Advertisement

Nachrichtenagenturen

  • Johanna GrüblbauerEmail author
  • Johannes Wagemann
Living reference work entry

Latest version View entry history

Part of the Springer Reference Sozialwissenschaften book series (SRS)

Zusammenfassung

Ohne Nachrichtenagenturen würde das weltweite Mediensystem in der heute bekannten Form nicht funktionieren. Unabhängig von der jeweiligen Medienlandschaft und Meinungsfreiheit sind Print, Rundfunk, TV und Online-Medien darauf angewiesen, permanent verlässliche Informationen über politische Ereignisse, wirtschaftliche Kennzahlen oder auch Naturkatastrophen zu beziehen. Nachrichtenagenturen sammeln, überprüfen und bearbeiten solche Informationen, um diese dann weiterzuverbreiten. Doch ihr Geschäftsmodell gerät mit dem Medienwandel zunehmend unter Druck. Sie versuchen immer stärker, Kunden außerhalb des klassischen Feldes tagesaktueller Medien zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Nachricht Agentur Nachrichtenagenturen B2B Geschäftsmodell Business-Model News 

1 Einleitung

Das Kerngeschäft von Nachrichtenagenturen ist der Verkauf von Information an Dritte und insbesondere an Medien, für die ein ständiges „Grundrauschen“ von Nachrichten essenziell ist. Die Agenturen tragen auf zweierlei Art zur Wertschöpfung im Medienmarkt bei. Einerseits bilden sie als umfassende Informationsquelle die Grundlage für Zeitungsspalten, Websites, Radiosendungen und Fernsehformate. Andererseits sorgen sie seit ihrer Gründung dafür, aus Regionen oder Ländern mit Journalisten zu berichten, in die viele ihrer Kunden aus finanziellen oder anderen Gründen keine Korrespondenten entsenden können.

Das Leistungsangebot von Nachrichtenagenturen – die Ware Information zum Zweck der politischen Kommunikation, des Handels und der Unterhaltung – tendiert zu einer extremen Form des „journalism of information“ und grenzt sich dadurch von einem „more refined and creative journalism of opinion“ anderer Mediengattungen ab (Boyd-Barrett und Rantanen 1998, S. 1 und 6). Im Gegensatz zu anderen Medienunternehmen agieren Agenturen meist im Hintergrund und erbringen Leistungen für andere Unternehmen (B2B). Wenn ihre Beiträge dann in Medien, unverändert oder für die jeweilige Zielgruppe adaptiert, publiziert werden, weiß nicht jede/r RezipientIn die Kürzel zu deuten, die einen Agenturbeitrag kenntlich machen. Dieses „Schattendasein“ scheint sich in der Fachliteratur fortzusetzen. So finden sich nur wenige einschlägige bzw. umfassender angelegte Werke (z. B Zschunke 2000; Segbers 2007; Schulten-Jaspers 2013; Vyslozil 2014b), die Auskunft darüber geben, wie Nachrichtenagenturen arbeiten, sich finanzieren und welche Pläne sie für ihr Geschäftsmodell in einer zunehmend digital geprägten Medienzukunft haben.1

Nachrichtenagenturen spielen darüber hinaus auch immer eine wichtige Rolle als Treiber neuer Kommunikationstechnologien, wenn sie etwa im 19. Jahrhundert sehr früh auf moderne Übertragungstechniken wie Telegrafiekabel oder bereits Mitte des 20. Jahrhunderts auf Computer setzten (Boyd-Barrett und Rantanen 1998, S. 32). Auch heute gelten technologische Entwicklungen, vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung, und damit einhergehender Veränderungen im Mediennutzungsverhalten und im Wettbewerberumfeld, als zentrales Thema, das den Rahmen für die Nachrichtenagenturen in der Zukunft bestimmen wird. Agenturen sind daher gefordert, ihre IT-Kapazitäten und -Fähigkeiten konsequent weiter-zu-entwickeln (Vyslozil 2014a, S. 331).

Insgesamt zeichnet sich die weltweite Agenturszene durch außerordentliche Beständigkeit aus. Vom Staat unabhängige nationale Nachrichtenagenturen Nord- und Mitteleuropas weisen ein Durchschnittsalter von über 120 Jahren auf (Vyslozil 2014b).

Weltweit gibt es aktuell 18 unabhängige Nachrichtenagenturen – im Sinne von parteiunabhängig (Dörfler und Pensold 2001, S. 434; Segbers 2007, S. 16) –, während sich rund 75 % aller Nachrichtenagenturen im Staatsbesitz befinden (Vyslozil 2014b). Unabhängig sind drei globale Agenturen (AP, Reuters, AFP)2 und elf nationale Agenturen mit Sitz in Europa. Darüber hinaus gibt es in Kanada, Indien, Japan und Australien je eine unabhängige Agentur (Vyslozil 2014b).

Für die Berichterstattung aus Ländern mit staatlich kontrollierten Agenturen kommt den globalen bzw. internationalen Agenturen mit ihren eigenen Korrespondenten in diesen Regionen eine besondere Bedeutung zu (Vyslozil 2014b).

Der Weg einer Nachricht im klassischen Geschäftsbereich Medien war und ist traditionell eindeutig: Nachdem Nachrichtenagenturen multimedialen News-Content produziert haben, stellen sie diesen Medienunternehmen zur Verfügung. Diese wiederum agieren als B2C-Anbieter und wählen bestimmte Agentur-Inhalte aus, um sie On- und Offline in ihren Medien zu publizieren. (Abb. 1):
Abb. 1

Weg einer Nachricht aus Perspektive der Nachrichtenagenturen

Insbesondere folgende externe Faktoren bewirken einen Wandel der Rahmenbedingungen der Nachrichtenproduktion und -auswahl:
  • die Anzahl potenzieller, klassischer Medienkunden sinkt

  • Auflagen und Reichweiten vieler traditioneller Medienangebote sind rückläufig

  • neue Marktteilnehmer der Medienbranche sind nicht von Informationsdiensten der Nachrichtenagenturen abhängig, da sie zum Beispiel auf Unterhaltung fokussieren und/oder ohne bzw. mit wenig Hintergrundberichterstattung arbeiten

  • digitale Nachrichtenangebote unterschiedlicher Medienmarken sind für Nutzer einfach zu vergleichen und der Zugang erfolgt häufig über Aggregatoren wie Suchmaschinen oder Algorithmen sozialer Netzwerke

  • in digitalen Medienangeboten ist nahezu unbegrenzt Platz für journalistische Inhalte aller Art und Aktualisierungen können permanent vorgenommen werden

  • viele digitale Medienangebote bieten Kommentar und Weiterverbreitungsmöglichkeiten (Sharing) für ihre Nutzer an

  • User Generatet Content kann vor allem durch Social Media von „jedermann“ ins Netz gestellt und an ein disperses Publikum verbreitet werden – dies stellt die „Gate-Keeper“-Funktion von Journalisten infrage, insbesondere jene von Nachrichtenjournalisten.

Dieser Artikel setzt sich zum Ziel, aktuelle Geschäftsmodelle von Nachrichtenagenturen zu skizzieren und, nach Möglichkeit, anhand einzelner Agenturen datenbasiert zu untermauern. Der Schwerpunkt liegt auf Nachrichtenagenturen im deutschsprachigen Raum, globalen Agenturen sowie Universalagenturen, die grundsätzlich über alle Bereiche des öffentlichen Lebens berichten (Zschunke 2000, S. 82). Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich die Business Cases von Nachrichtenagenturen angesichts des Medienwandels verändern und welche Innovationsszenarien angedacht beziehungsweise bereits umgesetzt werden.

Führende Nachrichtenagenturen im deutschsprachigen Raum (dpa 2018; APA 2018; sda 2018) und weltweit (AP 2018; AFP 2017; Reuters 2018; SEPI/EFE 2018) auf die im folgenden Text vielfach Bezug genommen wird, werden in den Tab. 1 und 2 im Überblick dargestellt.
Tab. 1

Deutschsprachige Nachrichtenagenturen im Überblick

Führende Nachrichtenagenturen im deutschsprachigen Raum

Agentur

Sprachen

Umsatz und Mitarbeiter 2017

dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

Deutsch, Englisch, Spanisch, Arabisch

93,6 Mio. EUR/677

APA Austria Presse Agentur

Deutsch

76,3 Mio. EUR/576

sda Schweizerische Depeschenagentur

Deutsch, Französisch,

Italienisch

28 Mio. EUR 182/223

Quellen: dpa 2018; APA 2018; sda 2018

Tab. 2

Globale Nachrichtenagenturen im Überblick

Führende Nachrichtenagenturen weltweit

Agentur

Sprachen

Umsatz und Mitarbeiter 2017

AP Associated Press

Englisch, Spanisch, Arabisch,

436,9 Mio. EUR/k.A.

AFP Agence France Presse

Französisch, Englisch, Arabisch, Spanisch, Portugiesisch, Deutsch.

295,6 Mio. EUR/2.296, davon 1.513 journalistische MitarbeiterInnen (Stand 2016)

Agencia EFE

Spanisch, Portugiesisch, Englisch

77,1 Mio. EUR/1.123

Reuters (Thomson Reuters)

Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Arabisch u.v.m. (16 Sprachen insgesamt)

11,3 Mrd. EUR (davon rd. 296 Mio. EUR Anteil Reuters News)/46.100, (davon rd. 2.800 für Reuters News)

Quellen: AP 2018; SEPI/EFE 2018; AFP 2017; Reuters 2018

Auf Spezial-Agenturen3 und Pressedienste, die bestimmte Themen- oder Kundenbereiche fokussieren sowie Medien-Netzwerke4 und weitere Nachrichtenprojekte5 wird in diesem Beitrag nicht explizit Bezug genommen.

2 Geschäftsmodell von Nachrichtenagenturen

Die Wertschöpfungskette von Nachrichtenagenturen greift für das Sichtbarmachen zentraler Herausforderungen des Medienwandels zu kurz. Starke Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen werden vor allem in den an die genuine Wertschöpfung angrenzenden Aspekten deutlich. Um eine systematische Betrachtung von Nachrichtenagenturen zu gewährleisten, wird ihr Geschäftsmodell, schematisch an die neun Bausteine der „Business Model Canvas“ von Osterwalder und Pigneur (2011) angelehnt, analysiert (Abb. 2):
Abb. 2

Business Model Canvas

Zentrale Charakteristika von Nachrichtenagenturen sind ihre B2B-Struktur und interdependente Beziehung von Kunden und Partnernetzwerken. Um diese Art von Unternehmen nachvollziehbar darzustellen, wird das Geschäftsmodell ausgehend von den zentralen Nutzenaspekten (Value Proposition), die Nachrichtenagenturen stiften, ausgerollt. Aufgrund ihrer maßgeblichen Rolle werden dann zunächst die Kernpartner vorgestellt und anschließend wird, darauf aufbauend, die Kundenstruktur erläutert. Der nächste Schwerpunkt gilt den wesentlichen Bindegliedern zum Kunden: Zum einen den Kanälen für Produkt- und Servicebereitstellung, zum anderen dem Customer Relationship Management (CRM). In der Folge wird beleuchtet, welche Aktivitäten und Kernressourcen essenziell sind, um als Nachrichtenagentur Kundennutzen zu stiften. Abschließend stellt dieser Beitrag die daraus resultierenden zentralen Kostentreiber den wichtigsten Erlös- und Preismodellen gegenüber. In die Beschreibung der einzelnen Bausteine fließen jeweils potenzielle Veränderungsmöglichkeiten, die insbesondere aus der Digitalisierung resultieren, ein.

2.1 Value Proposition von Nachrichtenagenturen

Inhalte, neudeutsch Content, sind seit Gründung der ersten Nachrichtenagenturen (Havas 1835 in Paris und die Vorläufer-Agentur der US-amerikanischen Associated Press (AP), 1848) deren unbestrittene Kernkompetenz. Um das Kernprodukt Nachricht auch rund 200 Jahre später weiterhin nutzenstiftend für Medien- und Nicht-Medienkunden bereitstellen zu können, mussten und müssen die notwendigen Dienstleistungen rund um das Produkt stetig adaptiert werden.

Neuigkeiten haben keine absolute Funktion. Information wird erst durch Kontextualisierung und Umdeutung (Re-Signification) zur Nachricht. Dies gilt im digitalen Zeitalter mehr denn je. Nachrichtenagenturen sind daher aus ihrer Funktion heraus mehr als Input-Output-Organisationen, die für den Fluss von Informationen sorgen. Sie sind sozial, politisch und/oder wirtschaftlich organisierte Netzwerke, die gesellschaftliche Diskurse verbreiten. Nach Thomas Bauer charakterisieren sich Nachrichtenagenturen in einer globalisierten und mediatisierten Demokratie als Konzentrationspunkt von Wissen, Erfahrung und der Unternehmenskultur des gesellschaftlichen Diskurses in einem mediendemokratischen Umfeld (Bauer 2005, S. 11–13).

Um einen kontinuierlichen Fluss von Informationen zu gewährleisten, zählt es zu den zentralen Funktionen von Nachrichtenagenturen, Informationen zu sammeln, zu prüfen, zu verarbeiten und möglichst schnell zu verbreiten (Schulten-Jaspers 2013, S. 58; Agenturjournalismus 2016). Während beim Sammeln und Bearbeiten vor allem der qualitative Grundgedanke tragend ist, war und ist das Tempo der Verbreitung maßgeblich von technischen Rahmenbedingungen abhängig (Dörfler und Pensold 2001, S. 537).

Informationsdienstleister wie Nachrichtenagenturen sind von der Medienkonvergenz hochgradig betroffen (Dörfler und Pensold 2001, S. 534). Die Aufgaben von Nachrichtenagenturen gehen daher weit über eine reine Nachrichtenbereitstellung hinaus. Vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung nimmt die Verifikation von Meldungen zunehmend mehr Bedeutung ein (Gösmann 2015), aber auch Kontinuität, Universalität und Archivfunktionen gewinnen an Wichtigkeit, nicht zuletzt um Journalisten und anderen Kunden selbst eine Verifikation zu ermöglichen.

