser 2018) ab. Eine stärkere gegenseitige Berücksichtigung des Forschungsstandes aller mit Facetten der Kommunikation in Gesundheitskontexten beschäftigten Disziplinen erscheint daher sinnvoll.

4.5 Methodische Implikationen

Die Systematisierung und kritische Bewertung des Forschungsstandes auf der Basis der in Abb. 1 dargestellten Evidenzpyramide können eine stärkere Fokussierung auf solche Untersuchungsanlagen bewirken, die für den jeweiligen Forschungskontext eine möglichst hohe Evidenzstufe versprechen. Das sind insbesondere randomisierte kontrollierte Studien, die idealerweise an verschiedenen Standorten repliziert wurden. Selbstverständlich steht es allen Forschenden frei, diejenigen Methoden der Datenerhebung und -auswertung einzusetzen, die sie für den jeweiligen Untersuchungsgegenstand als adäquat erachten. Ein stärkerer Fokus auf experimentelle Untersuchungsanlagen könnte jedoch negativ gesehen werden von Forscherinnen und Forschern, deren Expertise oder Präferenz bei anderen methodischen Zugängen liegt. Allerdings ist zu vermuten, dass die Kartografierung der Forschungslandschaft viele Bereiche aufzeigen wird, in denen bislang so gut wie keine belastbare Evidenz vorliegt, in denen also explorative und theoriebildendende Designs ihre Stärke ausspielen können. In der Literatur finden sich diverse Vorschläge bezüglich der Frage, wie die Stärken qualitativer Forschungszugänge im Prozess einer Evidenzbasierung am besten zur Geltung kommen und für welche Forschungsfragen sich qualitative Zugänge besser eignen als quantitative (vgl. z. B. Cooke et al. 2012; Olson et al. 2016; Popay und Williams 1998). Zu diskutieren wäre darüber hinaus, inwieweit die spezifischen Anforderungen der Evidenzbasierung im Rahmen der bisherigen Methodenausbildung bereits adäquat abgedeckt sind. Das kann Kompetenzen zur Erstellung verschiedener Formen von Evidenzsynthesen (z. B. systematische Reviews, Scoping Reviews, Meta-Analysen)3 betreffen, aber auch diverse Einzelaspekte der Erhebung, Auswertung oder Interpretation von Evidenz, Evaluationsverfahren oder Risk-of-Bias-Analysen.

4.6 Weiterentwicklung und Verbreitung der Idee der Evidenzbasierung

Ebenso naheliegend wie relevanzsteigernd könnte es für die Gesundheitskommunikation sein, auf die aus einer kommunikationswissenschaftlichen Perspektive große Lücke im Konstrukt der Evidenzbasierung hinzuweisen, die bislang kaum spezifizierten Kommunikationsprozesse. Medizinische, pflegerische und therapeutische Tätigkeiten bestehen zu einem Großteil aus Kommunikation (z. B. Kölfen 2013; vgl. auch den Beitrag von Rothenfluh und Schulz, Kap. „Arzt-Patient-Kommunikation“ in diesem Band). Selbst wenn die Praktikerinnen und Praktiker auf der Basis der besten gesundheitsbezogenen Evidenz agieren, stellt sich die Frage, wie die begleitenden Kommunikationsprozesse evidenzbasiert gestaltet werden können. Das betrifft Situations- und Zielgruppeanalysen, Zieldefinitionen, die Wahl der Kommunikations- und ggf. Distributionsstrategie, die Durchführung der Kommunikationsaktivität sowie deren Evaluation.

