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Erythrozyten: physiologische Besonderheiten im Kindesalter

  • Joachim KunzEmail author
  • Andreas Kulozik
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Zusammenfassung

Das rasche Wachstum sowie die Umstellung von intrauterin nach extrauterin bestimmen die Entwicklung und die Besonderheiten der Erythropoese im Kindesalter. Schon in der Fetalzeit ändern sich sowohl Ort als auch die Qualität der Erythropoese, die sich unter anderem in der Art der synthetisierten Hämoglobinketten widerspiegelt. Der letzte Wechsel in der Expression der Hämoglobinketten findet während des 1. Lebensjahres statt, in dem die Synthese des γ-Globins ersetzt wird durch die Synthese von β-Globin. Auch der Eisenstoffwechsel im Kindesalter unterscheidet sich von dem des Erwachsenenalters: Während des 1. Lebenshalbjahres kann das reife Neugeborene noch fast ausschließlich von der intrauterin erworbenen „Eisenmitgift“ zehren. In den nachfolgenden Wachstumsphasen muss der kindliche Organismus jedoch deutlich mehr Eisen resorbieren als im Erwachsenenalter und ist entsprechend anfälliger für Eisenmangelzustände.

Weiterführende Literatur

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Copyright information

© Springer-Verlag GmbH Deutschland, ein Teil von Springer Nature 2019

Authors and Affiliations

  1. 1.Klinik für Pädiatrische Onkologie, Hämatologie, Immunologie und Pneumologie, Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ), Zentrum für Kinder- und JugendmedizinUniversitätsklinikum HeidelbergHeidelbergDeutschland

Section editors and affiliations

  • Reinhard Berner
    • 1
  1. 1.Klinik und Poliklinik für Kinder- und JugendmedizinUniversitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden an der Technischen Universität DresdenDresdenDeutschland

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