Neue Herausforderungen ergeben sich seit Mitte der 1990er-Jahre im Vertrieb von Agenturmaterialien an reine Onlinekunden. Der Zugriff auf die wichtigsten Weltnachrichten, ein ehemals teures Gut, ist im Internet – vermeintlich – kostenlos möglich. Content von Nachrichtenagenturen ist – auch bei Paid-Angeboten – meist im kostenfreien Bereich der jeweiligen Online-Nachrichtenangebote zu finden und erwirtschaftet kaum direkt, sondern vor allem über die Querfinanzierung durch Werbung, Erlöse. Zudem gaben ehemals gute Agenturkunden die Parole aus, Agenturmaterial sei – aufgrund der Nicht-Exklusivität – ein Hindernis auf dem Weg zu einem besseren, individuelleren Produkt (Segbers 2007, S. 10–11; zum Thema Bezahlschranke beispielhaft Spiegel online 2015).

Für Rezipienten sind Informationen und Breaking News zu aktuellen Geschehnissen daher heute zumeist kostenfrei in Nachrichtenportalen, bei News-Aggregatoren oder in Sozialen Medien, abrufbar. Im Unterschied zu Agenturmeldungen sind viele Feeds jedoch meist nicht auf Wahrheitsgehalt geprüft, haben keine zwingende Kontinuität in der Berichterstattung und keine Universalität der Themen (Schulten-Jaspers 2013, S. 105; Trankovits 2015, S. 17–25 sowie S. 85–87). Der Aufwand der Redaktionen, Informationen aus Sozialen Medien auf ihre inhaltliche Richtigkeit zu überprüfen, ist beträchtlich (Vyslozil 2014b). Stärker noch als bisher gewinnt für die Nachrichtenagenturen die Überprüfung von Informationen und Gerüchten und somit die Eigenschaft als glaubwürdiger, zuverlässiger Partner der Medien und anderer Kunden an Bedeutung. Nachrichtenagenturen bieten beispielsweise ihren Kunden kuratierte Twitter-Listen an, um bei großen Nachrichtenlagen relevante von weniger relevanten Twitter-Accounts zu trennen. Zudem setzen sie auf komplexe Verifizierungsprozesse, um falsche Tweets oder gefälschte Twitter-Accounts von vornherein abzuwehren (Presseportal 2014; Schulten-Jaspers 2013, S. 206; Gösmann 2015). Einen generell strikten Prozess zur Verifikation von „User Generated Content“ hat beispielsweise Associated Press aufgesetzt (Silverman 2012). Dass Agenturen dennoch auch aktuell hierbei noch Fehler unterlaufen, zeigt der Fall des deutschen Reuters-Dienstes, der im Asylstreit der CDU und CSU im Frühsommer 2018 einen Fake-Tweet eines Redakteurs des Satiremagazins „Titanic“ als Nachricht übernommen hatte (siehe z. B. Asmus und Kumpfmüller 2018).

Eine weitere Herausforderung für Nachrichtenagenturen ist, dass deren Meldungen ohne großen Aufwand im Internet verbreitet und damit von Usern meist kostenlos genutzt (und geteilt) werden können. Sofern dies über News-Aggregatoren geschieht, sollte das breit diskutierte Leistungsschutzrecht in Deutschland (und ähnliche Maßnahmen in anderen Ländern) hier eine Entlohnung der Urheber, wie zum Beispiel traditioneller Medienhäuser, ermöglichen, wurde aber nicht auf Nachrichtenagenturen ausgeweitet. Seit dem Spätsommer 2016 wurde dann auch über eine europäische Version einer solchen Vergütung für Medienhäuser und Inhalteanbieter diskutiert, während etwa ein solches Gesetz in Spanien nicht so funktionierte, wie vom Gesetzgeber gedacht: Der Suchmaschinenkonzern Google beispielsweise listete dort solche Medien, die eine Snippet-Vergütung auf Google News verlangten, aus (Schulten-Jaspers 2013, S. 106; Kühl 2016).6

Durch die Möglichkeit, Echtzeitdienst und Datenbanken in ein einziges digitales System zu integrieren, wird die traditionelle Kernkompetenz der Nachrichtenagenturen, Aktualität, zudem durch eine neue Dimension – Dauerhaftigkeit – erweitert. Zwar gab es auch in früheren Zeiten ein entsprechendes Archiv – doch erst durch das digitale Erschließen kann dieses auch einen echten Mehrwert in den Kundenbeziehungen entfalten (Dörfler und Pensold 2001, S. 515).

Aufgrund der engen Austauschbeziehung mit Medienkunden haben Änderungen in dieser Branche direkte Auswirkungen auf die Nachrichtenagenturen und vice versa. Agenturjournalisten fungieren als Editoren und Kuratoren beziehungsweise als Impulsgeber, die Journalisten auf relevante Entwicklungen hinweisen und nicht nur fertige Produkte liefern. Etwa im Ausbau des multimedialen Angebots sowie in der Entwicklung mediengerecht aufbereiteter Inhalte für Tablets, Smartphones und andere mobile Kommunikationsgeräte (Bouhs und Milz 2010; Schulten-Jaspers 2013, S. 206). Oder sie bilden über webbasierte Anwendungen „virtuelle Redaktionsgemeinschaften“ (Goldmedia 2011). Durch Einsparungen in Redaktionen werden zunehmend auch Hintergründe, Analysen und Features zur Nachricht bei Nachrichtenagenturen nachgefragt (Schulten-Jaspers 2013, S. 108).

Nichtmedienkunden profitieren vor allem davon, dass sie möglichst in Echtzeit informiert werden und zeitgleich mit Medien sehen, welche Nachrichten über sie oder relevante Branchen verfügbar sind (Monitoring) sowie gegebenenfalls prompt reagieren können. Zudem erhalten sie als Abonnenten einen direkten – durch Medien ungefilterten – Zugang zu Agenturnachrichten. Auch werden sie in starkem Maße darauf vorbereitet, was – aufgrund der hohen Reichweite der Agenturen – am gleichen Tag und dem darauffolgenden Morgen die Schlagzeilen bestimmen wird. Eine Herausforderung stellt für die Agenturen bei den Corporate-Communications-Kunden unter anderem deren genereller Anspruch an alle Lieferanten dar, eine sehr hohe Verfügbarkeit ihrer Leistung zu gewährleisten sowie diese etwa in Service Level Agreements (SLA) festzuschreiben (Segbers 2007, S. 100–102).

2.2 Kernpartner von Nachrichtenagenturen

Im Mittelpunkt der Weltproduktion von Nachrichten stehen drei globale Agenturen: die amerikanische Associated Press (AP), die früher in Großbritannien ansässige Agentur Reuters (heute Teil von Thomson Reuters) und die französische Agence France Presse (AFP). Darüber hinaus stellen auch internationale Agenturen Weltnachrichten zur Verfügung. Zu ihnen zählen die Deutsche Presse-Agentur (dpa, Deutschland), Agenzia Nazionale Stampa Associata (ANSA, Italien) und Agencia EFE (Spanien). Der Großteil der Agenturen sind aber nationale Nachrichtenagenturen, deren Fokus auf einzelnen Ländern liegt. Davon werden die meisten Agenturen von Regierungen betrieben und kontrolliert. Ein knappes Drittel der international anerkannten Staaten – viele davon in Lateinamerika – hat keine Nachrichtenagentur (Segbers 2007, S. 15–23).

Die durch Austauschverträge geregelte globale Vernetzung praktisch aller Nachrichtenagenturen weltweit stellt eine einzigartige Alleinstellung dar. Ohne derartige Zusammenarbeit zwischen den 100 bis 110 weltweit existierenden Nachrichtenagenturen könnten sie – heute wie Mitte des 19. Jahrhunderts – ihre weltweite Berichterstattung kaum sicherstellen. Die Abkommen zur Regelung des Nachrichtenaustauschs zwischen Agenturen legen territoriale Zuständigkeiten genau fest (Vyslozil 2014b). Gibt es keine Exklusivverträge (wie etwa dpa mit AP), können Medien und Unternehmen Nachrichten auch von globalen oder internationalen Agenturen oder Spezialagenturen direkt beziehen. Dadurch verschärft sich der Wettbewerb zwischen den Informationsanbietern (Segbers 2007, S. 174).

Neben der regionalen Reichweite bestimmt auch die Rechtsform der Agenturen, mit welchen unternehmensexternen Partnern Agenturen hinsichtlich der Finanzierung und der strategischen Schritte eng zusammenarbeiten müssen. (1) Als Aktiengesellschaften – deren Aktionäre hauptsächlich Medienunternehmen sind (Schulten-Jaspers 2013, S. 59) – agieren zum Beispiel Reuters (global tätig) und die Schweizerische Depeschenagentur (sda, Schweiz). (2) Als GmbH ist zum Beispiel die dpa (international tätig, Sitz Deutschland, mit 180 Gesellschaftern) organisiert. (3) Genossenschaften, die sowohl gewinnorientiert als auch nicht gewinnorientiert agieren können, sind etwa die AP (global tätig, Sitz USA), ANSA (international tätig, Sitz in Italien) und die Austria Presse Agentur (APA, Österreich). (4) Staatliche oder vom Staat abhängige Agenturen sind unter anderem AFP7 (global tätig, Sitz Frankreich) und EFE (international tätig, Sitz Spanien) oder auch die chinesische Xinhua, die größte Staatsnachrichtenagentur der Welt mit rund 7.000 Mitarbeitern (Segbers 2007, S. 15–38).

Deutschsprachige Nachrichten können sowohl von den drei nationalen Agenturen sda (Schweiz), dpa (Deutschland) und APA (Österreich) als auch über zwei globale Nachrichtenagenturen (AFP und – seit Kündigung des dpa Vertrags 1971 – Reuters) bezogen werden (Segbers 2007, nach vollständiger Durchsicht – zum Stand 12/2015 ohne ANSA). Ein deutschsprachiges Angebot der AP vertreibt die dpa (dpa 2016e). Die drei nationalen Agenturen arbeiten auf Projektbasis zusammen.8

Während der Austausch zwischen nationalen Agenturen vor allem auf Meldungsebene erfolgt, basiert der Nachrichtenaustausch mit globalen Agenturen9 zusätzlich auf einer entgeltlichen Gegenleistung. Die nationalen Nachrichtenagenturen unterhalten – vor allem aus Kostengründen – meist nur in politisch oder wirtschaftlich für sie relevanten Ländern eigene Korrespondentenbüros. Um trotzdem auch Auslandsnachrichten anbieten zu können, kooperieren sie mit globalen oder internationalen Agenturen, die Korrespondentennetzwerke in bis zu 150 Ländern der Welt betreiben (Segbers 2007, S. 177–178; AFP 2016; Vyslozil 2014b).

Beziehen nationale Agenturen ihre Meldungen von globalen Agenturen, können sie diese entweder (1) ausgewählt, aber im Original, (2) verändert bzw. zumindest übersetzt oder (3) als neue Meldung, die als Berichterstattungskomplex unterschiedlicher Agenturen entsteht, an ihre eigenen Kunden weiterleiten (Segbers 2007, S. 15).

Ebenso arbeiten Nachrichtenagenturen mit nationalen Agenturen oder Spezialagenturen zusammen, sowie mit Nichtnachrichtenagenturen wie den globalen Bildvermarktern Getty Images (zum Beispiel AFP) und Corbis (zum Beispiel Reuters) (Segbers 2007, S. 178–179) und ferner mit Trendscouts, Technik-Dienstleistern (zum Beispiel Cloud-Computing), Softwareunternehmen, Prozessmanagern etc. (APA 2016e).

Daneben gibt es auch Verbände, die den regelmäßigen Austausch der Nachrichtenagenturen forcieren, wie etwa The European Alliance of Press Agencies (EANA)10 und die Gruppe 3911 oder MINDS International. MINDS funktioniert nach Angaben von deren Geschäftsführer Wolfgang Nedomansky als eine Art „think tank“ für die Agenturen. Auf der anderen Seite bilde MINDS ein Netzwerk – auch mit „Gästen von außen“ (Nedomansky 2015). Seit 2007 treffen sich 22 internationale Agenturen zweimal jährlich zum Austausch über die Zukunft der Medien und die Herausforderungen technischer oder auch inhaltlicher Art (zum Beispiel „trend topics“ der Agenturzukunft wie den Umgang mit Social Media) im Rahmen von MINDS International. Dieses Agenturnetzwerk ging aus einer früheren EU-Initiative hervor. Die 22 Mitglieder sind die aus Verbandssicht führenden Nachrichtenagenturen auf ihren jeweiligen Heimatmärkten, von der Australian Associated Press (AAP) über die japanische Kyodo News bis hin zur russischen TASS (MINDS 2016). Reuters gehört nicht dazu, jedoch mit AP und AFP die anderen beiden Weltagenturen. Europäische Agenturen sind in MINDS sehr stark vertreten.

Zu den Kernpartnern der Agenturen zählen ferner PR-Dienstleister, die sich insbesondere mit der Verbreitung von Pressemitteilungen beschäftigen und einen erheblichen Teil zur Wertschöpfung der Agenturen beitragen. Beispielsweise ist der PR-Dienst news aktuell eine 100 %-Tochter der dpa. Unter anderem stellen die Gewinne der Tochter news aktuell positive Jahresabschlüsse der dpa-Gruppe insgesamt sicher, während das eigentliche, klassische Kerngeschäft seit Jahren hohe Verluste einfährt.12 Auch APA und sda verbuchen einen Teil ihrer Erlöse aus Beteiligungen an PR-Diensten: APA-OTS sowie news aktuell (Schweiz) AG, ein Joint Venture von dpa und sda (APA 2016a; sda 2016b).

