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Elektronenmikroskopischer Nachweis der Gefügeveränderung bei Tieftemperaturbrüchen in linearem Polyäthylen

  • W. Rose
  • Ch. Meurer
Conference paper
Part of the Progress in Colloid & Polymer Science book series (PROGCOLLOID, volume 67)

Zusammenfassung

Probenkörper aus linearem Polyäthylen wurden mit flüssigem Stickstoff gekühlt und durch schnelles Biegen gebrochen. Die Bruchstücke wurde mit Chlorsulfonsäure behandelt und mit Uranylacetat kontrastiert. Nach Einbettung in Epoxidharz wurden Ultradünnschnitte hergestellt. Die Orientierung wurde dabei so gewählt, daß Bruchfläche und Schnittebene senkrecht aufeinanderstehen.

Die Ultradünnschnitte wurden im konventionellen Transmissionsverfahren elektronenmikroskopisch untersucht. Dabei ließen sich in allen Fällen Gefügeveränderungen an der Bruchfläche beobachten, die teilweise bis in eine Tiefe von einigen μm reichen. Zusätzlich wurden in einigen Proben neben der Verformung an der Bruchfläche auch Fließzonen gefunden, die etliche μm in das Material mit unveränderten Ausgangsgefüge hineinreichen.

Dieser an verschiedenen Polyäthylen-Sorten und nach unterschielichen Formgebungsverfahren reproduzierbare Befund zeigt, daß zumindest nach schneller Biegebeanspruchung in linearem Polyäthylen auch nach Kühlung im Stickstoff nicht ausschließlich ein Sprödbruchverhalten zu erwarten ist. Es wird versucht, die beobachteten Phänomene mit Hilfe des „Environmental-Stress-Cracking“ (ESC) zu deuten.

Keywords

High Density Polyethylene Chlorosulfonic Acid Ventional Transmission Polymer Physics Edition 
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Copyright information

© Dr. Dietrich Steinkopff Verlag 1980

Authors and Affiliations

  • W. Rose
    • 1
    • 2
  • Ch. Meurer
    • 1
    • 2
  1. 1.Aus den Forschungslaboratorien der Siemens AGErlangen
  2. 2.Siemens AG Zentralbereich Technik Zentrale Forschung und Entwicklung FL ALE 2Erlangen

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