Eine Integration der disziplinspezifischen Forschungsstände fördert darüber hinaus die überfällige Auseinandersetzung mit Widersprüchen bzw. potenziellen Zielkonflikten zwischen den jeweiligen Zugängen (vgl. Reifegerste und Baumann 2018; Reifegerste und Hastall 2015). So kann das Gebot einer vollständigen Aufklärung über Risiken und anstehende Behandlungsschritte mit emotionalen Bedürfnissen nach Nicht-Wissen oder der Verdrängung belastender Informationen der betroffenen Personen konfligieren. Genauso problematisch ist das Spannungsfeld zwischen Information und Persuasion, also die Frage, in welchem Maße bewährte Strategien der Überzeugungskommunikation eingesetzt werden sollten, um gewünschtes Rezeptions- (z. B. Aufmerksamkeit, Minimierung von Abwehr) und Gesundheitsverhalten (z. B. Therapietreue, Präventionsverhalten, Abstinenz) zu erreichen. Das schließt die Frage ein, inwieweit es ethisch vertretbar ist, entsprechende Appelle oder Reize nicht einzusetzen, wenn der Behandlungserfolg und das Wohlbefinden der betroffenen Personen von relativ kleinen kommunikativen Änderungen substanziell profitieren könnte.

Schlussendlich eignet sich die kommunikationswissenschaftliche Expertise auch, um die Idee und Vorteile einer evidenzbasierten Kommunikation bei relevanten Akteurinnen und Akteuren einschließlich politischer Entscheidungsträgerinnen und -trägern sowie insbesondere in der Bevölkerung zu verbreiten. Auch für typische Barrieren bei der Umsetzung (vgl. z. B. Dietsche 2018), etwa die mangelnde Unterstützung durch Vorgesetzte oder veränderungsresistente Kulturen, können kommunikationswissenschaftliche Teildisziplinen wie etwa die Organisationskommunikation evidenzbasierte Lösungen anbieten.

5 Ausblick

Ohne Zweifel gilt immer noch die Feststellung von Kreps (2012), dass die meisten gesundheitsbezogenen Kommunikationsprozesse in der Praxis eher durch Intuition und Tradition geprägt sind als durch eine solide wissenschaftliche Fundierung. Jüngere Entwicklungen innerhalb und außerhalb der Kommunikationswissenschaft signalisieren ebenso wie der Blick auf den Publikationsmarkt, auf Tagungstitel oder in Ausschreibungstexte, dass die Themenbereiche Evidenzbasierung sowie Kommunikation im Gesundheitsbereich an Bedeutung gewinnen. Im Konzept einer evidenzbasierten Gesundheitskommunikation sind diese Elemente integriert, was das Konzept vielversprechend macht. Auch vor dem Hintergrund einer Anschlussfähigkeit an Nachbardisziplinen erscheint eine Fortführung der Diskussion wichtig, inwieweit die Gesundheitskommunikation evidenzbasiert sein sollte, was das konkret bedeuten würde und wie mit möglichen Widersprüchen zwischen den disziplinären Wissensständen umzugehen ist. Ziel dieses Beitrags war es, hierfür einige Grundlagen und Möglichkeiten aufzuzeigen sowie einen Austausch dazu zu initiieren, wie eine passende Adaption des Konzepts für die Gesundheitskommunikation aussehen könnte.

Fußnoten

  1. 1.

    James Lind ist Namensgeber einer frei zugänglichen elektronischen Sammlung von Quellen zu den historischen Anfängen evaluierender Überprüfung von Therapien, der James Lind Library (http://www.jameslindlibrary.org).

  2. 2.

    Dies führte u. a. zur Gründung der Cochrane Collaboration (http://www.cochrane.org), einem der weltweit größten unabhängigen Produzenten von Evidenzsynthesen, die in der Cochrane Library (http://www.cochranelibrary.com) publiziert werden.

  3. 3.

    Evidenzsynthese ist der Überbegriff für verschiedene Formate der systematischen Aufarbeitung der Forschung. Diese Formate unterscheiden sich in der Komplexität und Umfänglichkeit der systematischen Literatursuche sowie der Darstellung der Ergebnisse (vgl. Grant und Booth 2009).

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Authors and Affiliations

  1. 1.Fakultät Rehabilitationswissenschaften, Qualitative Forschungsmethoden und Strategische Kommunikation für Gesundheit, Inklusion und TeilhabeTechnische Universität DortmundDortmundDeutschland
  2. 2.Medizinische FakultätAlbert-Ludwigs-Universität FreiburgFreiburgDeutschland

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