Eine moderne Interpretation der früher durch Regierungen oder staatliche Stellen geförderten Public-Value-Dienste der Agenturen liefert heute Google mit der „Digital News Initiative“. Hierbei wird vom Fördergeber selektierter „high quality journalism“ unterstützt (Digital News Initiative 2016). Eine Alternative in Form einer Umsatzbeteiligung für journalistische Leistung durch Leistungsschutzrecht ist für Nachrichtenagenturen bisher nicht erfolgt (Schulten-Jaspers 2013, S. 106). Im September 2018 hat sich eine Mehrheit der Abgeordneten im EU-Parlament für eine Reform des Urheberrechts ausgesprochen und damit ein europaweites Leistungsschutzrecht “wahrscheinlicher” gemacht - die Umsetzung ist jedoch noch offen (Ehrenberger 2018; Hanfeld 2018).

Von zunehmendem Interesse für Nachrichtenagenturen ist die Förderung mediennaher Start-Ups, um eigenen Kunden Lösungsmöglichkeiten im digitalen Wandel aufzuzeigen. Die dpa kooperiert beispielsweise seit jüngster Zeit mit anderen Hamburger Medienunternehmen (etwa „Die Zeit“, Springer, Gruner & Jahr) beim „Next Media Accelerator“, einem Inkubator nach amerikanischem Vorbild. Hierbei werden unter anderem viel versprechende Gründer gefördert, deren technologischer Ansatz oder deren Produktideen potenziell marktfähig sind und den Investoren im besten Fall Rendite einbringt (nma 2016; Schwanenberg 2015).

2.3 Kunden von Nachrichtenagenturen

Nachrichtenagenturen agieren grundsätzlich im B2B-Geschäft und beliefern sowohl Medien- als auch Nichtmedienkunden. Aus Sicht der Nachrichtenagenturen unterscheiden sich die beiden Kundensegmente traditionell darin, dass erstere Nachrichten auch zur Publikation nutzen und letztere in der Regel zur eigenen Information. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird aber einerseits der Austausch von Nachrichten über Infrastruktur der Agenturen intensiviert (zum Beispiel PR-Meldungen) und andererseits hoffen die Agenturen, auch an Nichtmedienkunden die Publikation ausgewählter Inhalte in Unternehmensmedien (Corporate Publishing) beziehungsweise im Rahmen ihrer Content-Marketing-Aktivitäten zu verkaufen und so Zusatzerlöse zu erzielen (APA 2016d; dpa 2016b; AP 2015b).

Eine Ausnahme des B2B-Modells bildet der börsennotierte Konzern Thomson Reuters, der als klassische Agenturmarke Reuters auch Endkunden direkt beliefert (Kantchev 2012, S. 39) mit Reuters.com und dem mobile-optimierten Reuters TV (Reuters 2016a).13 Eine andere Ausnahme sind eingeschränkte Angebote mit den wichtigsten Nachrichten, wie sie von Associated Press als App in den USA angeboten werden (AP 2015a).14

Versuche, Endkunden direkt anzusprechen, gab es auch bei anderen Agenturen, jedoch waren diese nicht von Erfolg gekrönt.15Zu begründen ist dies damit, dass Medienunternehmen – historisch gewachsen insbesondere Verlage und Rundfunkanstalten – bei genossen- oder gesellschaftlich geführten Agenturen zumeist sowohl Kunden als auch Gesellschafter oder Eigentümer der Nachrichtenagenturen sind. Es liegt also im Interesse der Eigentümer, dass Agenturen B2B arbeiten und damit nicht zugleich Nachrichtenlieferanten und Konkurrenten sind.

Umgekehrt gibt und gab es auch immer wieder das Bestreben von Zeitungen, ohne Nachrichtenagentur zu arbeiten. Während die österreichische „Kronen Zeitung“ seit 1959 ohne nationale Nachrichtenagentur auskommt und vor Internetzeiten vor allem den Teletext als Informationsquelle nutzte, brach etwa die deutsche „Bild“ den Versuch ohne Nachrichtenagentur zu arbeiten – trotz der Vielzahl eigener Journalisten – nach zwei Tagen ab (Der Standard online 2015).

Letztlich profitieren Nachrichtenagenturen davon, dass sie ein dermaßen umfassendes Informationsangebot bereitstellen, dass die meisten Medien ohne dieses auf absehbare Zeit nicht auskommen (Zschunke 2000, S. 271; Segbers 2007, S. 11). Besonders deutlich wird dies in Ländern, in denen eine umfangreiche Nachrichtenberichterstattung nur von einer Agentur bedient wird – etwa durch die AFP in Frankreich oder die EFE in Spanien. AFP und EFE haben zwar auch Kunden auf der ganzen Welt, sind in ihren Heimatländern aber faktisch Monopolisten (Segbers 2007, S. 174).

Die Kundenpolitik der Nachrichtenagenturen ist stark unternehmensabhängig und durch die jeweiligen Rechtsformen bzw. Eigentümer geprägt.

Es gibt Beschränkungen bei Kundensegmenten: Eigentümer bzw. Gesellschafter der Agenturen können eine Ansprache bzw. Angebote für bestimmte (medienfremde Kunden oder Mediengattungen wie Anzeigenblätter) verhindern oder fördern. So waren bei der dpa in Deutschland zum Beispiel die kostenlos verbreiteten Anzeigenblätter auf Mitgliederwunsch als Kunden lange Zeit ausgeschlossen.16 Den APA-Dienst können hingegen seit der Gründung sowohl Mitglieder auch Nicht-Genossenschafter im Abonnement beziehen (Dörfler und Pensold 2001, S. 423).

Eigentümer bzw. Gesellschafter sind häufig zugleich wichtige Kunden bzw. quasi „verpflichtete“ Kunden der Nachrichtenagenturen. Beispielsweise ist es aber bei der dpa – anders als bei der APA – möglich, Gesellschafter zu sein und den Dienst nicht zu beziehen (Schulten-Jaspers 2013).

Eine stärkere Fokussierung auf Nichtmedienkunden wird in vielen Agenturen als wirtschaftliche Notwendigkeit anerkannt, wurde agenturspezifisch zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten begonnen und ist unterschiedlich weit fortgeschritten. Treiber sind etwa die Rückbesinnung auf Kernkompetenzen (Reuters), beschränktes Wachstumspotenzial heimischer Medienmärkte (APA) oder strukturelle Probleme des Medienmarktes (dpa):

Die internationale Agentur Reuters News wurde als Wirtschaftsdienst gegründet, ergänzte diesen später um einen politischen Dienst für private Geschäftsleute und erst danach wurden auch Medien zu Kunden. Im Lauf der Jahre entwickelten sich diese als Hauptkunden heraus (Dörfler und Pensold 2001, S. 518). Ab den 1960er- bzw. 1970er-Jahren aber schlug die Agentur einen Kurs ein, der letztlich in einem internationalen Konzern für Finanzinformationen – samt Börsenkapitalisierung – mündete. Seit längerer Zeit setzt Thomson Reuters mit klassischen Nachrichten nur noch bis zu 2,5 Prozent der Gesamterlöse um (Reuters 2016c).17

Bei der APA verfolgt man – unter anderem aufgrund der begrenzten Größe des österreichischen Medienmarktes – bereits Ende der 1980er-Jahre eine Diversifikation des Marktes über traditionelle Medienkunden hinaus und damit einen Trend, wie er von der Agentur Thomson Reuters vorgegeben wurde. Sie bietet seit 1988 verstärkt zielgruppenspezifische Information als Dienstleistung für Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik an und sichert sich so ein lukratives Feld, das die Basis der Nachrichtenagentur, also den Dienst für Medienkunden, trägt (Dörfler und Pensold 2001, S. 516).

Nachrichtenagenturen bieten darüber hinaus unterschiedliche sonstige Dienstleistungen an, wobei diese auf traditionellen Kernkompetenzen der Agenturen – der Verfügbarkeit und Organisation von Informationen – aufbauen:
  • Spezifische Nachrichtenauswahl für Nichtmedienkunden wie Unternehmen, Behörden und Organisationen (Verbände, Gewerkschaften, Parteien, NPO/NGO etc.): Beispielsweise bietet die dpa seit den 1980er-Jahren einen Service mit ausgewählten Nachrichten an, den heute unter dem Label „dpa-Select“ beziehungsweise „dpa-Business“ etwa etliche deutsche DAX-Konzerne beziehen (Segbers 2007, S. 102).

  • Zweitverwertung der Inhalte für nachgelagerte, nicht unbedingt tagesaktuelle Publikation und Verwendung, zum Beispiel von Fotos, durch die dpa-Picture Alliance (Segbers 2007, S. 152).

  • Originaltext-Services (OTS) ermöglichen Kunden, sich der technischen Infrastruktur der Agenturen zur Verarbeitung und Verbreitung zu bedienen und schaffen die Möglichkeit, eigene Informationen zu publizieren und zu organisieren. So können einerseits Nichtmedienkunden für ihre Publikationen auf das entsprechende „Presseportal“ zugreifen, und andererseits Journalisten diese OTS-Meldungen direkt über ihr Redaktionssystem beziehen.

  • Media Monitoring baut auf der Prozesskompetenz der Agenturen auf, Informationen zu importieren, zu speichern, zu bündeln, zu analysieren und weiterzuverarbeiten. An Bedeutung gewinnt hier etwa Social Media Monitoring und die Beobachtung und Analyse der Distributionspfade einzelner Nachrichten.

  • IT-Dienstleistungen für Medien- und Nichtmedienkunden, die eine schnelle, zuverlässige und leistungsfähige Verarbeitung von Informationen benötigen: Diese Dienste sind insbesondere bei der österreichischen APA bereits ein zentraler Bestandteil der Positionierung (Dörfler und Pensold 2001, S. 517).

  • Dienste für staatliche Kunden: beispielsweise war bei der französischen AFP der Umsatzanteil staatlicher Kunden immer schon vergleichsweise hoch – er liegt bei rund 30 bis 40 Prozent.18

Die aufgezeigten Entwicklungen verdeutlichen, dass die früher klare Hierarchie der Nachrichtenproduktion, an deren Spitze die Agenturen als externe Inhaltebereitsteller standen, die an die Zeitungen lieferten, durch ein Netz an Verbindungen ersetzt wird. Etliche Informationsanbieter verkaufen an alle möglichen Abnehmer (Dörfler und Pensold 2001, S. 517). Die Auswahl und Angebotsvielfalt für klassische Nachrichtenabnehmer, also für Zeitungen, Radio- und TV-Sender oder reine Onlineanbieter, war nie größer (Goldmedia 2011). Jedoch erfüllen diese „neuen“ Informationsanbieter nicht unbedingt die Verifikationsfunktion der Nachrichtenagenturen.

2.4 Customer Relationship Management von Agenturen

„Nachrichtenagenturen stehen selten im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Dennoch sind sie eine der einflussreichsten und gleichzeitig eine der am wenigsten bekannten Mediengattungen. Sie sind Schlüsselinstitutionen mit substanzieller Bedeutung für jedes Mediensystem. Sie sind das unsichtbare Nervenzentrum, das alle Teile dieses Systems verbindet.“, fasste der ehemalige APA-Geschäftsführer Wolfgang Vyslozil die Bedeutung von Nachrichtenagenturen zusammen (Segbers 2007, S. 10).

Eine Voraussetzung dafür schafft die weltweite Vernetzung, ein Alleinstellungsmerkmal von Nachrichtenagenturen. Sie bedarf stetiger Austausch- und Entwicklungsprozesse, die den reibungslosen Ablauf der Nachrichtentransporte, insbesondere vor dem Hintergrund technischer Entwicklungen, optimieren.

Für den internationalen Austausch gibt es diverse gemeinsame Plattformen zwischen Nachrichtenagenturen, Medien und IT, wobei insbesondere im Rahmen des ITPC (International Press Telecommunications Council) technische Standards abgestimmt werden, um die Verbreitung von Information zwischen Medienunternehmen mittels einheitlicher Formate und Metadaten-Standards zu vereinfachen (IPTC 2016).

Bereits 1965 wurde dafür die IPTC als Konsortium aus 55 weltweit führenden Nachrichtenagenturen, Medien und Herstellern von IT-Systemen für den Medienbereich, gegründet (Der Standard online 2006). Diverse offene Standards, mit denen die IPTC eine globale, reibungslose Zusammenarbeit zwischen Nachrichtenmedien ermöglichen möchte, werden stetig weiterentwickelt. Ziel ist es, auch durch Standardisierungen die Kosten der Zusammenarbeit auf Agentur- und Kundenseite zu reduzieren.

Nach IPTC-Standards programmierte Software wird von Nachrichtenagenturen teilweise unter Open Source Lizenzen kostenlos für die Implementierung in Redaktionssysteme zur Verfügung gestellt. Dennoch ist es für die Redaktionen mit hohem Aufwand verbunden, diese zu implementieren (APA 2016c).

2.5 Kanäle von Nachrichtenagenturen

Nachrichtenagenturen beliefern ihre Kunden kontinuierlich mit regionalen, nationalen und internationalen Nachrichten aller Ressorts (Segbers 2007, S. 43) in Form von aktuellen Texten, Grafiken, Fotos, Videos (AP 2015c), Kursdaten, Diagrammen (Reuters 2016b) bis hin zu animierten Tablet- und Web-Grafiken (APA 2016b) etc. zur internen Weiterverarbeitung oder Verbreitung. Die Optionen zur Sprachauswahl der Nachrichten (nur in der jeweiligen Landessprache oder multilingual) sind agenturspezifisch unterschiedlich.19

Die Nachrichten kommen mittlerweile nicht mehr zwangsläufig in Form des klassischen Agenturtickers zum Kunden – auch wenn diese Ansicht immer noch in den meisten Redaktionssystemen, in denen oftmals mehrere Agenturen gleichzeitig erscheinen, präsent ist. Stattdessen setzen die Agenturen beispielsweise auf Kundenportale.

Via B2B-Portale ermöglichen Agenturen ihren Kunden den Bezug aktueller Nachrichten (dpa 2015b), wobei Zugriffs- und Verwendungsrechte je nach Vertrag unterschiedlich geregelt sind. Agenturmaterial kann hier gesichtet, durchsucht und auch live kommentiert werden (Trankovits 2015, S. 185).

Häufig sind über diese Portale auch eigene und internationale Agenturarchive sowie Medien- und Fachdatenbanken verfügbar, die aus umfassenden Quellenpools aggregiert werden und Dokumente diverser Print-Medien, sowie Fach- und Firmendatenbanken, Abschriften von Radio- und TV-Beiträgen, Bild- und Grafikdaten, Videos sowie Spezialthemen durchsuch- und auffindbar machen.

2.6 Schlüsselaktivitäten von Nachrichtenagenturen

Das Produktportfolio von Nachrichtenagenturen ist, trotz aller Innovationen für neue Märkte, nach wie vor stark zeitungshausorientiert (Segbers 2007, S. 62). Doch auch das Angebot der Verlage ist im Wandel begriffen.

Zu den Kerngeschäften einer Agentur zählen neben dem Hauptgeschäft, nachrichtliche Textdienste/Ticker anzubieten, auch Sportberichterstattung und Bilderdienste. Ergänzt werden die Dienste häufig durch Grafiken (Infografiken), Hörfunk, Videodienste, Onlinedienste, mobile Dienste oder Nachrichten für Kinder (Segbers 2007, S. 62–80).

Nachrichtenagenturen liefern bis heute als Agenda-Setter in Echtzeit nicht exklusive Informations-Rohstoffe (Basisdienst), dazu filtern sie tausende Pressemitteilungen als Grundlage für die Berichterstattung sowie tägliche Meldungen ausländischer Agenturen und Korrespondenten nach Relevanz. Daher wird Nachrichtenagenturen eine zentrale Gatekeeper-Rolle20 zugeschrieben.21 Sie archivieren Agentur- und Medienmeldungen und ziehen diese auch zur Faktenprüfung aktueller Meldungen sowie zur Kontextualisierung von Informationen heran (BKA 2003, S. 83–85, S. 90).

Alle Aktivitäten passieren vor dem Hintergrund der zentralen Aufgabe einer Agenturredaktion: journalistische Qualität rund um die Uhr abzuliefern. Im Agenturgeschäft bedeutet dies vor allem, dass „Richtigkeit vor Schnelligkeit“ geht. Meldungsinhalte sollen nur überprüft an Dritte gehen (BKA 2003, S. 95; APA 2015, S. 10). Qualität unter dem Aspekt, die Kundenerwartungen zu erfüllen, ist bei Nachrichtenagenturen, die ein Portfolio strategisch unterschiedlich ausgerichteter Kunden mit „Rohmaterial“ beliefern, komplex. Alleine die Bedarfe der Zeitungskunden unterscheiden sich nach Zeitungstyp, Verbreitungsgebiet, eigenen Auslandskorrespondenten, Redaktionsgröße etc. (Segbers 2007, S. 87).

Der jeweilige quantitative Agentur-Output ist nicht direkt gleichzusetzen, da unterschiedliche Informationen als Nachricht gezählt werden (Goldmedia 2011). Auf Basis der regionalen Ausbreitung lassen sich folgende Basisleistungen definieren: Grundsätzlich bieten die drei globalen Agenturen überall auf der Welt Text und Bild an, zumindest in einer Weltsprache (Segbers 2007, S. 61). Internationale Agenturen können dieses Prinzip teilweise aufgrund fehlender Bildrechte nicht erfüllen. Etwa konnte die dpa in Lateinamerika zu ihrem spanischen Text im Gegensatz zu Agenturen wie AP und AFP, bis vor kurzem keine Bilder liefern, denn die Rechte an den Bildern der Gemeinschaftsoperation der European Pressphoto Agency (epa) lagen für Lateinamerika bei der spanischen EFE (Segbers 2007, S. 62; 2016/17 revidiert dpa diese Politik, siehe dpa 2016g; OTS 2017). Generell kommt der Auslandsanteil der Bilder bei dpa, APA und sda, sowie bis 2017 auch bei der dpa,22 im Wesentlichen von der European Pressphoto Agency (epa). Bei wichtigen internationalen Ereignissen von besonderer Bedeutung für die jeweiligen Medienkunden entsenden Agenturen jedoch auch eigene Fotografen ins Ausland (Segbers 2007, S. 66–69). Der Mehrwert nationaler Anbieter gegenüber internationalen Agenturen liegt zumeist in der angebotenen Regionalberichterstattung (Segbers 2007, S. 62).

Verfügbarkeit globaler Information stiftet vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung nicht länger genuinen Mehrwert für Kunden. Insbesondere technische Innovationen machen stetig neue und optimierte Arbeitsabläufe (hinsichtlich der inhaltlichen bzw. redaktionellen als auch grafisch-technischen Aufbereitung) sowie Produkte (Videos, Apps, Real-Time-Media-Monitoring, etc.) bzw. Dienstleistungen (Qualitätsverbesserungen durch Beschlagwortung der Informationssendungen, spezifische Ausbildungen von Journalisten, etc.) notwendig (APA 2015, S. 5–16).

Mehrwert generieren Nachrichtenagenturen aktuell insbesondere durch die Organisation von Nachrichten. Dies umfasst nach wie vor die Sammlung von Information – aus zunehmend mehr Einzelquellen –, die Überprüfung der Richtigkeit von Nachrichten (Verifikation), die Speicherung und Wiederauffindbarkeit von Informationen, die Generierung von Metadaten, die Klärung von Rechten für verwendete Materialien, Zahlungsmodalitäten und Dokumentation (Kropsch 2015). Nach Mediengattung ergeben sich zudem spezifische Herausforderungen: Anders als bei Texten ist zum Beispiel für Bildmaterial die Präsenz eines Fotografen am Ort des Geschehens und der ideale Moment den Auslöser zu drücken (insbesondere in der Sportberichterstattung) unabdingbar (Segbers 2007, S. 66–67).

Ein historisch gesehen relativ neuer Dienst der Agenturen, der aktuell vor allem von Nichtmedienkunden (zum Beispiel PR) genutzt wird und für Verlagshäuser mit Mehrwertangeboten außerhalb ihres Kerngeschäfts bedient, sind Bewegtbilder bzw. Videos. Der Reuters News-Videokanal ist seit Jahren weit verbreitet, während sich die dpa zum Beispiel eher auf spezielle Entertainment-Videobeiträge konzentriert (dpa 2016a). Die APA bietet seit 2014 an, österreichische Tageszeitungen technisch mit Video-Portalen zu versorgen. Die Finanzierung soll durch vor- und nachgeschaltete Werbung garantiert werden (APA 2015, S. 7 und 13). Der umfangreiche Videoservice der internationalen AP steuert mittlerweile 40 % zu den Erlösen bei – vor allem durch den lohnenswerten Verkauf an TV-Sender. Auch für die britische Press Association (PA), die auf einem hart umkämpften und von Konzentrationsprozessen geprägten Medienmarkt tätig ist, hat die Bedeutung von Bewegtbild in den vergangenen Jahren zugenommen. Die PA versorgt etliche britische Medien mit Videos und auch Live-Streaming, das dort zu besonderen Ereignissen bereits zum Standard der komplett national ausgerichteten Agentur gehört (Pruitt 2014; Sweney 2014).

Marketing und Vertrieb sind aufgrund ihrer Aufgabe, den Mehrwert der Agenturleistungen für Dritte sichtbar zu machen, Leistungen kundenadäquat zu portionieren und zu verkaufen, für eine ausreichende Finanzierung der Schlüsselaktivitäten maßgeblich mitverantwortlich.

2.7 Kernressourcen von Nachrichtenagenturen

Die wichtigsten Ressourcen von Nachrichtenagenturen sind ihre Mitarbeiter Innen und deren spezifische Kompetenzen. Zu immateriellen Ressourcen, die von großer Bedeutung sind, zählen Softwarelizenzen und Nutzungsrechte. Sachressourcen, die für den Betrieb benötigt werden, sind vor allem Gebäude, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie technische Anlagen. Dafür und um Innovationen vorantreiben zu können, sind finanzielle Ressourcen unerlässlich.

Die Gesamtanzahl der MitarbeiterInnen variiert agenturspezifisch (v. a. aufgrund der unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche), sowie auch nach Konzernkonstruktion (also den direkt der Nachrichtenagentur zuordenbaren Angestellten). So sind die Schweiz und Österreich zwar größenmäßig vergleichbare Länder, doch beschäftigt die APA rund 576 MitarbeiterInnen (APA 2018), während nur 297 Personen (sda 2018) für die sda arbeiten. Dass auch MitarbieterInnen als Kernressourcen von Einsparungsmaßnahmen betroffen sein können, wurde im Februar 2018 bei der als AG geführten sda deutlich. Angesichts eines geplanten Stellenabbaus (rund 35 von 150 redaktionellen Vollzeitstellen) im Zuge einer Restrukturierung, traten sda-RedaktionsmitarbeiterInnen in Streik, auch wichtige KundInnen drohten mit Preisreduktionen im Falle von Qualitätseinbußen. (SRF 2018).

Aufschluss über die agenturspezifische Bedeutung von Dienstleistungen, die über den Nachrichtendienst hinausgehen, bietet der „verbleibende“ Anteil journalistischer MitarbeiterInnen der Agenturen. Während bei der APA nur rund ein Viertel der MitarbeiterInnen journalistisch tätig sind (APA 2018), beschäftigt die dpa mindestens 60 % der Angestellten als JournalistInnen, die sda „noch“ 75 % (sda 2018).

Gemäß der Ausdehnung ihres Korrespondentennetzes unterscheidet man die Nachrichtenagenturen in Weltagenturen, internationale Agenturen, Regionalagenturen und Nationalagenturen.
  • Die meisten Nachrichtenagenturen fallen in die Kategorie „nationale Agentur“, die BerichterstatterInnen mehr oder weniger nur in ihrem Heimatland haben (Schulten-Jaspers 2013, S. 59). Wobei es zum Teil historisch durchaus Bestrebungen gab, größere Korrespondentennetze zu betreiben.23

  • Eine internationale Agentur wie die dpa ist weltweit in rund 100 Ländern mit dpa-Präsenzen vertreten und beschäftigt insgesamt ca. 1000 journalistische MitarbeiterInnen fest und frei im Segment Wort. Hinzu kommen FotografInnen und andere (dpa 2017).

  • Im Vergleich dazu ist zum Beispiel die Weltagentur AFP auf fünf Kontinenten präsent und unterhält 201 Büros in 151 Ländern mit insgesamt rund 1500 JournalistInnen aus 80 verschiedenen Nationen und in sechs Sprachen (AFP 2017).

Maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Nachrichtenagenturen hat im Laufe der Jahre vor allem die Technik ausgeübt (Schulten-Jaspers 2013, S. 65). Die zentrale technische Innovation Ende des 20. Jahrhunderts liegt in der Digitalisierung, die es ermöglicht, bislang über unterschiedliche Trägersysteme abgewickelte Informationstransfers gemeinsam abzuwickeln (Dörfler und Pensold 2001, S. 533).

Die ersten Computersysteme zur Erfassung, Verarbeitung und Verteilung von Nachrichten kamen in Nachrichtenagenturen Anfang der 1970er-Jahre zum Einsatz. Seit Anfang der 1980er-Jahre können die vernetzten Informationssysteme der Nachrichtenagenturen von ihren Kunden gleichzeitig zur Informationssuche, zur Textverarbeitung und zum Senden eingesetzt werden (Dörfler und Pensold 2001, S. 501 und 511).

Etwa seit 2004 – und auch bedingt durch die steigende Multimedialität – wird die Arbeit der Agenturen zunehmend nach dem angelsächsischen Modell der Arbeitsaufteilung in HerausgeberInnen/Editors und RedakteurInnen/Reporter unterteilt. Die RedakteurInnen bzw. ReporterInnen brachten ihre Nachrichten – erst physisch, später über elektronische Redaktionssysteme – zu einem zentralen Newsdesk.

Großräume beziehungsweise Newsrooms gibt es bei den Agenturen schon lange, doch wirklich integrierte, zeitgemäße Newsrooms sind eine Entwicklung der vergangenen Jahre (Schulten-Jaspers 2013, S. 108). In integrierten Newsrooms arbeiten alle RedakteurInnen von einem zentralen Newsdesk ausgehend – häufig ringförmig darum gruppiert – auf einer Ebene. Die Realisierung dieses Modells ist meist vor allem eine architektonische Herausforderung, da – je nach Redaktionsgröße – für den Newsroom ein Raum mit 2.000–4.000 m2 zur Verfügung stehen muss (Segbers 2007, S. 139).

Die Redaktionssysteme der Agenturen werden von der eigenen IT in Zusammenarbeit mit redaktionellen MitarbeiterInnen oft eigens entwickelt und permanent weiterentwickelt, um sie an veränderte Anforderungen anzupassen. Module wie verschiedene Text- und Fotoformate, Sprachen der Agentur, Verknüpfung mit dem umfangreichen Terminbestand der Agentur, Live-Features wie Echtzeit-Video-Dienste von Pressekonferenzen, Events und General News etc. werden dabei in einem System zusammengefasst. Die Redaktionssysteme der Nachrichtenagenturen können auch selbst zum Produkt werden (APA 2015, S. 11; Mecom-news 2013).

Die meisten größeren Agenturen setzen vertraglich Mengenbegrenzungen und/oder Zeitverzögerungen für jene fest, die ihre Dienste auswerten wollen (Segbers 2007, S. 97). Eine Auswertung von Abdrucken des eigenen Materials und dem der Mitbewerber erfolgt durch sogenannte „Play Reports“, die sich regelmäßig und systematisch in fast allen Fällen nur auf Zeitungen beziehen (Segbers 2007, S. 109).

Üblich ist es, beim Abschluss der entsprechenden Lieferverträge die Zeitungen zu verpflichten, das Material nur mit Quellenennung zu verwenden. Andererseits wird keine Nachrichtenagentur bei einem Verstoß gegen diese Regel einem Kunden den Vertrag aufkündigen (Segbers 2007, S. 109).

Rechtlich verfolgt wird hingegen die illegale Nutzung von Agenturmaterial durch Nichtkunden. Um dem entgegenzuwirken, bietet etwa die dpa Einzellizenzen für eine zeitverzögerte Nutzung von Agenturmaterial (Nachrichten, Fotos, Grafiken) für Publikationen an, die keinen regelmäßigen Bezug von Inhalten benötigen. Veröffentlichte Texte sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung weiterverwendet werden. Bei illegaler Nutzung behalten sich Agenturen weitere juristische Schritte vor und verlangen in der Regel Schadensersatz (dpa 2016d).24

Weniger eindeutig ist die urheberrechtliche Zulässigkeit des Zitierens von Agenturmeldungen, wenn diese bereits durch Dritte publiziert wurden (dpa 2016d).25 Textnachrichten können, nur wenn sie exakt kopiert werden, geschützt werden. Bei visuellen Informationen wie Bilder oder Videos ist illegales kopieren schwieriger, weshalb sie von Agenturen als Informationsträger zunehmend forciert werden.

An Bedeutung gewinnen auch Digital-Lizenzen sowie die effiziente Kontrolle ihrer Einhaltung bzw. illegaler Verwendung. Wie bei Nachrichten werden auch Lizenzmodelle ausgewählter Bildquellen etc. als Pakete vertrieben (APA 2015, S. 13).

Ergänzend hierzu sind Monitoring-Tools relevant, die dabei unterstützen, den unübersichtlichen Strom von Inhalten, die digital verbreitet werden, zu beobachten und zu analysieren.

Aufgrund zahlreicher notwendiger technischer Innovationen, die eine rasche Entwicklung und Adaptionen bestehender Services abseits traditioneller Tätigkeitsbereiche erfordern, ist auch die Zusammenarbeit mit Start-Ups unerlässlich. Etwa investierte die amerikanische AP beispielsweise in ein Startup namens Sam, das verspricht, Trends in Sozialen Medien im Blick zu behalten (Neufeld 2016).

2.8 Kostenstruktur von Nachrichtenagenturen

Ziel des Betriebs von Nachrichtenagenturen ist es – heute wie vor 120 Jahren – einen unabhängigen, ausgewogenen und zuverlässigen Nachrichtendienst zu bieten, der sich kostenreduzierend auf deren Medienkunden auswirkt (sda 2015, S. 58). Der durchschnittliche Finanzaufwand, den etwa eine Zeitung für das Abonnement von Agenturleistungen betreibt, ist im einstelligen Prozentbereich angesiedelt, durchschnittlich weniger als 5 % der Redaktionskosten (Segbers 2007, S. 157). Laut Zschunke (2000, S. 56) waren es in den 1990er-Jahren in Deutschland rund 6 %.

Seitens der Nachrichtenagenturen fallen für die Leistungserstellung folgende Betriebsaufwände an: Personalaufwand, Nachrichtenbeschaffung, Übermittlung, Technikaufwand, Materialaufwand, Raumaufwand und übriger Betriebsaufwand wie Administration (sda 2018).

Konkrete betriebswirtschaftliche Kennzahlen sind nur von wenigen Agenturen bekannt. Relevante Daten liegen nur von den großen internationalen Agenturen und der Gruppe der nationalen unabhängigen Agenturen Europas vor. Im DACH-Raum publizieren die sda und die Genossenschaft APA (freiwillig) einen Geschäftsbericht. Bei der dpa GmbH gibt es den Geschäftsbericht für die Gesellschafter und einen Auszug mit den wichtigsten Zahlen via Pressemitteilung (oder auf Nachfrage).

Personalaufwand verursacht den überwiegenden Teil des betrieblichen Gesamtaufwands (so zum Beispiel rund 63 % bei APA bzw. 74 % bei sda). Direkte Aufwände für den Agenturbetrieb (Technik und Informationsaufbringung) umfassen rund 13–22 % der Kosten. Vergleichsweise gering ist der Aufwand für Räumlichkeiten (Miete etc.) mit rund 4 % der Gesamtkosten, auch Werbekosten gibt es aufgrund der B2B-Struktur kaum (0–2 %). Weitere Kosten entstehen durch sonstige Aufwände (wie etwa Administration) (APA 2018; sda 2018).

Zu den Kostentreibern zählen bei der Nachrichtenbeschaffung etwa Sportgroßereignisse wie eine Fußball-Weltmeisterschaft oder Olympische Spiele, bei Technikaufwand etwa IT-Projekte oder bei Personalaufwand u. a. auch Rückstellungen oder Lohnnebenkosten (sda 2015).

Hinsichtlich der Kosten für die Nachrichtenproduktion haben jene Agenturen einen gewissen Vorteil, die von vornherein in englischer oder spanischer Sprache produzieren, da die Dienste in weiten Teilen der Welt in ihrer Urform verkäuflich sind und nicht – wie bei Französisch oder Deutsch – Kosten durch redaktionelle Übersetzungsarbeiten entstehen (Segbers 2007, S. 174). In der Schweiz hingegen entstehen durch die bilinguale Nachrichtenproduktion in deutscher und französischer Sprache höhere Kosten (sda 2015).

Eine große Herausforderung für die meisten Nachrichtenagenturen ist der zunehmende wirtschaftliche Konzentrationsprozess des Medienmarktes. Zwar sind in den meisten westlichen Staaten in den vergangenen Jahrzehnten Mediengruppen mit etlichen Marken entstanden, von Tageszeitungen über Zeitschriften bis zu reinen Onlinemedien, jedoch zumeist unter dem Dach bestehender Medienanbieter. Deren Ziel ist unter anderem das Schaffen sogenannter Synergieeffekte, die ebenfalls beim Einkauf von Agenturmaterial erwünscht sind. Damit sind manche Agenturen im Medienbereich von ein paar Dutzend Großkunden abhängig. Kündigt einer oder eine Handvoll dieser Großkunden, kommt die Agentur in Turbulenzen oder gar in Not. Denn: die Kosten für die Nachrichtenbeschaffung sind größtenteils Fixkosten, d. h. sie fallen unabhängig vom Absatz an (First Copy Business) und bleiben damit unverändert oder steigen, während der Absatz einbricht (Segbers 2007, S. 155).

2.9 Erlösmöglichkeiten von Nachrichtenagenturen

Aktuell lassen sich bei Nachrichtenagenturen drei Finanzierungsformen unterscheiden, die auch in Kombination Anwendung finden: (1) unabhängige Finanzierung (gelingt rund 20 von 150 Agenturen weltweit) – traditionell aus dem Kerngeschäft Nachrichten, zunehmend jedoch auch durch verwandte Geschäfte; (2) öffentlich-rechtliche Finanzierung für Public-Value Inhalte oder (3) direkte staatliche Verwaltung oder Eigentümerschaft (vorherrschende Form).

Für Agenturen, die vom Staat unabhängig sind, ist die Frage der Finanzierung ein Schlüsselthema, da deren redaktionelle Unabhängigkeit letztlich wirtschaftliche Unabhängigkeit voraussetzt. Für diesen Agenturtypus stellt die Staats- und Regierungsferne geradezu eine Art Dogma dar. Daher muss eine Finanzierung sowohl die Kosten der Erbringung von Schlüsselaktivitäten begleichen, als auch die Unabhängigkeit von Einflüssen Dritter bewahren. Weltweit ist rund ein Viertel der Agenturen vom Staat unabhängig, dazu zählen etwa Agenturen wie Reuters, AP, dpa und APA (Vyslozil 2014b). Bei Staatsagenturen spielt Gewinnorientierung mit wenigen Ausnahmen keine Rolle beziehungsweise wird nicht thematisiert.

Da Nachrichtenagenturen einen hohen Anteil an Fixkosten haben (First Copy Cost Business), hängt das Gelingen einer unabhängigen Finanzierung durch das Kerngeschäft, den Verkauf von Nachrichten, vor allem von der Größe des Absatzmarktes ab. Große Absatzmärkte haben zum einen globale Agenturen wie AP oder Reuters. Der größte Markt für Nachrichtenagenturen in Europa ist Deutschland.

Die Wachstumsgrenzen der Agenturen hinsichtlich des Nachrichtenabsatzes am Medienmarkt werden vor allem durch folgende Rahmenbedingungen gesetzt:
  • Agenturen dürfen keine Anzeigen o. ä. vermarkten. Ihre ursprünglich einzige Erlösquelle war und teilweise ist noch immer der Verkauf ihres Contents. Das für alle anderen Medien so wesentliche Anzeigengeschäft als substanzielle Erlösquelle, bleibt den Nachrichtenagenturen verschlossen (Vyslozil 2014b).

  • Zudem sinkt die Anzahl potenzieller Abnehmer sowie die Reichweite bzw. Auflage traditioneller Medien kontinuierlich.

  • Social-Media-Angebote begünstigen eine Entbündelung von Nachrichten-Medien-Angeboten um weiterhin Rezipienten zu erreichen. Nachrichteninhalte werden durch diese Netzwerke von externen Anbietern rein werbefinanziert verbreitet.

  • Nachrichtenmedien schließlich werden zunehmend durch Medien mit geringerem Fokus auf Hintergrundberichterstattung ersetzt (Boulevardpresse, Privat-TV etc.).

  • Textbasierte Nachrichteninhalte sind ein schwer schützbares Gut, wenn sie nicht vollständig unverändert verbreitet werden.

Konkrete wirtschaftliche Kennzahlen aus Geschäftsberichten, wie sich diese Gegebenheiten auf den wirtschaftlichen Erfolg der Agenturen auswirken, liegen nur von den großen internationalen Agenturen und der Gruppe der nationalen unabhängigen Agenturen Europas vor. Sie weisen mehrheitlich positive Jahresabschlüsse auf, allerdings zumeist mit einer einstelligen Umsatzrendite (Vyslozil 2014b).

Generell lässt sich die Bedeutung der zentralen Erlösquellen nach Mediengattungen unterscheiden: Der Erlösanteil von Tageszeitungen am Gesamterlös der Nachrichtenagenturen sinkt seit Jahren, da sich die Nutzungsgebühren an den Auflagenhöhen der Zeitungen orientieren. Insofern ist der klassische und in der Regel wichtigste Markt der Nachrichtenagenturen ein schrumpfender Markt (Segbers 2007, S. 89).

Die zweite große Erlösquelle der Agenturen ist in der Regel der TV- und Rundfunkmarkt. Die kleinen Privatsender aber sind trotz ihrer Vielzahl für die Erlössituation der Nachrichtenagenturen insgesamt von geringerer Bedeutung als öffentlich-rechtliche Radio- und Fernsehsender, für die Agenturmaterial neben den Berichten eigener Korrespondenten als Grundlage ihrer Nachrichtensendungen dient (Segbers 2007, S. 94–95).

Bei Internetkunden sind Portale großer Onlinefirmen von den Onlineauftritten der Medienhäuser zu unterscheiden. Online-Auftritte der Medienhäuser sind durch ihr „Ursprungsmedium“ meist bereits ohnehin Kunde der Agentur. Hier gelingt es den Nachrichtenagenturen regelmäßig nicht, namhafte Beträge für diese zusätzliche Nutzung auszuhandeln, da die Nutzung zumeist im Gesamtvertrag mit abgegolten wird (Segbers 2007, S. 98). Inwiefern Verträge für Online-Nutzung durch Print-Verträge gedeckt sind, wird aktuell in Agenturen diskutiert und ist häufig eine Einzelfallentscheidung. Grundsätzlich kranken die Erlöse in diesem Bereich daran, dass die zugrunde liegenden Vereinbarungen zu einer Zeit ihren Anfang nahmen, als das Online-Potenzial noch nicht so ersichtlich war (Segbers 2007; Trankovits 2015).

Bei Online-Portalen finden sich insgesamt nur wenige größere Anbieter, die gemessen am Agenturumsatz mit einer kleinen bis mittleren Zeitung zu vergleichen sind. Schwieriger als der Bezug von Agenturinhalten durch Internetportale mit eigenem journalistischen Anspruch wie der Huffington Post oder GMX ist die Verwendung von Agentur-Content bei der Suchmaschine Google. Zumindest AP schloss 2010 einen Vertrag über Auswertungsrechte mit dem Internetriesen – dem ein längerer Streit vorausging. Andere Agenturen wie die dpa versuchen etwa, durch eine Teilnahme an der „Digital News Initiative“ indirekt an der Nutzung von Inhalten durch den Suchmaschinenkonzern zu profitieren (Ostrow 2010).

Anders als bei Nachrichten lohnt sich das Bildgeschäft für Nachrichtenagenturen vor allem im Rahmen einer so genannten Zweitverwertung, etwa bei einer Vermarktung an Buchverlage, Zeitschriften, Werbeagenturen, Kalenderverlage und andere mehr. In diesem Geschäftsfeld stoßen Nachrichtenagenturen zwar auf große Konkurrenten, wie zum Beispiel auf die beiden US-Giganten Getty und Corbis, dennoch handelt es sich um einen wachsenden Markt (Segbers 2007, S. 69). Bilderdienste generieren bei den nationalen Agenturen wie z. B. der APA rund ein Fünftel der Gesamterlöse (APA 2018). Problematisch für Nachrichtenagenturen ist allerdings der Umstand, dass viele Medien alternativ zu klassischen „Stockphoto“-Anbietern auf anders geartete Plattformen wie (die zu Adobe gehörende) Fotolia setzen, deren Ansatz es ist, aus einem Meer unterschiedlichster Fotoproduzenten Masse zu generieren (Fotolia 2016). Nachrichtenagenturen sehen ihre Leistung hingegen auch darin, die Vielzahl verfügbarer Bildern nach Qualititätskriterien zu filtern und zu kuratieren (Ürük 2018).

Von Medien alleine könnte eine nichtsubventionierte Nachrichtenagentur heute kaum noch leben. Nachrichten unabhängiger Agenturen werden also auch an solche Empfänger verkauft, die nicht die Absicht haben, diese zu publizieren oder anders zu publizieren, als es bei klassischen Medien der Fall war, etwa in den Bereichen Corporate Publishing oder Content Marketing, d. h. in zielgruppenspezifischen Publikationen, etwa für Kunden und Mitarbeiter. Dieser Markt ist theoretisch unbegrenzt, da er jedes Unternehmen auf der Welt umfasst, jede Interessensvertretung oder auch jede politische Einheit. Allerdings sind die dort zu erzielenden Erlöse nur selten von der Größenordnung der Medienerlöse. Bei öffentlich-rechtlichen Konstrukten wie der AFP oder bei Staatsagenturen sind die Haupterlösquellen in politischen Bereichen zu suchen. Bei unabhängigen Agenturen nimmt die Staatsquote meist wohl nicht viel mehr als 5 % ihrer Budgets ein (Segbers 2007, S. 100 und 104).

Im Schnitt erlösen „moderne“ Nachrichtenagenturen nur mehr etwa 40 % ihres Umsatzes mit klassischen Agenturdiensten, während sie mit ihren sonstigen Dienstleistungen im Schnitt bereits etwa 60 % ihrer Erträge erwirtschaften (Vyslozil 2014b). Bei der österreichischen APA war der Anteil des Nichtmitgliedergeschäfts mit 40 % am Gesamtumsatz aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bereits 1972 im Vergleich zu anderen nationalen Agenturen Europas, die zu der Zeit 75–80 % ihres Aufwands aus dem Kerngeschäft – also der Belieferung von Medieninstitutionen mit Nachrichten – deckten, vergleichsweise hoch. Hintergrund ist, dass es ihr in Österreich an einem entsprechend großen Markt im Kerngeschäft mangelt und sie die Preise für ihre für Medienkunden, die zugleich Genossenschafter sind, nicht entsprechend erhöhen können. (Dörfler und Pensold 2001, S. 487) Während der klassische Nachrichtendienst bei der APA rund ein Viertel des Umsatzes schafft, generiert eine eher traditionelle Nachrichtenagentur wie die sda, die deutlich fokussierter auf das Kerngeschäft Nachrichten arbeitet, mit dem Basisdienst für Medien rund 60 % des Gesamtumsatzes. Bei der österreichischen APA wird bereits jeder vierte Euro mit IT verdient und 30 % Umsatzanteil durch Informationsmanagement (APA-OTS und APA-defacto) (APA 2018; sda 2018).

Ein Unterschied entsteht auch dadurch, ob eine Agentur ihre Leistungen im In- oder im Ausland anbietet und verkauft. Außerhalb der Heimatmärkte sind Agenturen bei der Preisgestaltung flexibel, hier haben sie zum Beispiel auch nicht die strengen B2B-Auflagen des Heimatmarktes zu erfüllen, sondern können theoretisch auch direkt Endkunden ansprechen. Die wenigen Agenturen, die einen internationalen Vertrieb unterhalten, versuchen zumindest, marktgerechte Preise im Ausland zu entwickeln. Jedoch gibt es kaum Informationen, in welcher Relation Erlöse aus Inlands- und Auslandsmärkten stehen, da nur wenige Agenturen – nur globale und internationale Agenturen – überhaupt Auslandsumsätze machen (Segbers 2007, S. 156–165).

Bei genossenschaftlich organisierten Agenturen steht meist das Kostendeckungsprinzip im Vordergrund, nicht die Gewinnmaximierung. Der Preisbildungsspielraum unterliegt der Zustimmung der Mitglieder, ist daher meist begrenzt und wirkt sich dämpfend auf den Preis aus (Segbers 2007, S. 162). Während z. B. die dpa über viele Jahre den Preis für den Basisdienst nicht erhöhte26 und sogar noch rabattierte,27 erhöhte die AP seit 1971 kontinuierlich ihre Preise (Segbers 2007, S. 156).

Die Frage, wie Dienste von Nachrichtenagenturen zu portionieren sind, ist eine der spannendsten in der Finanzierung von Nachrichtenagenturen überhaupt. Traditionell setzen Nachrichtenagenturen auf Abonnement-Modelle des gesamten Basisdienstes. Alle großen Agenturen verkaufen zumindest Textnachrichten in der Regel nicht einzeln, sondern innerhalb von Abonnements mit einer Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr und länger (Segbers 2007, S. 162). Keine der Agenturen kalkuliert nach Anzahl abgedruckter Meldungen. Werden Meldungen bewusst mit Blick auf eine möglichst hohe Abdruckquote verfasst, birgt dies die Versuchung zu sehr auf Verkaufsinteressen Rücksicht zu nehmen. Bei Zeitungen, Radio und Fernsehen spielt vor allem die Reichweite eine Rolle bei der Preissetzung. Im Internet sind es Visits, Page Impressions oder vergleichbare Zahlen (Segbers 2007, S. 159).

Müssen Zeitungen einen festen Betrag pro Stück verkaufter Auflage bezahlen, profitieren vor allem kleinere Zeitungen. Werden ab einem bestimmten Sockelpreis lineare Preise angewendet oder Großkundenrabatte, profitieren Zeitungen mit höheren Auflagen. Lineare Preismodelle setzen folglich eine Solidarität der Mitglieder – mit der Nachrichtenagentur und untereinander – voraus. Dieses Modell ist also leichter durchzusetzen, wenn Zeitungslandschaften nicht durch Konzentrationsprozesse – so wie aktuell der Fall – geprägt sind (Segbers 2007, S. 158).

Um spezielle Bedürfnisse und auch Nischenmärkte besser bedienen zu können, wird die Preisbündelung des traditionellen Abonnement-Modells (gemischte Bündelung) variiert. Die reine Bündelung des Angebots (Spin-Off-Model) erlaubt Kunden nur bestimmte Teilleistungen des Nachrichtendienstes zu abonnieren. Würde man das Gesamtpaket auf Basis der Preise modular abonnierter Dienste zusammenstellen, ist dies jedoch deutlich teurer als die Pauschale für das Gesamtpaket. Die Entbündelung (Drag-In-Model) erlaubt hingegen einzelne Dienste, wie zum Beispiel Videodienste auszukoppeln und als eigene Module anzubieten, bisher mit jedoch geringem Erfolg, wodurch einige der ausgekoppelten Dienste als Mehrwert wieder ins Gesamtangebot inkludiert wurden.

Generell ist die Preispolitik der Nachrichtenagenturen sehr unterschiedlich: Teilweise gibt es nicht diskutierbare Preistabellen, die nach bestimmten Kriterien, etwa nach Reichweite, den Preis auf den Cent genau vorschreiben, aber die Kalkulation reicht bis hin zu einer sehr freien Verhandlung, vor allem bei Nichtmedienkunden.

Eine große Herausforderung besteht darin, die richtige Balance zwischen dem Pricing für die rückläufigen traditionellen und an Reichweite gewinnenden digitalen Medien zu finden. Gleichzeitig müssen Abrechnungsmodi für crossmediale Angebote gefunden werden. Aktuell wird unter anderem ein sogenanntes „Total Audience Modell“ diskutiert, das im Sinne einer Gesamtreichweite alle Medienkanäle berücksichtigt.

3 Zusammenfassung

Anpassungen der Geschäftsmodelle von Nachrichtenagenturen, die vorwiegend im B2B-Geschäft agieren, erfolgen in Abhängigkeit von diversen externen Faktoren in sehr unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Einige Trends, die sich dennoch für die gesamte Branche ableiten lassen, werden in den folgenden Absätzen sowie in Abb. 3 zusammengefasst:
Abb. 3

Business Modell von Nachrichtenagenturen

Durch die Digitalisierung hat sich der globale Informationsaustausch intensiviert. Nachrichtenagenturen stiften heute daher weniger durch die reine Verfügbarkeit von Information zentralen Kundennutzen als vielmehr durch Informationsservices und die Infrastruktur für den Austausch von Informationen. An Nutzwert für Kunden gewinnen Leistungen zur Organisation von Information wie die Sammlung aus unterschiedlichen Quellen, Verifikation, Speicherung, Metadaten, Rechteabklärung oder Monitoring.

Hinsichtlich der Kernpartner ist die Kooperationsbereitschaft – auch historisch gewachsen – hoch, sowohl aufgrund der vertraglich global geregelten Vernetzung praktisch aller Nachrichtenagenturen als Alleinstellungsmerkmals der Agenturen, ihrer Eigentümerstrukturen, der Interdependenz von Agentur- und Medienbranche sowie dem Fokus auf B2B-Kunden. Das Netzwerk potenzieller Partner erweitert sich stetig und umfasst neben anderen Nachrichtenagenturen und Medienunternehmen diverse weitere Unternehmen und Organisationen sowie auch Start-Ups, Ausbildungsstätten etc.

Nationale Zuständigkeiten einzelner Agenturen haben sich weitgehend etabliert. Je kleiner die Anzahl von Anbietern, deren Publikationen auf Informationsleistungen aufbauen, im Absatzmarkt einer Agentur ist und damit die Anzahl potenzieller Pauschal-Abnehmer des umfassenden Basisdienstes, desto eher sind Agenturen zur Sicherung ausreichender Finanzierung auf Nichtmedienkunden angewiesen. Die Interdependenz zwischen Medienkunden und Agenturen bleibt dennoch ungebrochen hoch, nicht zuletzt aufgrund der engen Verflechtung bei den Eigentümerstrukturen vieler Agenturen.

Um einen globalen, reibungslosen Meldungsaustausch zwischen Nachrichtenmedien zu ermöglichen, einigen sich Nachrichtenagenturen, Medien und Hersteller von IT-Systemen seit über 50 Jahren auf gemeinsame Standards (IPTC) und entwickeln diese kontinuierlich weiter. B2B-Portale, über die individuelle Nutzungs- und Zugriffsrechte gesteuert werden können, bilden die Schnittstelle zwischen Kunden und den diversen Services der Nachrichtenagenturen. Die angebotenen Dienste, traditionell textbasiert, haben sich multimedial stark erweitert.

Um Verfügbarkeit, Organisation und Austauschmöglichkeiten von Nachrichten effizient anbieten zu können, müssen die Agenturleistungen von Erstellung bis hin zu Monitoring des Nachrichtenflusses stets an neue Anforderungen angepasst und weiterentwickelt werden. Marketing und Sales Mitarbeiter, die den Mehrwert der Nachrichtenagentur-Leistungen sichtbar machen um die Produkte an Kunden zu verkaufen, gewinnen vor allem in konkurrenzstarken Sparten der Agenturen – dem Vertrieb an Nichtmedienkunden – an Bedeutung.

Die wichtigsten Ressourcen der Agenturen sind immaterieller Natur. MitarbeiterInnen der Agenturen brauchen neben den traditionell wichtigen journalistischen Kompetenzen zunehmend IT-Know-How in allen Wertschöpfungsstufen der Agentur. Essenzielle Assets sind auch Lizenz- und Nutzungsrechte.

Die daraus resultierenden Kosten sind, aufgrund der absatzunabhängig notwendigen Erstellung der First Copies, stark fixkostenorientiert. Kostentreiber sind neben Großereignissen der Nachrichtenberichterstattung vor allem IT-Projekte. Die stehen vor der Herausforderung, dass einerseits eine Bereitstellung umfangreicher Berichterstattung erwartet wird, andererseits aber die Bereitschaft der Kunden nicht steigt, sich zusätzlich an speziellen Aufwänden zu beteiligen, etwa für neuartige Videoformate mit 360°-Perspektive o. ä.

Erlöse, um diese Aktivitäten und Innovationen zu finanzieren, werden nur mehr zu rund 40 % mit Medienkunden erzielt. Vor allem bei Tageszeitungen, dem traditionellen Hauptabnehmer des klassischen Basisdienstes, hat sich das Erlöspotenzial aufgrund der auflagen- bzw. reichweitenorientierten Preispolitik verringert. Internetkunden können Erlösrückgänge bei traditionellen Medienkunden (noch) nicht kompensieren.

Zunehmend wichtiger wird daher der Erlös aus „nachrichtennahen“ Leistungen für Nichtmedienkunden, aber auch die Weiterentwicklung technologischer Lösungen, etwa um Infrastrukturen für digitalen Nachrichtenaustausch zu optimieren (Ürük 2018). Ausreichende – nicht an Einflussnahme gebundene oder strikt vom Agenturkerngeschäft getrennte – Finanzierung gewährleistet nicht zuletzt redaktionelle Unabhängigkeit, die einen essenziellen immateriellen Wert der Nachrichtenagenturen darstellt.

Fußnoten

  1. 1.

    Auch Überblickswerke zur Medienökonomie konzentrieren sich stark auf B2C-Medien.

  2. 2.

    Die AFP hat seit 1957 (zuletzt überarbeitet durch die Pariser Nationalversammlung 2012), einen ähnlichen Rechtsstatus wie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in Deutschland. Dieses besagt, dass jene Kosten, die der AFP aus dem Erbringen von „Dienstleistungen von allgemeinem Interesse“ entstehen, durch öffentliche Finanzierung gedeckt werden müssen. (AFP 2012) Die Finanzierung der AFP erfolgte lange Zeit zu rund 40 % durch den Staat. (Simons 2011).

  3. 3.

    Für weiterführende Literatur zu Spezialagenturen wie Sport-Informations-Dienst (sid), Katholische Nachrichtenagentur (KNA), Evangelischer Pressedienst (epd), Vereinigte Wirtschaftsdienste (vwd) siehe zum Beispiel Segbers 2007, S. 53–57; Zschunke 2000, S. 82–86. Zu Nachrichtenagenturen mit Schwerpunkt Finance zählen etwa Dow Jones, Bloomberg, CNBC Money, CNN Money, Financial Times oder Thomson Reuters (weiterführende Informationen finden sich etwa bei Palmer et al. 1998, S. 61–78; Friedrichsen et al. 2015, S. 213–221).

  4. 4.

    Kooperationen von Medien sind etwa die Zeitungskooperative GDP in Holland oder die Arbeitsgemeinschaft deutscher Regionalzeitungen (RZP) siehe zum Beispiel Segbers 2007, S. 58–59. Im TV-Bereich wurde 1950 die European Broadcasting Union (EBU) zum Zweck des Austauschs von Nachrichtenfilmen gegründet. Sie ist heute ein Zusammenschluss von 73 öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in 56 Staaten Europas sowie 34 weiteren assoziierten Sendern in Asien, Afrika und Amerika. (EBU 2017, weitere Informationen zu TV News Exchange siehe zum Beispiel Hjarvard 1998, S. 202–226).

  5. 5.

    Dass Nachrichtenagenturen die frühesten Treiber der medialen Globalisierung waren, ist – aus Perspektive eines Informationsimperialismus – auch kritisch zu sehen (siehe hierzu zum Beispiel Mowlana 1997; Boyd-Barrett und Rantanen 1998) Als Beispiele sollen hier die Bewegungen NWICO und ISP angeführt werden. In den 1970er-Jahren wurde v. a. durch die United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) die Initiative New World Information and Communication Order (NWICO) gestartet, um den sogenannten Non-Aligned countries (NAM) eine Stimme gegenüber den westlichen Nachrichtenagenturen zu geben. (siehe dazu auch Boyd-Barrett und Rantanen 1998, S. 3–4 und 10–11; Mowlana 1997, S. 193 und 216) Die NWICO-Bewegung wurde aufgrund der Opposition seitens USA und Großbritannien in den 1990er-Jahren beendet. Die Idee, einer global ausgewogeneren Kommunikationsmacht wird von unterschiedlichen Bewegungen fortgesetzt, wie zum Beispiel National Lawyers Guild, World Association for Christian Communication (WACC), Institute for Latin America (IPAL) oder Union for Democratic Communication (UDC). Zu den alternativen Nachrichtenagenturen ist ebenso der 1964 als internationale gemeinnützige Journalistengenossenschaft gegründete und seit 1994 als gemeinnützige Organisation für Entwicklungszusammenarbeit anerkannte Inter Press Service (IPS) zu nennen, der auf Nachrichten aus dem globalen Süden spezialisiert ist und aus rund 100 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika berichtet (siehe zum Beispiel Zschunke 2000, S. 93; Giffard 1998, S. 191–201).

  6. 6.

    Die Diskussionen über das Leistungsschutzrecht und ähnliche Vorhaben sind in vollem Gange – Kritiker bemängeln, hierbei gehe es vor allem um den Schutz der Verlegerinteressen, also um eine Auseinandersetzung klassische Medienkonzerne vs. neuere Marktteilnehmer wie Suchmaschinen. Siehe hierzu auch die Ideen des EU-Digitalkommissars Günther Oettinger (zum Beispiel Meedia 2016; Otto 2018).

  7. 7.

    Eine Untersuchung der Europäischen Kommission, ob die staatliche Unterstützung der AFP zulässig ist, ergab 2014, dass die AFP Aufgaben von allgemeinem Interesse erfüllt, die öffentlicher Finanzierung bedürfen. Dafür gibt es seit 2015 erstmals einen Rechtsrahmen. Dieser führt zu einer Umstrukturierung der Beziehung zwischen AFP und dem Staat. Einerseits soll es eine Entschädigung für die Aufgaben von allgemeinem Interesse geben und andererseits muss der Staat den AFP Dienst nun zu den üblichen Handelspreisen abonnieren (AFP 2015, S. 8).

  8. 8.

    dpa kooperiert mit der APA sowie sda. APA betreibt mit dpa digital services ein gemeinsames Unternehmen für e-Publishing-Angebote und Apps (dpa 2016c). Die sda kooperiert mit AP (global), dpa sowie ADN- Kronos (IT) und der APA (AT). Die APA wiederum kooperiert u. a. mit allen drei globalen Agenturen, ANSA, dpa, sda und nationalen Agenturen in Osteuropa.

  9. 9.

    Kooperationen zwischen weltweiten Agenturen sind eher selten.

  10. 10.

    Mitglieder der EANA sind rund 30 europäische Nachrichtenagenturen. Über die gemeinsame Plattform werden Themen wie Urheberrecht, Tarifpolitik, Technologie und Zugang zu Informationsquellen besprochen (EANA 2017).

  11. 11.

    Die Group 39 wurde 1945 gegründet – als Nachfolgerin der 1939 gegründeten Hellcommune – und ist die älteste Initiative unabhängiger Nachrichtenagenturen in Zentral- und Nordeuropa (Vyslozil 2014a).

  12. 12.

    Der frühere dpa-Geschäftsführer Michael Segbers wurde hierzu folgendermaßen im Fachmagazin „Journalist“ zitiert: „Ich bin heilfroh darüber, dass uns unsere Töchter helfen, Gewinne zu machen“ (Kornfeld 2015). Laszlo Trankovits berichtet, dass sich Segbers „nicht immer beliebt“ gemacht habe, wenn er, etwa bei Betriebsversammlungen, auf diesen Umstand verwiesen habe (Trankovits 2015, S. 156).

  13. 13.

    Reuters ist gemeinsam mit AP der große Videolieferant unter den Nachrichtenagenturen, etwa von Footage an TV-Sender.

  14. 14.

    Neben AP-Berichten können die Nutzer auch auf regionale Nachrichten, also die der AP-Gesellschafter, zugreifen.

  15. 15.

    Die APA agierte zum Beispiel nur ein Jahr als Internet-Provider für Endkunden (Dörfler und Pensold 2001, S. 537).

  16. 16.

    Erst vor einigen Jahren kippte ein Beschluss der dpa-Gesellschafter diese Politik. Mit dem Produkt „dpa-Avis“ können seitdem auch Anzeigenblätter dpa-Inhalte beziehen. (dpa 2015a).

  17. 17.

    Agenturexperte Peter Zschunke (2015) sieht das Standing von Reuters in Deutschland in letzter Zeit schwinden (siehe auch IfM-Mediendatenbank 2016).

  18. 18.

    Ende der 1990er-Jahre waren es knapp 50 Prozent (Zschunke 2000, S. 81). Mitte der 2000er-Jahre waren es noch 38 Prozent (Segbers 2007, S. 166). Die AFP beliefert staatliche Stellen mit Informationen, ähnlich anderen Nichtmedienkunden bei anderen Agenturen, allerdings in einem weitaus größeren Maße.

  19. 19.

    Aufgrund von Landesspezifika erstellt zum Beispiel die sda ihren Basisdienst (für die klassischen Medien Print, Radio und TV) in den Sprachen Deutsch, Französisch und Italienisch (sda 2016a).

  20. 20.

    Shoemaker und Vos (2009) definieren „Gatekeeping“ als „the process of culling and crafting countless bits of information into the limited number of messages that reach people each day“ (S. 1).

  21. 21.

    Inwiefern sich die Gatekeeper-Rolle durch die Digitalisierung wandelt, wird kontrovers diskutiert. Einerseits wird die Gatekeeper-Rolle der Medien insgesamt und somit auch der Agenturen zunehmend infrage gestellt (Kramp et al. 2013, S. 63), andererseits stellt McNelly (1959) fest, dass „the most important gatekeeping, [..,] is done before the news reaches the wire editor of a newspaper“ (S. 24) und aktuelle Studien zeigen – aufgrund der Sparmaßnahmen und des Zeitdrucks, dem Online-Publizieren unterliegt – eine steigende Abhängigkeit von Agentur-Content bei Online-News von Verlagen (Welbers et al. 2016, S. 17–18).

  22. 22.

    Mit dem 1. Januar 2017 verlässt die dpa, bisher zweitgrößte Gesellschafter, die epa, (dpa 2016f).

  23. 23.

    In den Anfangszeiten der APA baute man ein Korrespondentennetz auf und stellte eigene RedakteurInnene in London, Zürich, Prag, Brünn, Paris, Rom und Budapest ein (Dörfler und Pensold 2001, S. 424). 1964 bezieht die APA schon den Großteil ihres Auslandsdienstes, mehr als 60 %, von den als „Big Four“ bezeichneten Weltagenturen sowie der dpa (Dörfler und Pensold 2001, S. 474). Im Februar 1993 begannen die Verhandlungen bezüglich eines Beitritts Österreichs zur EU, weshalb die APA in Brüssel ein redaktionelles Auslandsbüro eröffnete (Dörfler und Pensold 2001, S. 531).

  24. 24.

    Der Lizenzpreis für ein einfaches Nutzungsrecht von Texten beträgt zum Beispiel abhängig vom Umfang, zwischen 150 und 350 Euro (dpa 2016d).

  25. 25.

    Solange es sich lediglich um einzelne Zitate samt Link zur Originalquelle handelt, geht die Rechteverfolgung nicht dagegen vor.

  26. 26.

    Die dpa erhöhte 2015 erstmals seit Jahren den Bezugspreis für den Basisdienst (Kornfeld 2015).

  27. 27.

    Seit 2004 bekommen Abnehmer auf Verträge mit einer Dauer von fünf Jahren Rabatte, wenn sie im dpa Basisdienst auf Korrespondentenberichte verzichten und erstmals für hohe Auflagen. 85 % der Tageszeitungen gingen einen neuen Fünfjahres-Vertrag ein, nur wenige verzichteten auf Korrespondentenberichte (Segbers 2007, S. 157–158).

Literatur

  1. AFP. (2012). Dienstleistungen von allgemeinem Interesse gehören zu staatlich finanzierten Aufgaben von AFP. https://www.afp.com/de/die-agentur/pressemitteilungen-newsletter/dienstleistungen-von-allgemeinem-interesse-gehoeren-zu-staatlich-0. Zugegriffen am 07.03.2016.
  2. AFP. (2015). Annual report AFP 2014. http://www.afp.com/communication/report_2014/annual_report_afp_2014_en_full.pdf. Zugegriffen am 07.03.2016.
  3. AFP. (2016). Über AFP. http://www.afp.com/de/agentur/afp-in-welt/. Zugegriffen am 07.04.2016.
  4. Agenturjournalismus. (2016). Nachrichtenagenturen – ein Überblick. Überarbeitete Fassung von Zschunke, Peter: Nachrichtenagenturen. In Lexikon der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Oldenbourg-Verlag, 2001. http://www.agenturjournalismus.de/index.php/basiswissen/9-nachrichtenagenturen-ein-ueberblick. Zugegriffen am 09.08.2016.
  5. AP. (2015a). Advertising and sponsorship opportunities. http://www.ap.org/apmobile/. Zugegriffen am 15.12.2015.
  6. AP. (2015b). Content-services. http://www.ap.org/content-services/. Zugegriffen am 15.12.2015.
  7. AP. (2015c). Products and services. http://ap.org/products-services/dne. Zugegriffen am 15.12.2015.
  8. AP. (2018). Annual report 2017. https://www.ap.org/about/annual-report/2017/ap-financials-2017.pdf. Zugegriffen am 29.06.2018.
  9. APA. (2015). APA Geschäftsbericht 2014. https://www.apa.at/Site/APA-Gruppe/APA_GB_2014.pdf. Zugegriffen am 15.12.2015.
  10. APA. (2016a). APA Geschäftsbericht 2015. http://www.apa.at/Site/APA-Gruppe/APA_GB_2015.pdf. Zugegriffen am 16.08.2016.
  11. APA. (2016b). APA-Informationsprodukte und -lösungen auf einen Blick. http://www.apa.at/Site/Produkte_und_Services/Informationsprodukte_und_-loesungen.de.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  12. APA. (2016c). APA-IT bietet erstmals Software für Nachrichtentransfer Open Source. http://www.apa-it.at/Site/Nachrichtentransfer.de.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  13. APA. (2016d). Content für Marketing. http://auftragsservices.apa.at/Site/Content_fuer_Marketing.de.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  14. APA. (2016e). Partner. http://www.apa-it.at/Site/Partner.de.html. Zugegriffen am 19.04. 2016.
  15. APA. (2018). Geschäftsbericht 2017. https://www.apa.at/Site/report-2017/APA_GB_JAHRESABSCHLUSS_2017.pdf. Zugegriffen am 29.06.2018.
  16. Asmus, S., & Kumpfmüller, K. (2018). Unerhört: „Titanic“ legt Reuters aufs Kreuz. ndr. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/Unerhoert-Titanic-legt-Reuters-aufs-Kreuz-,titanic236.html. Zugegriffen am 27.06.2018.
  17. Bauer, T. (2005). IPI report 4th quarter 2005 & deScripto fall 2005. http://www.univie.ac.at/seemo/deScripto_No4.pdf. Zugegriffen am 15.12.2015.
  18. BKA. (2003). Medien in der Informationsgesellschaft. Status Quo und Perspektiven in Österreich. Museumsquartier. 28.04.2003. https://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=6226. Zugegriffen am 15.12.2015.
  19. Bouhs, D., & Milz, A. (2010). Büchners neue Nachricht. http://www.mediummagazin.de/magazin-plus/buechners-neue-nachricht/. Zugegriffen am 10.05.2015.
  20. Boyd-Barrett, O., & Rantanen, T. (1998). The globalization of news. London: SAGE.CrossRefGoogle Scholar
  21. Der Standard online. (2006). Standards für weltweiten Nachrichten-Austausch. 27.07.2006. http://derstandard.at/2504174/Standards-fuer-weltweiten-Nachrichten-Austausch. Zugegriffen am 15.09.2015.
  22. Der Standard online. (2015). „Bild“ schaffte nur zwei Tage ohne Nachrichtenagentur. 24. April 2015. http://derstandard.at/2000014813310/Bild-kam-nicht-ohne-Nachrichtenagentur-aus. Zugegriffen am 15.09.2015.
  23. Digital News Initiative. (2016). The digital news initiative. Supporting innovation in journalism. https://www.digitalnewsinitiative.com/. Zugegriffen am 19.04.2016.
  24. Dörfler, E., & Pensold, W. (2001). Die Macht der Nachricht. Wien: Molden Verlag.Google Scholar
  25. dpa. (2014). dpa und AP kooperieren in Spanien. https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140414_OTS0134/dpa-und-ap-kooperieren-in-spanien. Zugegriffen am 15.09.2015.
  26. dpa. (2015a). Dpa-Avis News für Anzeigenblätter. http://www.dpa.de/fileadmin/_temp_/140915_dpa-Avis.pdf. Zugegriffen am 15.09.2015.
  27. dpa. (2015b). dpa-Governance. http://www.dpa.de/Kundenportal-dpa-News.1103.0.html. Zugegriffen am 15.09.2015.
  28. dpa. (2016a). Das Videoportal der dpa-Gruppe. http://www.dpa-video.com/. Zugegriffen am 19.04.2016.
  29. dpa. (2016b). dpa Custom-Content: maßgeschneiderter Journalismus nach dpa-Manier. https://www.dpa.com/de/produkte-services/content-on-demand/custom-content/. Zugegriffen am 19.04.2016.
  30. dpa. (2016c). dpa-digital services GmbH. http://www.dpa-digitalservices.com/Site/About.de.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  31. dpa. (2016d). FAQ. http://www.dpa.de/FAQ.57.0.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  32. dpa. (2016e). The Associated Press. https://www.dpa.com/de/produkte-services/newsrooms-redaktionen/ap/. Zugegriffen am 19.04.2016.
  33. dpa. (2016f). Veränderungen bei epa. https://www.dpa.com/de/unternehmen/pressemitteilungen/2016/veraenderungen-bei-epa/. Zugegriffen am 15.02.2017.
  34. dpa. (2017). Zahlen und Fakten. https://www.dpa.com/de/unternehmen/zahlen-fakten/. Zugegriffen am 22.07.2018.
  35. dpa. (2018). Geschäftsbericht 2017. https://geschaeftsbericht2017.dpa.com/de/geschaeftsbericht-2017/geschaeftsbericht-2017. Zugegriffen am 29.06.2018.
  36. EANA. (2017). About European alliance of news agencies. http://www.newsalliance.org/about. Zugegriffen am 29.01.2017.
  37. EBU. (2017). Über die European Broadcasting Union. https://www.ebu.ch/about. Zugegriffen am 29.01.2017.
  38. Ehrenberger, M. (2018). Europaparlament bremst Reform des EU-Urheberrechts. 05.07.2018. https://www.tagesspiegel.de/medien/umstrittene-upload-filter-europaparlament-bremst-reform-des-eu-urheberrechts/22771084.html. Zugegriffen am 22.07.2018.
  39. Fotolia. (2016). Über Fotolia. https://de.fotolia.com/Info/AboutUs. Zugegriffen am 23.01.2016.
  40. Friedrichsen, M., Grüblbauer, J., & Haric, P. (2015). Strategisches Management von Medienunternehmen. Einführung in die Medienwirtschaft mit Case-Studies (2. Aufl.). Wiesbaden: Springer Gabler.Google Scholar
  41. Giffard, C. A. (1998). Alternative news agencies. In O. Boyd-Barrett & T. Rantanen (Hrsg.), The globalization of news (S. 191–201). London: SAGE.CrossRefGoogle Scholar
  42. Goldmedia. (2011). Markt der Nachrichtenagenturen in Deutschland und Europa. August 2011. http://www.goldmedia.com/presse/newsroom/nachrichtenagenturen.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  43. Gösmann, S. (2015). Im Gehen, Stehen, Fahren, Liegen oder Laufen. http://www.treibstoff.newsaktuell.de/2015/10/16/im-gehen-stehen-fahren-liegen-oder-laufen. Zugegriffen am 16.10.2015.
  44. Hanfeld, M. (2018). Lässt die Bundesregierung die Presse im Stich? http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/bundesregierung-setzt-urheberrechte-aufs-spiel-15877324.html. Zugegriffen am 12.11.2018.
  45. Hjarvard, S. (1998). TV news exchange. In O. Boyd-Barrett & T. Rantanen (Hrsg.), The globalization of news (S. 202–226). London: SAGE.CrossRefGoogle Scholar
  46. IfM-Mediendatenbank. (2016). Thomson Reuters Corporation. http://www.mediadb.eu/datenbanken/internationale-medienkonzerne/thomson-reuters-corporation.html. Zugegriffen am 23.01.2016.
  47. IPTC. (2016). About IPTC. https://iptc.org/about-iptc/. Zugegriffen am 23.01.2016.
  48. Kantchev, G. (2012). The changing business model of news agencies in the online age. The case of Germany. Dissertation submitted for the M.A. Degree in Communication, University of Westminster 2012. http://nachrichtenagenturen-inside.de/wp-center/uploads/2012/09/untersuchung-nachrichtenagenturen-georgi-kantchev.pdf. Zugegriffen am 10.05.2015.
  49. Kornfeld, H. (2015). dpa – Die 100-%-Agentur. 03.09.2015. http://www.journalist.de/aktuelles/meldungen/dpa-die-100-prozent-agentur.html. Zugegriffen am 14.06.2016.
  50. Kramp, L., Novy, L., Ballwieser, D., & Wenzlaff, K. (2013). Journalismus in der digitalen Moderne: Einsichten – Ansichten – Aussichten. Wiesbaden: Springer.CrossRefGoogle Scholar
  51. Kropsch, P. (2015). EANA – Geneve conference, September 2015.Google Scholar
  52. Kühl, E. (2016). Leistungsschutzrecht: Kein Erfolg? Dosis erhöhen! Die Zeit. http://www.zeit.de/digital/internet/2016-09/leistungsschutzrecht-eu-urheberrechtsreform-kommentar. Zugegriffen am 29.01.2017.
  53. McNelly, J. T. (1959). Intermediary communicators in the international flow of news. Journalism & Mass Communication Quarterly, 36(1), 23–26.Google Scholar
  54. Mecom-news. (2013). Papstwahl mit ines: KNA nutzt jetzt dpa-Redaktionssystem. http://mecom-news.de/papstwahl-mit-ines-kna-nutzt-jetzt-dpa-redaktionssystem/?print=1. Zugegriffen am 23.01.2016.
  55. Meedia. (2016). „Schwärmen Sie aus!“: EU-Kommissar Oettinger mahnt Verleger, renitente Online-Redaktionen in Sachen LSR auf Linie zu bringen. 28.09.2016. http://meedia.de/2016/09/28/schwaermen-sie-aus-eu-kommissar-oettinger-mahnt-verleger-renitente-online-redaktionen-in-sachen-lsr-auf-linie-zu-bringen/. Zugegriffen am 28.09.2016.
  56. MINDS. (2016). The quality network of leading news agencies. http://www.minds-international.com/Site/Members.en.html. Zugegriffen am 19.04.2016.
  57. Mowlana, H. (1997). Global information and world communication (2. Aufl.). London: SAGE.Google Scholar
  58. Nedomansky, W. (2015). Interview mit Johannes Wagemann. 11.12.2015.Google Scholar
  59. Neufeld, J. (2016). AP invests in SAM. 07.04.2016. http://www.samdesk.io/blog/ap-invests-in-sam/. Zugegriffen am 16.08 2016.
  60. nma. (2016). Next media accelerator. http://www.nma.vc/. Zugegriffen am 19.04.2016.
  61. Osterwalder, A., & Pigneur, Y. (2011). Business Model Generation: Ein Handbuch für Visionäre, Spielveränderer und Herausforderer. Frankfurt a. M.: Campus Verlag.Google Scholar
  62. Ostrow, A. (2010). Google and Associated Press make content licensing deal. 30.08.2010. Zur Liste der DNI-Geförderten. http://mashable.com/2010/08/30/google-ap-licensing-deal/#bdRXfDj5Xkq6. Zugegriffen am 23.01.2016.
  63. Otto, T. (2018). Ende des freien Internets?. Deutschlandfunk. https://www.deutschlandfunk.de/eu-urheberrechtsreform-ende-des-freien-internets.1773.de.html?dram:article_id=420803. Zugegriffen am 27.06.2018.
  64. Palmer, M., Boyd-Barrett, O., & Rantanen, T. (1998). Global financial news. In O. Boyd-Barrett & T. Rantanen (Hrsg.), The globalization of news (S. 61–78). London: SAGE.CrossRefGoogle Scholar
  65. Presseportal. (2014). Neuer Werkzeugkasten für Redaktionen: dpa-Tools ist online. 10.12.2014. http://www.presseportal.de/pm/8218/2902335. Zugegriffen am 28.09.2016.
  66. Pruitt, G. (2014). AP-Chef Gary Pruitt über das Geschäft mit Nachrichten: „Der Markt hat kein Gewissen“. 18.11.2014. http://meedia.de/2014/11/18/ap-chef-gary-pruitt-ueber-das-geschaeft-mit-nachrichten-der-markt-hat-kein-gewissen/. Zugegriffen am 20.02.2015.
  67. Reuters, T. (2016a). Reuters news agency. http://thomsonreuters.com/en/products-services/reuters-news-agency.html. Zugegriffen am 23.01.2016.
  68. Reuters, T. (2016c). Thomson Reuters Factbook 2015. http://ir.thomsonreuters.com/phoenix.zhtml?c=76540&p=irol-factbook. Zugegriffen am 24.01.2017.
  69. Reuters, T. (2018). Annual report 2017. https://ir.thomsonreuters.com/static-files/dd5b380d-7e0e-4316-b693-bec293daaece. Zugegriffen am 29.06.2018.
  70. Schulten-Jaspers, Y. (2013). Zukunft der Nachrichtenagenturen: Situation, Entwicklungen, Prognose. Dissertation. Baden-Baden: NomosGoogle Scholar
  71. Schwanenberg, J. (2015). We are building an accelerator to wake the media industry from its innovation freeze. 05.01.2015. https://medium.com/@jschwanenberg/we-are-building-an-accelerator-to-wake-media-industry-from-its-innovation-freeze-6fd46914379d#.rv5b5hd9n. Zugegriffen am 19.04.2016.
  72. sda. (2015). sda Geschäftsbericht 2014. http://pierdock.de/SDA/Geschaeftsbericht_2014/. Zugegriffen am 16.08.2016.
  73. sda. (2016a). sda Basic. http://www.sda.ch/de/dienste/unternehmen-mit-verlag/sda-basic/. Zugegriffen am 16.08.2016.
  74. Segbers, M. (2007). Die Ware Nachricht: Wie Nachrichtenagenturen ticken. Konstanz: UVK.Google Scholar
  75. SEPI/EFE. (2018). Informe Annual 2017. http://www.sepi.es/sites/default/files/2018-07/sepi_informe_anual_2017.pdf. Zugegriffen am 22.07.2018.
  76. Shoemaker, P. J., & Vos, T. (2009). Gatekeeping theory. New York: Routledge.CrossRefGoogle Scholar
  77. Silverman, C. (2012). Editor Fergus Bell explains how AP verifies user-generated content from Sandy to Syria. 16.11.2012. http://www.poynter.org/2012/new-editor-fergus-bell-explains-how-ap-verifies-user-generated-content-from-sandy-to-syria/192540/. Zugegriffen am 28.09.2016.
  78. Simons, S. (2011). AFP-Journalisten revoltieren gegen staatlichen Einfluss. Spiegel Online. 09.09.2011. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/medieneklat-in-frankreich-afp-journalisten-revoltieren-gegen-staatlichen-einfluss-a-785373.html. Zugegriffen am 07.03.2016.
  79. Spiegel online. (2015). „Süddeutsche“ wird im Internet kostenpflichtig. 27.02.2015. http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/sueddeutsche-wird-im-internet-kostenpflichtig-a-1020899.html. Zugegriffen am 28.09.2016.
  80. SRF. (2018). SDA-Redaktion tritt in den unbefristeten Streik. https://www.srf.ch/news/schweiz/gegen-den-stellenabbau-sda-redaktion-tritt-in-den-unbefristeten-streik. Zugegriffen am 06.07.2018.
  81. Sweney, M. (2014). Royal baby story helps Press Association profits rise to £9.8 m. The Guardian Online. 23.09.2014. https://www.theguardian.com/media/2014/sep/23/press-association-profits-pa-group-digital. Zugegriffen am 20.02.2015.
  82. Trankovits, L. (2015). Die Nachrichtenprofis. Warum Qualitätsjournalismus für unsere Demokratie unverzichtbar ist (dpa). Frankfurt a. M.: Frankfurter Allgemeine Buch.Google Scholar
  83. Ürük, B. (2018). dpa-Chef Peter Kropsch im Interview: „Wir entwickeln uns von einem Lieferservice zu einem Marktplatz“. 19.06.2018. https://kress.de/news/detail/beitrag/140476-dpa-chef-peter-kropsch-im-interview-wir-entwickeln-uns-von-einem-lieferservice-zu-einem-marktplatz.html. Zugegriffen am 06.07.2018.
  84. Vyslozil, W. (2014a). Group 39. History of an exceptional alliance of news agencies. Character, business & policy of independent news agencies in Europe. Wien: Austria Presse Agentur.Google Scholar
  85. Vyslozil, W. (2014b). Nachrichtenagenturen benötigen ein zweites Standbein. 18.08.2014. http://www.newsroom.de/news/detail/$IWCOKUIQHNOS/wolfgang_vyslozil_nachrichtenagenturen_bentigen_ein_zweites_standbein. Zugegriffen am 07.08.2015.
  86. Welbers, K., Van Atteveldt, W., Kleinnijenhuis, J., & Ruigrok, N. (2016). A Gatekeeper among Gatekeepers: News agency influence in print and online newspapers in the Netherlands. Journalism Studies.  https://doi.org/10.1080/1461670X.2016.1190663.
  87. Zschunke, P. (2000). Agenturjournalismus: Nachrichtenschreiben im Sekundentakt (2. Aufl.). München: Ölschläger.Google Scholar
  88. Zschunke, P. (2015). Reuters: Mehr Geld, weniger Journalisten. http://www.agenturjournalismus.de/index.php/news/107-reuters-tarifabschluss. Zugegriffen am 15.12.2015.

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Fachhochschule St. PöltenSt. PöltenÖsterreich
  2. 2.dpa Deutsche Presse-Agentur GmbHHamburgDeutschland

Personalised recommendations